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Einzelsport·vor 17 Std.

Rafa Jódar stürmt mit epischem Comeback ins Viertelfinale von Roland Garros – Swiatek scheitert in Paris

Der spanische Teenager Rafa Jódar gelang ein atemberaubendes Fünf-Satz-Comeback gegen Pablo Carreño und zog erstmals in ein Grand-Slam-Viertelfinale ein, während die viermalige Championesse Iga Swiatek überraschend in zwei Sätzen gegen Marta Kostyuk verlor.

Jódars bemerkenswerte Aufholjagd

Rafael Jódar, der 19-Jährige aus Leganés, kämpfte sich nach einem 0:2-Satzrückstand gegen seinen erfahrenen Landsmann Pablo Carreño zurück und gewann 4:6, 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 nach 3 Stunden und 41 Minuten auf dem Court Suzanne-Lenglen. Der Weltranglisten-29. verlor neun Spiele in Folge über die ersten beiden Sätze hinweg und lag im zweiten Satz bereits 0:4 zurück, bevor er die entscheidende Wende einleitete. Carreño, 34, musste am Ende des dritten Satzes wegen einer Schulterverletzung behandelt werden und konnte seine frühere Dominanz nicht aufrechterhalten.

Viele Spieler hätten sich aufgegeben und gedacht, die vierte Runde sei genug, aber ich glaubte, dass ich noch etwas mehr geben kann.

Carreños Lob und Prophezeiung

Nach dem Match zollte Carreño seinem jungen Gegner großzügigen Tribut und prophezeite, dass Jódar bald mit der Elite des Sports mithalten werde. Er erklärte, Jódar habe die Qualitäten, um in naher Zukunft Jannik Sinner und Carlos Alcaraz um die Weltranglistenführung herauszufordern.

Mit Carlos und Jannik zu konkurrieren, wird er sehr bald können. Natürlich kann er auf diesem Niveau sein. Es ist sein erstes Jahr, er ist sehr jung und hat noch viel Raum für Verbesserungen.

Ein einzigartiges Unterstützungssystem

Jódars Spielerbox hat wegen ihrer ungewöhnlichen Leere Aufmerksamkeit erregt. Nur sein Vater Rafael sitzt dort während der Matches – eine bewusste Entscheidung, die ihre gemeinsame Reise von einer Garage in Leganés auf die Profitour symbolisiert. Der junge Spanier bestätigte, dass er allein entscheide, wer in seiner Box sitze, und derzeit habe nur sein Vater dieses Recht.

Er war immer bei mir, er war meine größte Stütze seit meiner Kindheit.

Swiateks Schock-Aus

Im Damen-Einzel erlitt die Weltranglistendritte Iga Swiatek eine überraschende 7:5, 6:1-Niederlage gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk. Die viermalige Roland-Garros-Siegerin gab zu, dass sie angespannt und unkonzentriert gewirkt habe, was ihr frühestes Aus bei diesem Turnier seit 2019 bedeutete. Swiatek hat nun seit zwei Jahren keinen Sandplatztitel mehr gewonnen, obwohl dieser Belag einst ihre Domäne war.

Offensichtlich war es kein guter Tag im Büro. Ich war sehr angespannt, ich fühlte mich unkonzentriert. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es einen spezifischen Grund gibt und daher vielleicht eine Lösung gefunden werden kann.

Ein weit offenes Turnier

Die Überraschungen haben die Auslosungen ungewöhnlich offen gelassen. Nur Aryna Sabalenka ist noch unter den Top fünf der Damen, was garantiert, dass am Samstag eine neue Siegerin gekrönt wird. Bei den Herren ist Alexander Zverev der höchstgesetzte verbliebene Spieler, und Jódar trifft im Viertelfinale am Dienstag entweder auf Zverev oder den niederländischen Qualifikanten Jesper De Jong. Jódar ist der achte männliche Spieler unter 20 Jahren in diesem Jahrhundert, der das Achtelfinale von Roland Garros erreicht hat, und reiht sich damit in die Liste von Namen wie Federer, Nadal, Djokovic, Alcaraz und Sinner ein.

Schlüsselmomente im Match Jódar gegen Carreño
  1. Match beginnt auf Court Suzanne-Lenglen.
  2. Carreño gewinnt ersten Satz 6:4, nachdem Jódar 4:1 führte.
  3. Carreño holt zweiten Satz 6:4, lag zeitweise 4:0 vorne.
  4. Jódar dominiert dritten Satz 6:1; Carreño erhält Schulterbehandlung.
  5. Jódar gewinnt vierten Satz 6:2.
  6. Jódar vollendet Comeback mit 6:2 im fünften Satz nach 3h41m.
Paris

8 Quellen

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