
Tschechische Gripen-Jets fangen funklose Cessna ab – Flughäfen in Polen stellen Flugbetrieb ein
Tschechische Kampfjets haben am Montag eine nicht reagierende Cessna 185 auf dem Weg nach Krakau abgefangen, was zu einer 30-minütigen Einstellung des Flugbetriebs auf den Flughäfen Krakau und Kattowitz führte.
Abfang durch tschechische Kampfjets
Fluglotsen und Militärbehörden haben am Montagnachmittag den Flugbetrieb in Südpolen eingestellt, nachdem der Kontakt zu einem kleinen Zivilflugzeug verloren gegangen war. Das Flugzeug, eine Cessna 185, war von Ungarn aus mit einem Flugplan nach Suwałki im Nordosten Polens gestartet. Während des Überflugs über der Slowakei brach der Pilot jeglichen Funkkontakt mit den örtlichen Flugverkehrskontrollstellen ab. Da der Pilot nicht auf wiederholte Versuche zur Wiederherstellung der Kommunikation reagierte und die Flugbahn sich der polnischen Grenze näherte, wurden militärische Abwehrprotokolle aktiviert.
Ein Paar tschechischer JAS-39-Gripen-Kampfjets im Einsatz wurde losgeschickt, um das nicht reagierende Leichtflugzeug abzufangen. Die Militärjets fingen das Flugzeug ab und eskortierten es direkt zum Flughafen Krakau-Balice, wo es sicher landete. Auch polnische Luftwaffenjets wurden während des Einsatzes in erhöhte Bereitschaft versetzt, doch die polnischen Militärbehörden bestätigten, dass ihre Flugzeuge nicht starten mussten. Der Sprecher des Operativen Kommandos, Oberstleutnant Jacek Goryszewski, beschrieb die militärische Eskorte als Standard-Sicherheitsmaßnahme.
Der Flugverkehr musste aufgrund des Kontaktverlusts zu einem der kleinen Zivilflugzeuge eingestellt werden, aber der Kontakt wurde bereits wiederhergestellt. Aus Sicherheitsgründen musste dieses Flugzeug abgefangen werden. Die Situation ist geklärt, bald wird alles wieder normal.
Störungen an den Regionalflughäfen
Die Luftraumschließung dauerte etwa 30 Minuten zwischen 14:50 und 15:20 Uhr Ortszeit am Montag. Das Verteidigungsministerium ordnete den sofortigen Stopp des Flugverkehrs auf den Flughäfen Krakau-Balice und Kattowitz-Pyrzowice an, die beide zivile und militärische Funktionen erfüllen. Abfliegende Passagierflugzeuge wurden angewiesen, auf den Rollfeldern und Startbahnen zu warten, während ankommende Flüge in Warteschleifen gingen.
Wir wurden über diese Entscheidung vom Verteidigungsministerium informiert.
Der vorübergehende Stopp unterbrach den planmäßigen Passagierverkehr, der aus verschiedenen europäischen Zielen nach Polen zurückkehrte. Kommerzielle Flüge, die kurz nach 15:00 Uhr in Warteschleifen gezwungen wurden, umfassten Ankünfte aus Rimini, Palermo, Burgas und Lyon. Mindestens ein ankommender Flug nach Kattowitz konnte bis zur Wiedereröffnung nicht in der Warteschleife bleiben und wurde zum Flughafen Breslau umgeleitet. Die Polnische Flugsicherungsbehörde bestätigte, dass die Beschränkungen kurz nach der Landung der Cessna in Krakau aufgehoben wurden, sodass der normale Verkehr im südpolnischen Luftraum wiederhergestellt wurde.
- Flugbetrieb auf den Flughäfen Krakau und Kattowitz nach Anordnung des Verteidigungsministeriums eingestellt
- Ankommende Flüge gehen in Warteschleifen, während tschechische Gripen-Kampfjets die funklose Cessna eskortieren
- Cessna landet sicher in Krakau-Balice, Luftraumbeschränkungen aufgehoben
- Einsatzkommando der Streitkräfte bestätigt Wiederherstellung des Funkkontakts und Normalisierung des Betriebs
Flugroute und Herkunft des Flugzeugs
Der abgefangene Flug bewegte sich entlang eines geplanten internationalen Korridors zwischen Ungarn und Suwałki. Gemäß den Standardvorschriften der Luftsicherheit erfordert der vollständige Verlust des Funkkontakts mit einem Zivilflugzeug eine Sichtprüfung durch Kampfflugzeuge, um eine mögliche Handlungsunfähigkeit im Cockpit oder Sicherheitsbedrohungen zu beurteilen. Die Behörden bestätigten, dass die Luftraumschließung nicht mit geplanten Militärübungen zusammenhing.
Offizielle Stellungnahmen enthielten unterschiedliche Angaben zur Registrierung der Cessna. Die Polnische Flugsicherungsbehörde gab an, das abgefangene Flugzeug sei in Estland registriert. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Janusz Sejmej, erklärte jedoch, das Flugzeug habe tschechische Kennzeichen getragen und sei mehrere Dutzend Minuten vor dem Abfangen ohne Funkkontakt gewesen. Nachdem der Pilot in Krakau gelandet war und den Kommunikationsausfall den Bodenbehörden erklärt hatte, kehrte der Flughafenbetrieb ohne weitere Störungen zu den normalen Abläufen zurück.


