Der 29-jährige Joshua Wong bekannte sich am 2. September 2026 vor dem Obersten Gerichtshof von Hongkong der Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften schuldig und muss mit Strafen zwischen drei Jahren und lebenslanger Haft rechnen.
Die Staatsanwaltschaft führte Treffen mit den US-Politikern Nancy Pelosi und Marco Rubio zwischen 2016 und 2020 sowie die Koordination mit dem im Exil lebenden Aktivisten Nathan Law an, um ausländische Sanktionen zu erwirken.
Wong befindet sich seit September 2020 in Haft und verbüßt derzeit eine vierjährige und achtmonatige Haftstrafe wegen Subversion, die im Januar 2027 enden sollte.
Der Verteidiger bat das Gericht, die Strafe auf drei bis zehn Jahre zu begrenzen, und erklärte, Wong habe sein Verhalten im Gefängnis reflektiert und plane, sich um seine Eltern zu kümmern.
Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat sich am 2. September 2026 der Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften nach dem Nationalen Sicherheitsgesetz Pekings schuldig bekannt. Der 29-Jährige erschien in einem blauen Hemd vor dem Obersten Gerichtshof von Hongkong und legte sein Geständnis im Rahmen seines zweiten Verfahrens wegen Verstoßes gegen die nationale Sicherheit ab. Nach dem Gesetz drohen bei einer Verurteilung wegen Kollaboration mit dem Ausland drei bis zehn Jahre Haft, während als besonders schwerwiegend eingestufte Fälle mit lebenslanger Haft bestraft werden können. Wong befindet sich seit Ende 2020 in Haft und ist damit der einzige Aktivist in der Sonderverwaltungszone, der zweimal nach dem im Juni 2020 erlassenen Nationalen Sicherheitsgesetz angeklagt wurde.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, Wong habe zwischen Juli und November 2020 mit dem im Exil lebenden ehemaligen Abgeordneten Nathan Law und anderen Personen zusammengearbeitet, um ausländische Sanktionen, Handelsblockaden und feindselige Maßnahmen gegen Hongkong und das chinesische Festland zu erwirken. Die Anklage legte Beweise für internationale Kontakte vor, die zwischen 2016 und 2020 stattfanden, darunter Treffen in den Vereinigten Staaten mit Nancy Pelosi und Marco Rubio sowie diplomatische Besuche in Deutschland und Italien. Die Anklageschrift führte auch Bemühungen auf, die Lieferung von Ausrüstung zur Aufstandsbekämpfung an die lokale Polizei zu stoppen, sowie eine Kampagne, die die israelische Firma Cellebrite dazu veranlasste, Spionageverträge mit der Strafverfolgungsbehörde Hongkongs zu kündigen. Während Law vom Vereinigten Königreich aus Lobbyarbeit im Ausland betrieb, erklärte die Staatsanwaltschaft, dass Wong die Kampagne von Hongkong aus durch Medieninterviews und Online-Beiträge unterstützte.
„Joshua hatte kaum Alternativen. Was mich am heutigen Tag sehr bestürzt, ist die Tatsache, dass er sich überhaupt schuldig bekennen musste.“
Wong wurde 2011 als Schülerorganisator bekannt, als er im Alter von 14 Jahren die Gruppe Scholarism gründete und 2012 eine Kampagne anführte, die 100.000 Demonstranten anzog und die Behörden dazu zwang, einen geplanten Lehrplan zur nationalen Bildung zurückzuziehen. 2014 war er im Alter von 17 Jahren eine zentrale Figur der Straßenbesetzungen der Umbrella-Bewegung, die allgemeines Wahlrecht forderte, und erschien später auf dem Cover des Time Magazine. Nach den massiven prodemokratischen Protesten im Jahr 2019 verhängte Peking am 1. Juli 2020 das Nationale Sicherheitsgesetz. Wong wurde im September 2020 festgenommen und erhielt eine erste Haftstrafe von einem Jahr und einem Monat. Im November 2024 verurteilte ihn ein Gericht wegen Subversion zu vier Jahren und acht Monaten Gefängnis, nachdem er sich zusammen mit anderen Angeklagten im Hongkong-47-Prozess im Zusammenhang mit inoffiziellen Vorwahlen zur Legislative 2020 schuldig bekannt hatte.
Wongs derzeitige Haftstrafe sollte im Januar 2027 enden, doch die neue Verurteilung verlängert seine voraussichtliche Inhaftierung. Vor Gericht beantragte Wongs Rechtsbeistand eine richterliche Gnadenentscheidung und bat das Gericht, die Strafe auf drei bis zehn Jahre zu begrenzen, anstatt eine lebenslange Haft zu verhängen. Die Verteidigung erklärte, Wong habe seine Zeit im Gefängnis genutzt, um über sein Handeln nachzudenken, und hoffe, nach seiner Entlassung für seine Eltern sorgen zu können. Menschenrechtsgruppen und Rechtsbeobachter wiesen darauf hin, dass sich die Anklage weitgehend auf Aktivitäten stützte, die vor Inkrafttreten des Nationalen Sicherheitsgesetzes durchgeführt wurden. Der Filmemacher Andrew Duncan, der 2017 eine Dokumentation über Wong drehte, erklärte, die Strafverfolgung solle eine breitere zivile Beteiligung abschrecken. Das Gericht wird das endgültige Urteil zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.
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Der prominente Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat sich einer Anklage wegen Verschwörung gegen die nationale Sicherheit schuldig bekannt und muss nach sechs Jahren Haft mit einer möglichen lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, Deutsche Welle, de Volkskrant und weiteren Medien. Geändert .