Teil einer alten italienischen Kaserne in Chania eingestürzt – keine Verschütteten gefunden
Feuerwehr und Rettungsteams durchsuchten am Donnerstag, dem 15. Oktober, am Mittag die Trümmer eines ehemaligen Kriegsmuseums in Chania auf Kreta, nachdem ein Teil des Gebäudes eingestürzt war. Nach mehrstündiger Suche wurden keine Verschütteten oder Verletzten gefunden.
Der Einsturz
Ein Teil der alten italienischen Kaserne in Chania auf Kreta stürzte am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, gegen Mittag ein, nachdem starker Regen in den Tagen zuvor die Bausubstanz geschwächt hatte. In dem Gebäude war einst das ehemalige Kriegsmuseum untergebracht; bei einem Brand im Jahr 2018 hatte es erhebliche Schäden erlitten und war danach weitgehend dem Verfall überlassen worden.
Die Feuerwehr erhielt zunächst die Information, dass sich möglicherweise Menschen im Inneren befinden könnten. Feuerwehrleute und Rettungskräfte durchsuchten das Gelände mit Geophonen und Drohnen, und ein Team der Einheit für Katastrophenmanagement (EMAK) mit zwei ausgebildeten Suchhunden traf aus Heraklion ein.
Suche und Räumung
Nach mehreren Stunden kam das EMAK-Team zu dem Schluss, dass sich keine Verschütteten und keine Todesopfer unter den Trümmern befanden. Zehn Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen der 1. Feuerwache Chania waren am Einsatzort im Einsatz, und die Feuerwehr teilte mit, dass zum Zeitpunkt des Einsturzes eine Person im Gebäude vermutet worden war. Berichte von der Unglücksstelle, die sich auf Anwohner beriefen, besagten, dass obdachlose Menschen das leerstehende Gebäude zeitweise als Notunterkunft genutzt hätten, was die Sorge verstärkt habe.
Die Gemeinde Chania schickte Baumaschinen, um die Trümmer des eingestürzten Abschnitts zu beseitigen. Die Räumung des eingestürzten Materials war am Nachmittag noch im Gange.
Offene Fragen
Die Ursachen des Einsturzes waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht geklärt. Die Behörden wollten nach Angaben voraussichtlich eine Aktualisierung zum Fortgang des Einsatzes und zum Zustand des verbleibenden Gebäudeteils bekannt geben.
Der Vorfall hat die Aufmerksamkeit erneut auf die Sicherheit alter Gebäude gelenkt, die ungenutzt dastehen, aber weiterhin zugänglich sind. Früheren Berichten zufolge war das Gelände für eine Nachnutzung als neues Rathaus der Stadt im Gespräch, ein Plan, den Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei einem Besuch in Chania erwähnt hatte.