
Algerien dreht Rückstand gegen Jordanien und bleibt in WM-Gruppe J im Rennen
Algerien drehte in Santa Clara einen Rückstand und besiegte Jordanien mit 2:1, schaltete die Turnier-Neulinge aus und zog mit Österreich in Gruppe J gleich (drei Punkte).
Spielbericht
Algerien dominierte den Ballbesitz (72 % zu 28 %), geriet aber in der 36. Minute in Rückstand, als Nizar Al-Rashdan einen losen Ball nach einem Ballverlust in der Abwehr ins Tor hämmerte. Torwart Luca Zidane bekam noch eine Hand dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern. Die Wüstenfüchse hatten zuvor bereits Chancen herausgespielt, Kapitän Riyad Mahrez vergab zwei Alleingänge.
Aufholjagd in der zweiten Halbzeit
Trainer Vladimir Petkovic brachte in der Pause Nabil Bentaleb und Nadhir Benbouali, was die Intensität steigerte. Der Ausgleich fiel in der 69. Minute: Mahrez trat eine Ecke, und Benbouali stieg über der jordanischen Abwehr auf und köpfte den Ball ins Eck. Dreizehn Minuten später sorgte eine weitere Ecke für Chaos, und Amine Gouiri nutzte eine Abpraller und schob den Siegtreffer aus kurzer Distanz über die Linie – was bei den algerischen Fans hinter dem Tor im Levi's Stadium Jubel auslöste.
Wir hatten die mentale Stärke, zurückzukommen, und ich denke, wir verbessern uns weiter. Dieser Sieg, mit Charakter und Entschlossenheit erkämpft, wird uns unheimlich guttun.
Lage in Gruppe J
Das Ergebnis brachte Algerien mit Österreich auf drei Punkte gleich, während Argentinien sich nach einem 2:0-Sieg gegen Österreich am selben Tag den Gruppensieg sicherte. Jordanien, bei seiner ersten WM-Teilnahme, ist mit null Punkten ausgeschieden, trifft aber in einem Abschiedsspiel noch auf Argentinien. Algerien und Österreich treffen am Samstag, den 27. Juni, in Kansas City aufeinander; ein Sieg würde die Nordafrikaner erstmals seit 2014 in die Runde der letzten 32 bringen. Sie könnten auch als einer der besten acht Gruppendritten weiterkommen, abhängig von anderen Ergebnissen.
- Argentinien
- 6
- Österreich
- 3
- Algerien
- 3
- Jordanien
- 0
Lawrence adoptiert die Füchse
Algeriens Basis ist Lawrence, Kansas, wo die Universitätsstadt mit 96.000 Einwohnern das Team mit Straßendekorationen, erweiterten Halal-Speisekarten und ausverkauften Public-Viewing-Partys empfangen hat. Der Empfang des Teams ging im Internet viral, und Trainer Petkovic lobte die Unterstützung, die seinen Spielern Auftrieb gegeben habe. Die lokale Unternehmerin Morgan Fellers sagte, ihr T-Shirt-Geschäft habe seine Auflagen immer wieder ausverkauft, insgesamt rund 400 bis 450 Shirts. „Es war wirklich einfach magisch, das Team und Lawrence zusammenzubringen und ihnen das Gefühl zu geben, zu Hause zu sein“, sagte sie.
Es war ein sehr schwieriges Spiel. Sie führten 1:0, aber wir haben das ganze Spiel über dominiert. In der Pause haben wir darüber gesprochen, noch mehr zu geben, aber auch geduldig zu bleiben. Dann haben wir zwei wunderschöne Tore geschossen und gewonnen. Ich denke, diese drei Punkte werden uns im nächsten Spiel helfen und uns enorm motivieren.


