
Zwei Jugendliche in Spanien festgenommen, weil sie einen Obdachlosen bewusstlos schlugen – Hassverbrechen aus Aporophobie
Die Polizei in Mairena del Aljarafe nahm einen 18-Jährigen und einen 19-Jährigen fest, nachdem ein Video zeigte, wie sie einen Obdachlosen in einem Park bewusstlos traten – nach Tagen der Schikane.
Nächtlicher Angriff in einem städtischen Park
Beamte der Guardia Civil nahmen in gemeinsamer Abstimmung mit der Ortspolizei von Mairena del Aljarafe zwei junge Männer im Alter von 18 und 19 Jahren fest, nachdem es in der Provinz Sevilla zu einer gewaltsamen körperlichen Attacke auf einen Obdachlosen gekommen war. Der Angriff ereignete sich in den Nachtstunden in einem öffentlichen Park innerhalb der Gemeinde. Nach offiziellen Polizeiangaben jagten die beiden jungen Männer ihr Opfer über das Parkgelände, bis sie es gewaltsam zu Boden zwangen. Als der Mann wehrlos und reglos am Boden lag, versetzten die Angreifer ihm eine Serie von Tritten, die direkt auf sein Gesicht und seinen Kopf zielten. Die wiederholten Schläge gingen ununterbrochen weiter, bis das Opfer das Bewusstsein verlor und handlungsunfähig auf dem Parkboden zurückblieb.
Eingreifen der Nachbarn und medizinische Versorgung
Mehrere Anwohner benachbarter Grundstücke beobachteten die Prügelei und griffen verbal ein, indem sie riefen, um das Verhalten der beiden Jugendlichen anzufechten. Die Nachbarn filmten die Aggression zudem mit ihren Handys und dokumentierten die Verfolgung und die körperliche Gewalt in ihrem Verlauf. Als die beiden Angreifer bemerkten, dass sie von Anwohnern beobachtet und gefilmt wurden, flohen sie zu Fuß aus dem Park und ließen das Opfer bewusstlos am Boden liegen. Als der Mann schließlich wieder zu Bewusstsein kam, verließ er den unmittelbaren Ort des Angriffs aus eigenem Antrieb. Sanitäter fanden den Verletzten später in der Gemeinde und behandelten ihn wegen der schweren Prellungen und Traumata, die er an Kopf und Gesicht erlitten hatte.
Anhaltende Schikane in den Tagen zuvor
Die von der Guardia Civil geführten Ermittlungen ergaben, dass der Angriff im Park der Höhepunkt einer anhaltenden Schikane und Einschüchterung des obdachlosen Opfers über mehrere vorangegangene Tage war. Die ermittelnden Beamten stellten fest, dass die beiden Verdächtigen den Mann gezielt auswählten und dabei seine besondere Schutzlosigkeit und seine ungeschützten Lebensumstände ausnutzten. In den Tagen vor der Prügelei im Park suchten die Verdächtigen den Mann wiederholt an dem Unterschlupf im Freien auf, an dem er die Nachtstunden verbrachte. Die Jugendlichen setzten das Opfer fortwährend verbalen Drohungen aus und bewarfen es mit Gegenständen, darunter Steine und Orangen, während es lag und schlief.
Videos in sozialen Medien und Gerichtsverfahren
Die von den Nachbarn aufgenommenen Videos verbreiteten sich über mehrere Plattformen der sozialen Medien und ermöglichten es den Strafverfolgungsbehörden, klare Bildaufnahmen des Angriffs zu erhalten. Ermittler des Ermittlungsbereichs der Hauptdienststelle der Guardia Civil in Mairena del Aljarafe werteten das Material gemeinsam mit der Ortspolizei aus, um die Identität der beiden Verdächtigen festzustellen, die in der Gemeinde wohnhaft sind. Die Polizei fand die 18 und 19 Jahre alten Männer, nahm sie fest und überstellte sie förmlich in die Obhut der zuständigen Justizbehörde. Die Verdächtigen werden wegen des Verbrechens der schweren Körperverletzung sowie wegen Hassverbrechen in der besonderen Kategorie der Aporophobie ermittelt, die das spanische Recht als Vorurteil und Feindseligkeit gegenüber armen und schutzbedürftigen Menschen einstuft.
- Die Verdächtigen schikanieren den obdachlosen Mann, stoßen Drohungen aus und werfen Steine und Orangen, während er schläft.
- Zwei Jugendliche jagen das Opfer durch einen Park, stoßen es zu Boden und treten gegen seinen Kopf, bis es das Bewusstsein verliert.
- Anwohner filmen den Angriff und stellen die Jugendlichen zur Rede, woraufhin die Angreifer zu Fuß fliehen.
- Das Opfer kommt wieder zu Bewusstsein, verlässt den Park und wird später vom Rettungsdienst gefunden und behandelt.
- Guardia Civil und Ortspolizei identifizieren und verhaften die Verdächtigen wegen Hassverbrechen und Körperverletzung.


