Harry Kane kontert Lamine Yamals Ballon-d'Or-Kritik nach Rekordsieg des FC Bayern München
Bayern Münchens Stürmer Harry Kane hat die Äußerungen des Barcelona-Teenagers Lamine Yamal zu den Kriterien für den Ballon d'Or nach einem 7:0-Sieg gegen Union Berlin abgetan.
Rekord-Meilenstein in München
Bayern Münchens Stürmer Harry Kane erreichte am Freitagabend beim 7:0-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin sein 100. Tor für den deutschen Klub in seinem 98. Pflichtspiel. Der 33-jährige Stürmer erreichte die Hunderter-Marke schneller als jeder andere Spieler in der Bundesliga-Geschichte. Die Partie in München war zudem von drei Toren des französischen Flügelspielers Michael Olise geprägt. Für Kane kam der Torerfolg nach einer Saison, in der er mit Bayern München in der Champions League und mit der englischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft internationale Titel verpasst hatte. Der Stürmer zeigte sich stolz auf seine Gesamtleistung auf dem Platz, die über die reine Torausbeute hinausgeht.
Debatte über die Kriterien der Auszeichnung
Der Torerfolg fiel mit einer öffentlichen Debatte über die Kriterien für die bevorstehende Ballon-d'Or-Verleihung zusammen. Barcelonas Stürmer und Weltmeister Lamine Yamal äußerte, dass die Auszeichnung den besten Fußballer der Welt würdigen sollte, anstatt einfach hohe Torausbeuten zu belohnen. Der 19-jährige spanische Nationalspieler erklärte, dass es eigene Torschützenpokale für Spieler gebe, die 80 Tore erzielen – eine Bemerkung, die weithin als Anspielung auf Kane verstanden wurde. In der vergangenen Saison erzielte Kane 73 Tore in allen Pflichtspielen für Verein und Nationalmannschaft. Yamal kam im gleichen Zeitraum auf 24 Tore in allen Wettbewerben.
- Harry Kane
- 73 Tore
- Lamine Yamal
- 24 Tore
Reaktionen von Kane und Eberl
Nach dem Spiel gegen Union Berlin sah sich Kane mehreren Fragen zu den Äußerungen des Barcelona-Flügelspielers ausgesetzt. Der englische Kapitän wies jegliche Andeutungen eines persönlichen Streits zurück und lobte die jüngsten Leistungen des Teenagers auf dem Platz.
Jeder hat seine Meinung, jeder hat seine Art, sich auszudrücken.
Kane fügte hinzu, dass Beobachter nicht genau wissen könnten, was Yamal mit der Bemerkung gemeint habe, und bezeichnete ihn als einen unglaublichen Spieler, der eine großartige Saison absolviert habe. Auf die Frage, welchen Nominierten er auf seinem eigenen Stimmzettel auswählen würde, lachte Kane, nannte die Entscheidung eine unmögliche Frage und entschied sich, seine persönliche Wahl für sich zu behalten.
Ich rede nicht gern über mich selbst. Ich lasse lieber meinen Fußball für mich sprechen, meine Aktionen auf dem Platz.
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl schlug einen schärferen Ton an, als er auf Yamals Äußerungen einging. Eberl argumentierte, dass Spitzenkandidaten keine Werbeaussagen benötigten, um ihren Status zu untermauern.
Wahlkampf muss betrieben werden. Die besten Spieler sind diejenigen, die keinen Wahlkampf brauchen.
Eberl verwies zudem auf Olise als legitimen Anwärter auf die Auszeichnung und erklärte, dass der französische Flügelspieler nach seinem Hattrick gegen Union Berlin definitiv zu den besten Fußballern der Welt gehöre.
Die Shortlist und die Londoner Gala
Kane merkte an, dass die ausgiebige Debatte um den Preis auf die hohe Zahl herausragender Spieler in den nationalen Ligen und internationalen Turnieren dieser Saison zurückzuführen sei. Neben Olise nannte der englische Stürmer Kylian Mbappé und Rodri als prominente Kandidaten, die um die Auszeichnung konkurrieren.
Der Ballon d'Or liegt nicht in meinen Händen. Auf das, was ich im vergangenen Jahr erreicht habe, bin ich extrem stolz, nicht nur auf die Tore.
Insgesamt 30 Spieler wurden für den Ballon d'Or der Männer nominiert, weitere Kandidaten sind Lionel Messi und Ousmane Dembélé. Der endgültige Gewinner wird am 26. Oktober im London Palladium in Kanes Heimatstadt bekannt gegeben.
- Kane erreicht 100 Bayern-München-Tore beim 7:0-Sieg gegen Union Berlin
- Kane und Eberl äußern sich zu Yamals Kommentaren zu den Auszeichnungskriterien
- Ballon-d'Or-Verleihung findet im London Palladium statt


