
„Oh Gott, er hat einen Schlaganfall“: Jill Biden erinnert sich an ihre Angst während des desaströsen TV-Duells ihres Mannes gegen Trump 2024
Die frühere First Lady Jill Biden hat enthüllt, dass sie befürchtete, ihr Mann, der damalige Präsident Joe Biden, erleide während seines verheerenden TV-Duells gegen Donald Trump im Juni 2024 einen Schlaganfall – einen Moment, den sie, wie sie sagt, weder zuvor noch danach je bei ihm erlebt habe.
Ein Albtraum-Duell
Am 27. Juni 2024 betrat Präsident Joe Biden in Atlanta die Bühne zum ersten Präsidentschafts-Wahlkampf-Duell gegen den früheren Präsidenten Donald Trump. Statt die Wähler von seiner Fitness für eine zweite Amtszeit zu überzeugen, löste Bidens Auftritt Alarm aus. Er sprach mit heiserer Flüsterstimme, verhaspelte sich, starrte ausdruckslos in die Kamera und erklärte an einer Stelle sinnentleert, seine Regierung habe „endlich Medicare besiegt“.
Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe so noch nie gesehen – weder vorher noch nachher – nie. Seitdem habe ich ihn nie wieder so erlebt.
Jill Bidens Angst
In einem Interview mit CBS News‘ Sunday Morning, das am 1. Juni in voller Länge ausgestrahlt wird, beschrieb die frühere First Lady ihre unmittelbare Reaktion, als sie ihren Mann auf der Bühne sah. Sie erinnert sich, dass sie bei seinem Kämpfen sofort an einen medizinischen Notfall dachte.
Als ich es sah, dachte ich: Oh Gott, er hat einen Schlaganfall. Und das hat mir eine Höllenangst eingejagt.
Jill Biden, die lange eine der engsten Beraterinnen des Präsidenten war, wehrte sich gegen die – von demokratischen Kritikern monatelang wiederholte – Erzählung, sie habe die Öffentlichkeit vor Beweisen für seinen geistigen Verfall abgeschirmt. In ihren Memoiren „View From the East Wing“, die am 2. Juni erscheinen, schreibt sie, sie habe Joe noch nie in einem solchen Zustand erlebt und er sei privat nicht zu Verwirrtheit geneigt.
Eine Präsidentschaft in Trümmern
Die Folgen der Debatte waren rasant. Demokratische Strategen gerieten in Panik, und Parteiführer, Spender und Kommentatoren forderten offen Bidens Rückzug. Weniger als einen Monat später beendete er seine Wiederwahlkampagne und unterstützte Vizepräsidentin Kamala Harris, die schließlich im November 2024 gegen Trump verlor. Die Episode legte lange schwelende Bedenken über Bidens Alter und Gesundheit offen und wurde zu einem prägenden Moment des Wahlkampfs 2024.
Es ist Joes und Jills Entscheidung. Das wiederholten wir alle wie ein Mantra, als wären wir alle hypnotisiert. War es Anstand oder Rücksichtslosigkeit? Im Nachhinein glaube ich, es war Rücksichtslosigkeit.
Folgen und Reflexion
Die Bidens sehen sich anhaltender Kritik ausgesetzt, weil sie sich der Realität des Zustands des Präsidenten nicht früher gestellt haben. Die Enthüllungen dieser Woche kommen zu einer Zeit, in der die Demokratische Partei weiterhin mit den Folgen der Niederlage von 2024 zu kämpfen hat, einschließlich einer unvollständigen internen Nachlese, die die Frage nach Bidens Alter bemerkenswerterweise vermeidet.
- Biden-Trump-Debatte in Atlanta; Auftritt weithin verrissen
- Auszüge aus Jill Bidens CBS-Interview und Memoiren veröffentlicht
- Vollständiges CBS-Sunday-Morning-Interview wird ausgestrahlt
- Jill Bidens Memoiren „View From the East Wing“ erscheinen
Jill Bidens Memoiren und das CBS-Interview drohen, alte Wunden in der Partei wieder aufzureißen, während ihre Führung nach einem Weg in Trumps zweiter Amtszeit sucht. Ihr Bericht zeichnet zusammen mit früheren Büchern von Harris und dem Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, das Bild einer Präsidentschaft, die unter den grellen Scheinwerfern eines einzigen, verheerenden TV-Duells auseinanderfiel.


