Musik · Madrid

Kanye-West-Konzert in Madrid findet trotz Antisemitismus-Protesten und Absagen in Europa statt

Der Auftritt des Rappers im Riyadh Air Metropolitano am 30. Juli folgt auf Absagen in sechs europäischen Ländern aufgrund seiner wiederholten antisemitischen Äußerungen, Holocaustleugnung und Lobpreisung Adolf Hitlers.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, 20 minutos und El Confidencial. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien

Kanye West, heute bekannt als Ye, wird am Donnerstag, den 30. Juli, im Riyadh Air Metropolitano in Madrid auftreten – ein Konzert, das eine Welle von Absagen in ganz Europa überstanden hat. Die ursprüngliche Tournee des amerikanischen Rappers umfasste 15 Termine in 12 europäischen Ländern, doch acht Shows in sechs Nationen wurden gestrichen, nachdem er wiederholt antisemitische Äußerungen gemacht, den Holocaust geleugnet und Adolf Hitler öffentlich bewundert hatte. Spanien jedoch hat das Ereignis nicht blockiert, trotz scharfer Kritik der jüdischen Gemeinschaft und des eigenen Kulturministers.

Absagen in Europa

Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Polen, die Schweiz und Italien haben alle geplanten Konzerte abgesagt. Das Vereinigte Königreich verweigerte West die Einreise und strich ihn aus dem Line-up des Wireless-Festivals. Frankreich setzte eine geplante Show nach Androhung eines Vetos aus, und West zog sich später zurück. In Polen gehörte das Schlesische Stadion, in dem das Konzert stattfinden sollte, dem Kulturministerium, das sich weigerte, es zu beherbergen. Ministerin Marta Cienkowska betonte, dass ein Land, das so tief vom Holocaust gezeichnet sei, jemandem, der Hitler unterstützt, keine Bühne bieten könne. Der FC Basel aus der Schweiz, Eigentümer der Veranstaltungsstätte, kündigte den Vertrag mit den Veranstaltern und erklärte, dass man nach gründlicher Prüfung dem Künstler im Einklang mit den Vereinswerten keine Bühne bieten könne. Auch Italien und Australien ergriffen Maßnahmen; Australien entzog West letztes Jahr das Visum, nachdem sein Song 'Heil Hitler' veröffentlicht worden war.

„Nach einer gründlichen Analyse haben wir beschlossen, nicht weiterzumachen. Im Einklang mit unseren Werten können wir dem betreffenden Künstler in diesem Kontext keine Plattform bieten.“

FC Basel

Sechs Konzerte bleiben im Programm: in der Türkei, den Niederlanden (zwei Shows), Georgien, Albanien, Portugal und Spanien.

Spaniens rechtliche und politische Reaktion

Spaniens Kulturminister Ernest Urtasun bezeichnete Wests Äußerungen als widerwärtig, sagte aber, sein Ministerium werde keine Absage fördern. Die Entscheidung liege beim Veranstalter, nicht bei der Regierung. Das spanische Recht stuft Wests Aussagen als Hassverbrechen nach Artikel 510 des Strafgesetzbuchs ein, das mit Freiheitsstrafen von einem bis vier Jahren geahndet wird. Das Territorialitätsprinzip bedeutet jedoch, dass die Äußerungen auf spanischem Boden gemacht worden sein müssen, und Artikel 20 der Verfassung verbietet Vorzensur. Daher gibt es kein rechtliches Hindernis, das Konzert zu stoppen, es sei denn, West macht während des Auftritts anstößige Bemerkungen.

„Die Äußerungen von Kanye West widern mich an. Sie gefallen mir überhaupt nicht, sie sind völlig fehl am Platz. Allerdings ist es nicht Sache des Ministeriums, die Absage eines Konzerts wegen der Meinungen zu fördern, die ein Künstler geäußert hat.“

Ernest Urtasun, Spanischer Kulturminister

Reaktion der jüdischen Gemeinschaft

Die Föderation der Jüdischen Gemeinden Spaniens (FCJE) äußerte tiefe Besorgnis und Ablehnung des Ereignisses. In einer Erklärung erkannte die Organisation an, dass die Freiheit des künstlerischen Schaffens und der Meinungsäußerung wesentliche Säulen der Demokratie seien, warnte jedoch, dass sie nicht dazu dienen dürften, Hassreden, die Verherrlichung des Nationalsozialismus oder die Verharmlosung des Holocaust zu normalisieren. Die FCJE rief die Behörden und Veranstalter dazu auf, über die Auswirkungen nachzudenken, jemandem eine Plattform zu bieten, der wiederholt seine Bekanntheit genutzt hat, um antisemitische Botschaften zu verbreiten.

„Spanien sollte keine Ausnahme und kein Zufluchtsort für diejenigen sein, die dazu beigetragen haben, Botschaften zu verbreiten, die den Antisemitismus nähren und die Erinnerung an den Holocaust schädigen.“

Föderation der Jüdischen Gemeinden Spaniens

Was zu erwarten ist

Das Konzert ist für Donnerstagabend im Metropolitano-Stadion, der Heimat von Atlético Madrid, geplant. Weder der Verein noch die Regionalbehörden haben Schritte unternommen, um es zu blockieren. Da es keinen rechtlichen Mechanismus für Vorzensur gibt und keine Anzeichen dafür, dass West die Einreise verweigert wird, wird die Show voraussichtlich wie geplant stattfinden. Die Kontroverse hat jedoch bereits eine breitere Debatte in Spanien über die Grenzen der Meinungsfreiheit und das Verhältnis des Landes zur Erinnerung an den Holocaust entfacht.

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