
Arzt Dawid Kacprzyk nimmt klinische Tätigkeit in Jaktorów wieder auf, während Disziplinarverfahren abgeschlossen wird
Dawid Kacprzyk, der Arzt, der wegen Einkünften von 1,6 Millionen PLN und Vordrängeln im Szpital Południowy untersucht wurde, hat eine hausärztliche Stelle in Jaktorów angetreten.
Neue Anstellung in Jaktorów
Dawid Kacprzyk, der Arzt im Zentrum der Kontroverse um das Szpital Południowy in Warschau, hat begonnen, Patienten im Centrum Medyczne in Jaktorów zu behandeln, einer privaten Klinik etwa 40 Kilometer außerhalb der Hauptstadt. Die Einrichtung bietet grundlegende Gesundheitsdienstleistungen im Rahmen eines Vertrags mit dem Nationalen Gesundheitsfonds (NFZ) an. Kacprzyk ist seit etwa einer Woche als hausärztlicher Unterstützungsarzt in der Klinik angestellt, Terminvereinbarungen sind sowohl persönlich als auch telefonisch möglich. Am 11. September 2026 dokumentierten Reporter, dass Kacprzyk eine Acht-Stunden-Schicht beendete, die nach 18:00 Uhr endete, woraufhin der Arzt die Einrichtung in einem Mazda verließ, ohne auf Medienanfragen zu antworten. Die Klinikleitung lehnte offizielle Stellungnahmen zu seiner Einstellung ab.
Berufliche Qualifikationen und Reaktion der Ärztekammer
Kacprzyk ist kein zertifizierter Facharzt für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin, da er sich noch in der Facharztausbildung für Anästhesiologie befindet. Das Empfangspersonal der Klinik in Jaktorów bezeichnete ihn zunächst als Internisten, was zu einer Klarstellung durch die Aufsichtsbehörden bezüglich der ärztlichen Titel führte. Der Sprecher der Obersten Ärztekammer (NIL), Piotr Pisula, stellte klar, dass der Titel des Internisten rechtlich ausschließlich Ärzten vorbehalten ist, die eine Facharztausbildung in Inneren Erkrankungen abgeschlossen haben, wenngleich nicht spezialisierte Ärzte in unterstützenden hausärztlichen Rollen tätig sein dürfen. Pisula fügte hinzu, dass Disziplinarverfahren des Ombudsmanns für berufliche Haftung noch aktiv seien.
Solange keine Entscheidung, auch nicht durch ein ärztliches Gericht, vorliegt, kann Dr. Kacprzyk aus formaler Sicht diesen Beruf ausüben. Aber soweit ich weiß, wird dieser Fall als Priorität behandelt.
Der Präsident des Obersten Ärzterats (NRL), Łukasz Jankowski, erklärte auf RMF FM, dass Kacprzyk seinen neuen Arbeitsplatz nicht im offiziellen Ärzteregister gemeldet habe. Jankowski bestätigte, dass die kammerinterne Disziplinaruntersuchung kurz vor dem Abschluss stehe, mit möglichen Ergebnissen von Freispruch bis hin zu Geldstrafen, Führungsverboten, Lizenzentzug oder dem dauerhaften Entzug der Approbation.
Frühere Kontroverse um das Szpital Południowy
Die Überprüfung von Kacprzyk begann nach Berichten, die im Juni 2026 über die Vorgänge im Szpital Południowy veröffentlicht wurden, wo er als Koordinator der Notaufnahme tätig war und gleichzeitig als Stadtrat der Bürgerkoalition (KO) im Warschauer Bezirk Ursus fungierte. Die Berichte enthüllten, dass Kacprzyk im Jahr 2025 1,6 Millionen PLN verdiente, während er sich noch in der anästhesiologischen Facharztausbildung befand und gleichzeitig eine nicht-assistenzärztliche Stelle in einem Krankenhaus in Tschenstochau innehatte. Die Veröffentlichungen behaupteten zudem, dass Politiker der Bürgerkoalition in der Notaufnahme bevorzugt behandelt wurden und Patientenschlangen für sofortige Diagnosetests umgingen. Die daraus resultierenden politischen Folgen führten zur Entlassung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats des Szpital Południowy sowie zum Rücktritt zweier stellvertretender Bürgermeister Warschaus.
- Medienberichte enthüllen Einkünfte von 1,6 Millionen PLN und bevorzugte Behandlung im Szpital Południowy
- Oberste Ärztekammer eröffnet eine Aufklärungsuntersuchung gegen Dawid Kacprzyk
- Kacprzyk beginnt als hausärztlicher Unterstützungsarzt in Jaktorów zu arbeiten
- Reporter dokumentieren, dass Kacprzyk eine Acht-Stunden-Schicht im Centrum Medyczne in Jaktorów beendet
- NRL-Präsident Łukasz Jankowski erklärt, dass die Disziplinaruntersuchung kurz vor dem Abschluss steht
Gescheiterte Verlegung und laufende Ermittlungen
Bevor er die Stelle in Jaktorów antrat, versuchte Kacprzyk, seine anästhesiologische Facharztausbildung in Kleinpolen fortzusetzen, und bewarb sich um Positionen in regionalen Einrichtungen, darunter das Kreiskrankenhaus in Zakopane. Die Verlegung der Facharztausbildung über Woiwodschaftsgrenzen hinweg erfordert die offizielle Genehmigung des Regionalgouverneurs. Der Woiwode von Kleinpolen, Krzysztof Klęczar, lehnte den Verlegungsantrag ab und blockierte damit Kacprzyks Eintritt in das Gesundheitssystem der Region.
Ein solcher Antrag lag auf meinem Schreibtisch, aber ich habe ihn abgelehnt. Folglich wird dieser Herr nicht in unserer Woiwodschaft arbeiten.
Rechtliche und regulatorische Überprüfungen des Szpital Południowy werden auf mehreren Ebenen fortgesetzt. Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Warschau führt zwei getrennte Ermittlungen durch, die sich auf angeblichen Betrug in Höhe von über 500.000 PLN und Amtsmissbrauch durch einen öffentlichen Amtsträger konzentrieren. Gleichzeitig führt der Nationale Gesundheitsfonds umfassende Finanzprüfungen durch, die im Sommer eingeleitet wurden und voraussichtlich im Oktober 2026 abgeschlossen werden.

