
Drei Journalisten bei Anti-AfD-Protest in Erfurt angegriffen und am Kopf getreten
Ein Team des rechtslibertären Portals Apollo News wurde bei Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag verfolgt, zu Boden geworfen und mehrfach getreten, darunter ein Schlag gegen den Hinterkopf.
Der Angriff auf Apollo News
Drei Reporter des Nachrichtenportals Apollo News wurden am Samstag bei der Berichterstattung über eine große Anti-AfD-Demonstration in Erfurt angegriffen. Laut Chefredakteur Max Mannhart wurde das Team von einer Gruppe von etwa einem Dutzend Personen verfolgt, zu Boden geworfen und wiederholt getreten. Ein Reporter, Jonas Aston, erlitt durch einen gezielten Tritt eine Kopfplatzwunde am Hinterkopf, während er am Boden lag. Ein weiteres Teammitglied, Marius Marx, erlitt Schürfwunden. Der Angriff endete erst, als die Polizei am Tatort in der Nähe der Straße des Friedens/Gustav-Adolf-Platz eintraf.
Drei Apollo-News-Reporter wurden von einer Antifa-Demo in Erfurt weggejagt und verprügelt.
Wir wurden plötzlich von einer Gruppe von bestimmt 50 Leuten gejagt. Sie haben uns mehrfach zu Fall gebracht. Wir haben versucht, zu rennen, um in Sichtweite der Polizei in der Friedensstraße zu kommen. Das hat geklappt, sodass die Polizei den Angriff stoppen konnte. Ein Kollege von uns wurde, während er am Boden lag, mehrfach gegen den Kopf getreten.
Verletzungen und medizinische Versorgung
Alle drei Teammitglieder wurden verletzt. Aston erlitt eine Kopfplatzwunde, Marx Schürfwunden und der dritte Reporter Prellungen. Sanitäter versorgten sie vor Ort, bevor sie sich zur weiteren Untersuchung selbst ins Krankenhaus fuhren, insbesondere um schwerwiegendere Kopfverletzungen auszuschließen. Mannhart bezeichnete den Vorfall als "einen wirklich herausragenden Angriff auf die Pressefreiheit".
Polizei und andere Vorfälle
Die Erfurter Polizei hat den spezifischen Angriff auf Apollo News noch nicht bestätigt, obwohl in sozialen Medien kursierende Videos ihn offenbar zeigen. Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass zwei Journalisten durch Flaschenwürfe aus einer Menschenmenge verletzt worden seien; einer wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Die Behörden machten keine Angaben dazu, für welche Medien diese Reporter arbeiteten. Separate Videos zeigten zudem, wie Reporter der konservativen Zeitung Junge Freiheit während eines Protests auf einer Autobahn umzingelt und eingeschüchtert wurden.
Hintergrund der Proteste
Die Angriffe ereigneten sich im Rahmen von Massendemonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag. Zehntausende Demonstranten versuchten, die Anreise der Delegierten mit Sitzblockaden auf Stadtstraßen, Autobahnen und Bundesstraßen zu behindern. Der gesamte AfD-Bundesvorstand hatte die Nacht in einem Hotel auf dem Messegelände verbracht, die übrigen Delegierten reisten bereits ab 4 Uhr morgens an, sodass der Parteitag planmäßig um 10 Uhr beginnen konnte.


