
Elfjähriger fährt mit Pickup in Pilgerzug buddhistischer Mönche in Thailand – acht Tote
Ein elfjähriger Junge ist am Donnerstag in der nordostthailändischen Provinz Mukdahan mit einem Pickup in eine Gruppe buddhistischer Mönche gefahren, die am Straßenrand entlangliefen. Acht Menschen kamen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt.
Der Unfall
Eine Gruppe von 34 buddhistischen Mönchen und fünf Laienanhängern befand sich auf einer Pilgerreise von einem Tempel in der Provinz Mukdahan in die Provinz Ubon Ratchathani, eine Strecke von etwa 260 Kilometern. Rund 30 Minuten nach Beginn des Fußmarsches kam ein Pickup von der Straße ab und prallte in die Kolonne der Mönche. Überwachungsaufnahmen, die von der örtlichen Rettungsorganisation Ruam Jai Mukdahan verbreitet wurden, zeigen die Mönche, die kurz vor dem Aufprall des Fahrzeugs in einer Reihe am Straßenrand entlanggehen.
Fünf Mönche starben noch am Unfallort, wie der Gouverneur der Provinz Mukdahan, Vorayan Bunarat, mitteilte. Drei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. 22 weitere Mönche und ein Laienanhänger wurden verletzt, vier von ihnen schweben in Lebensgefahr. Augenzeugen berichteten, der Pickup habe sich unkontrolliert bewegt und sei vor dem Verlassen der Fahrbahn geschlingert.
- Junge nimmt Pickup vom Haus seiner Familie in der Provinz Mukdahan und fährt etwa 10 km.
- Pickup erfasst eine Pilgergruppe von 34 Mönchen und 5 Laienanhängern, die auf einer Straße in Richtung Ubon Ratchathani entlanggehen.
- Fünf Mönche sterben am Unfallort; drei später im Krankenhaus. 22 Mönche und ein Laienanhänger verletzt, vier in kritischem Zustand.
- Krankenhaus Mukdahan ruft dringend zu Blutspenden auf. Polizei beschlagnahmt den Pickup und lädt die Eltern des Kindes vor.
Der Fahrer
Die Polizei identifizierte den Fahrer als einen elfjährigen Jungen mit besonderen Bedürfnissen. Generalmajor Pairoj Thaiphutra, Polizeichef der Provinz Mukdahan, erklärte, das Kind habe den Pickup ohne Erlaubnis vom Haus seiner Familie genommen und sei vor dem Unfall etwa zehn Kilometer gefahren. Bislang wurden keine Anklagen erhoben; die Ermittler versuchen noch, die Umstände zu klären. Der Junge befinde sich im Schockzustand und habe noch keine Aussage machen können.
Wir haben die Eltern des Kindes gebeten, sich zu melden, damit wir klären können, wer für seine Betreuung verantwortlich ist, um rechtliche Schritte einleiten zu können.
Die Beamten warten auf das Eintreffen von Jugendschutzbeamten, bevor sie ein formelles Verhör durchführen. Der Pickup wurde beschlagnahmt.
Opfer und Reaktionen
Das Krankenhaus von Mukdahan rief dringend zu Blutspenden auf, um die verletzten Mönche zu versorgen. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass vier Patienten in kritischem Zustand seien, während viele andere wegen leichter Verletzungen behandelt würden. Einige Überlebende sagten der Polizei, sie hätten gesehen, wie das Fahrzeug Sekunden vor dem Aufprall plötzlich ausscherte und ins Rutschen geriet.
Die Pilgerreise hatte gerade erst begonnen, als der Unfall geschah. Die Route, die rund 260 Kilometer umfasst, war Teil eines religiösen Fußmarsches von Mukdahan nach Ubon Ratchathani.
Ermittlungen
Die Polizei hat die genaue Unfallursache noch nicht ermittelt. Die Eltern des Kindes wurden vorgeladen, und die Beamten prüfen die Aufsichtspflicht. Der Pickup wird im Rahmen der Ermittlungen untersucht.


