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Einzelsport·vor 1 Std.

Rafa Jódar, 19, kämpft sich nach 2:0-Satzrückstand zurück und erreicht erstes Grand-Slam-Viertelfinale in Roland Garros, nachdem Carreños Schulter nachgibt

Der spanische Teenager Rafa Jódar kämpfte sich nach einem 0:2-Satzrückstand zurück und besiegte seinen Landsmann Pablo Carreño mit 4-6, 4-6, 6-1, 6-2, 6-2, nachdem Carreño während des Spiels eine Schulterverletzung erlitt, und erreichte damit sein erstes Grand-Slam-Viertelfinale.

Ein Generationenduell auf dem Suzanne Lenglen

Rafa Jódar, ein 19-Jähriger aus Madrid, traf im spanischen Achtelfinale von Roland Garros auf den 34-jährigen ehemaligen Weltranglistenzehnten Pablo Carreño. Jódar bestritt erst sein zweites Grand-Slam-Turnier, während Carreño nach einer langen Verletzungszeit sein erstes Achtelfinale bei einem Major seit 2020 spielte. Das Match dauerte etwa drei Stunden und 42 Minuten und verlief dramatisch über fünf Sätze.

Carreños frühe Dominanz

Carreño startete langsam und lag im ersten Satz 1:4 zurück, als Jódars Aggressivität und Power das Spiel bestimmten. Doch der Asturier blieb geduldig, verlängerte die Ballwechsel und drehte den Satz. Er breakte dreimal zum 6:4 und wiederholte das Ergebnis im zweiten Satz, wobei er zwischenzeitlich neun Spiele in Folge gewann. Jódar zeigte sich sichtlich frustriert und warf seine Kappe weg, als er im zweiten Satz 0:3 zurücklag.

Ich genieße es sehr, ich hoffe, die Schulter hält und mein Körper lässt mich spielen.

Der Wendepunkt: Carreños Schulter versagt

Mitten im dritten Satz spürte Carreño einen Ruck in der rechten Schulter – beschrieben als ein Klicken oder Schnappen. Er ließ sich vom Physiotherapeuten behandeln und nahm Medikamente, aber der Schmerz ließ nicht nach. Von diesem Moment an konnte er keine langen Ballwechsel mehr führen. Jódar nutzte die Gelegenheit, breakte zweimal zum 6:1 im dritten Satz und zweimal zum 6:2 im vierten.

Wendepunkte des Matches
  1. Jódar eilt im ersten Satz zu einer 4:1-Führung
  2. Carreño gewinnt neun Spiele in Folge, holt die ersten beiden Sätze mit 6:4, 6:4
  3. Carreño spürt mitten im dritten Satz einen Ruck in der Schulter; wird behandelt
  4. Jódar gewinnt den dritten Satz mit 6:1, dann den vierten mit 6:2
  5. Jódar beendet den fünften Satz mit 6:2 und gewinnt das Match nach 3h42m

Jódar macht den Deckel drauf

Im entscheidenden fünften Satz behielt Jódar seinen Schwung bei, sicherte sich zwei weitere Breaks und schloss den Satz mit 6:2 ab. Sein Aufschlag verbesserte sich nach einem holprigen Start deutlich: Er beendete das Match mit 67% ersten Aufschlägen und gewann 68% der Punkte bei seinem ersten Aufschlag, wobei er 10 von 18 Breakbällen abwehrte. Der Sieg macht ihn zum vierten spanischen Mann, der vor seinem 20. Lebensjahr ein Viertelfinale in Roland Garros erreicht, nach Albert Costa, Rafael Nadal und Carlos Alcaraz.

Carreños schmerzhafter Weg

Carreños Karriere wurde durch eine Verletzungskaskade behindert – Ellbogen, Oberarm und nun die Schulter. Er fiel auf Platz 1.049 der Weltrangliste zurück und verbrachte einen Großteil des letzten Jahres auf der Challenger-Tour. Kurz vor Roland Garros gab er bei einem Challenger-Turnier in Valencia wegen Schulterproblemen auf. Trotz der Niederlage verließ er unter Applaus den Platz, nachdem er der Tenniswelt seine Klasse gezeigt hatte.

Ein Video zu sehen, wie mein Sohn einen Schläger hält, während er mir beim Spielen zusieht… das hat all das hier wert gemacht.

Wie es weitergeht

Jódar trifft im Viertelfinale am Dienstag auf dem Court Philippe-Chatrier auf den Sieger des Spiels zwischen Alexander Zverev und Jesper De Jong. Da Carlos Alcaraz fehlt und die Topgesetzten Jannik Sinner und Novak Djokovic bereits ausgeschieden sind, hat sich das Tableau geöffnet. Die spanischen Medien bezeichnen Jódar bereits als Titelkandidaten, obwohl Zverev weiter als Favorit gilt.

Paris

5 Quellen

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