
Jay-Z eröffnet Yankee-Stadium-Residenz mit 30-jährigen Jubiläumsshow von 'Reasonable Doubt', begleitet von Beyoncé, Nas und Blue Ivy
Der Rapper aus Brooklyn spielte am Freitagabend sein Debütalbum von 1996 in voller Länge vor einem ausverkauften Publikum von rund 45.000 Menschen – das erste von drei Jubiläumskonzerten im Stadion der Bronx.
Atmosphäre der Eröffnungsnacht
Tausende Fans füllten am Freitagabend die Straßen rund um das Yankee Stadium und überforderten den Verkehr auf dem Grand Concourse, der River Avenue und der 161st Street. Händler verkauften Nüsse auf den Gehwegen, während ein DJ New Yorker Klassiker mischte, um die Spannung vor den ersten Tönen zu steigern. Im Inneren war die Bühne spartanisch gehalten, mit einer riesigen 2.952 Quadratfuß großen Leinwand, die das gesamte Außenfeld überspannte, begleitet von einer 10-köpfigen Band und einem 18-köpfigen Streichorchester.
Die Eröffnungssequenz
Beyoncé eröffnete die Show, erschien in einem gestreiften New-York-Yankees-Trikot und sang den Hook von „Can't Knock the Hustle“ – sie sprang für Mary J. Blige ein, die in dieser Nacht ihre Las-Vegas-Residenz hatte. Jay-Z, in Schwarz gekleidet und später nur mit einem weißen T-Shirt und einer marineblauen Yankees-Kappe, richtete sich direkt an das 50.000 Zuschauer fassende Publikum: „New York City, was geht. So startet man das, oder?“ Dann legte er den Zweck des Abends klar: „Wir spielen Reasonable Doubt.“
Ich weiß, es sind ein paar Leute hier wegen der Stimmung, aber heute Abend spielen wir Reasonable Doubt.
Album-Performance und Gastauftritte
Das Set durchlief Reasonable Doubt fast vollständig in der Originalreihenfolge, begleitet von einer Live-Band und flankiert von Fans, die auf Tribünen zu beiden Seiten der Bühne saßen. Blue Ivy Carter trat ans Klavier für eine Interpretation von „Feelin' It“. Memphis Bleek traf mit Jay für „Coming of Age“ wieder zusammen, während sein früher Mentor Jaz-O für „Bring It On“ dazukam. Der ehemalige Rivale Nas betrat die Bühne für ein Medley, das „Dead Presidents“ mit „The World Is Yours“ und „New York State of Mind“ verband – ein Zeichen des gegenseitigen Respekts, den die beiden einst verfeindeten MCs über die Jahrzehnte entwickelt haben. Alicia Keys krönte einen der größten Momente des Abends mit ihrem Billboard-Hot-100-Nummer-eins-Hit „Empire State of Mind“.
Das Statement-Stück in einer Jay-Z-Show ist Jay-Z. Es geht mehr ums Geschichtenerzählen als um Bühnendesign.
Produktions- und Designphilosophie
Statt auf Feuerwerk oder aufwändige Bühneneffekte zu setzen, verließ sich die Produktion auf eine breite, kinoreife Leinwand, die frühe Aufnahmen von Jay, Ausschnitte von Mike Tyson und ein Video von Beyoncé, die ihm auf den Tribünen des Yankee Stadium die Haare flocht, zeigte. Das Kreativteam unter der Leitung von Willo Perron behandelte die Show als erzählerischen Bogen und nicht als Spektakel. Das Album, das 1996 in der ersten Woche nur 43.000 Exemplare verkaufte, ist seitdem ein Prüfstein für Hip-Hop-Erzählkunst geworden, und die Setlist ehrte diesen Bogen, indem sie Ausschnitte aus anderen Hits einflocht, darunter „Ain't No N***a“ in „Excuse Me Miss“.
Ein Freestyle und namhafte Gäste
Jay wechselte mitten in der Show den Ton mit einem scharfen neuen Freestyle, der sich gegen Kritiker seines jüngsten Target-Deals richtete, und überraschte das Publikum mit einem ungeplanten Moment der Trotzigkeit. Unter den Zehntausenden Besuchern waren LeBron James, Megan Thee Stallion, Tobey Maguire, Leonardo DiCaprio, DJ Khaled, Swizz Beatz und Knicks-Stürmer OG Anunoby. Das Konzert ist das erste von drei Nächten: Freitag das Reasonable-Doubt-Jubiläum, Samstag die Blueprint-25-Jahr-Jubiläumsshow und eine dritte Vorstellung am Sonntag, die nach den ersten beiden ausverkauften hinzugefügt wurde und als „Extra Innings“ angekündigt ist.
Die Tickets für diese Veranstaltung haben sich so schnell verkauft wie noch nie in meiner Erfahrung.
Was als Nächstes kommt
Die Yankee-Stadium-Residenz wird am Samstag mit dem Blueprint-Jubiläum und am Sonntag mit der Bonus-Show „Extra Innings“ fortgesetzt. Die Setlist und die Gastaufstellung für diese Nächte sind noch nicht bekannt gegeben. Die Reihe fällt in einen Sommer, der bereits dicht ist mit New Yorker Kulturmomenten, darunter die Weltmeisterschaft und die Hochzeit von Taylor Swift und Travis Kelce im Madison Square Garden, und kurz nachdem die Knicks die NBA-Meisterschaft gewonnen haben, was „Empire State of Mind“ eine zusätzliche Bedeutungsebene verleiht.
- Beyoncé singt den Hook von „Can't Knock the Hustle“ und springt für Mary J. Blige ein
- Blue Ivy Carter spielt Klavier bei „Feelin' It“
- Memphis Bleek kommt für „Coming of Age“ dazu; Jaz-O tritt bei „Bring It On“ auf
- Nas erscheint für ein Medley aus „Dead Presidents“ und „New York State of Mind“
- Alicia Keys singt „Empire State of Mind“ mit Jay-Z


