Wirtschaft · Barcelona
Katalanische Regierung unterzeichnet 5-Milliarden-Euro-Industriepakt mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Rückgewinnung wirtschaftlicher Führung
Salvador Illa besiegelte am Montag den dritten „Pacte Nacional per a la Indústria“, der bis 2030 bis zu 5 Milliarden Euro vorsieht, um den zwei Jahrzehnte währenden Rückgang im verarbeitenden Gewerbe umzukehren, tausende Arbeitskräfte auszubilden und Katalonien als technologischen Vorreiter in Europa zu positionieren.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, EL PAÍS, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der dritte „Pacte Nacional per a la Indústria“ mobilisiert zunächst fast 4,5 Milliarden Euro mit der Verpflichtung, 5 Milliarden Euro zu erreichen, durch 190 Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Ausbildung und strategische Sektoren wie Halbleiter und KI.
Großprojekte (712,5 Millionen Euro für Arbeiten an der AP-7, dem Hafen von Tarragona und mehr), öffentlicher Nahverkehr für Industriegebiete (66,3 Millionen Euro) und neue Luftfahrthangars in Lleida (22,3 Millionen Euro) dominieren den Plan.
Jährlich bleiben in Katalonien 15.000 Industriestellen aufgrund von Fachkräftemangel unbesetzt; der Pakt leitet 180 Millionen Euro über den SOC und baut die duale Berufsausbildung aus, um diese Lücke zu schließen.
Die Arbeitgeberverbände Foment del Treball und Pimec sowie die Gewerkschaften CCOO und UGT unterzeichneten das Dokument gemeinsam mit Präsident Illa, was die Kontinuität früherer Pakte und einen „lebendigen“ Rahmen sichert, der aktualisiert werden kann.
Der Anteil der Industrie an der katalanischen Bruttowertschöpfung ist von fast 20 % vor 20 Jahren auf heute 17,2 % gesunken, während die Exporte 2025 die 100-Milliarden-Euro-Marke überschritten und das Wachstum im ersten Quartal 2026 2,9 % erreichte – das Vierfache des Eurozonen-Durchschnitts.
- 1.01.Erster „Pacte Nacional per a la Indústria“ unter Präsident Carles Puigdemont unterzeichnet
- 1.01.Zweiter Pakt unter Präsident Pere Aragonès unterzeichnet
- 15.06.Dritter Pakt unter Präsident Salvador Illa unterzeichnet
Die Unterzeichnungszeremonie
Präsident Salvador Illa unterzeichnete gemeinsam mit Wirtschafts- und Gewerkschaftsführern den „Pacte Nacional per a la Indústria“ für den Zeitraum 2026–2030 im Hafen von Barcelona – ein Symbol für die Exportstärke Kataloniens. Das Dokument umfasst 190 Maßnahmen und ein anfängliches öffentliches Finanzierungsvolumen von 4,5 Milliarden Euro; alle Parteien verpflichteten sich, die Summe je nach Haushaltslage auf 5 Milliarden Euro aufzustocken. Der Conseller d’Empresa i Treball, Miquel Sàmper, bezeichnete den Pakt als „lebendiges“ Instrument, das sich an geopolitische Erschütterungen und wirtschaftliche Unsicherheiten anpassen könne.
„Katalonien ist ohne seine Industrie nicht zu verstehen. Sie ist Teil unserer Geschichte.“
Wohin das Geld fließt
Die Infrastruktur beansprucht jeden dritten geplanten Euro. Der Fahrplan sieht 712,5 Millionen Euro für Großprojekte vor, wie etwa neue Zufahrten zum Hafen von Tarragona, Arbeiten an der Autobahn AP-7 und Verbesserungen an der C-17. Weitere 66,3 Millionen Euro fließen in die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Industriegebieten, und 22,3 Millionen Euro werden in den Bau neuer Hangars am Flughafen Lleida-Alguaire investiert, um Luft- und Raumfahrtunternehmen anzuziehen. Ein separates Paket in Höhe von 180 Millionen Euro, das vom katalanischen Arbeitsamt verwaltet wird, soll Arbeitssuchende durch Programme umschulen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Region zugeschnitten sind.
Fünf Prioritätssektoren
Die Strategie konzentriert sich auf Halbleiter, künstliche Intelligenz, Agrar- und Ernährungswirtschaft, die Automobilindustrie sowie den industrialisierten Wohnungsbau. Sàmper hob zudem die Verteidigungsindustrie, Elektrofahrzeuge und die Bewerbung für eine Gigafactory in Móra la Nova hervor. Der Plan steht im Einklang mit dem Draghi-Bericht, der eine grüne und digitale Reindustrialisierung fordert, mit dem Ziel, die Bruttowertschöpfung der Industrie zu steigern, Patentanmeldungen zu erhöhen und die Energiewende zu beschleunigen.
- 2006
- 20 %
- 2016
- 18.1 %
- 2026
- 17.2 %
Daten aus dem Artikeltext
Ein schrumpfender industrieller Fußabdruck
Die Industrie trägt derzeit 17,2 % zur Bruttowertschöpfung Kataloniens bei, gegenüber 18,1 % vor einem Jahrzehnt und fast 20 % vor zwanzig Jahren. Laut einer von der Regierung zitierten KPMG-Studie bleiben jährlich 15.000 Stellen unbesetzt, da es an qualifizierten Bewerbern mangelt. Um diese Qualifikationslücke zu schließen, setzt der Pakt stark auf die Berufsbildung – was Sàmper als „duale, prestigeträchtige Berufsausbildung“ beschrieb, wie sie große Volkswirtschaften antreibt – sowie auf Reinvestitionen in traditionelle Sektoren wie die Textilindustrie.
Sozialer Konsens
Der Präsident von Foment del Treball, Josep Sánchez Llibre, begrüßte den Pakt als Generator für „höhere Wertschöpfung“ und als Instrument zur Talentgewinnung. Pimec-Präsident Antoni Cañete erklärte, die Vereinbarung werde „näher an der Realität Kataloniens sein“ und lobte die Breite des Konsenses. Der Generalsekretär der UGT, Camil Ros, feierte die Kontinuität der Industriepolitik und die Einbeziehung des Agrar- und Ernährungssektors und betonte, dies sei „keine Industrie zweiter Klasse“.
„Wir wollen wieder die Lokomotive Spaniens und Europas sein.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressSàmper apuesta por "potenciar" la FP en Catalunya y aumentar la...
- EL PAÍSEl Govern pacta con patronal y sindicatos una hoja de ruta para relanzar la industria: "Nos toca liderar la economía de España
- El PeriódicoDe los semiconductores al aeropuerto de Lleida: 5 inversiones clave del Govern en industria
- La RazónIlla pacta con patronales y sindicatos 5.000 millones de euros para mejorar la industria catalana
- Salvador Illa
- Präsident der Generalitat de Catalunya
- Miquel Sàmper
- Conseller d’Empresa i Treball von Katalonien
- Belén López
- Generalsekretärin der CCOO de Catalunya
- Camil Ros
- Generalsekretär der UGT de Catalunya
- Antoni Cañete
- Präsident von Pimec (Verband kleiner und mittlerer Unternehmen)
- Josep Sánchez Llibre
- Präsident von Foment del Treball (Arbeitgeberverband)
- Orte
- Barcelona
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