
Italiens U21 gewinnt 6:2 gegen Polen in Pescara und qualifiziert sich für die EM 2027
Die Mannschaft von Silvio Baldini besiegte Polen im Stadio Adriatico mit 6:2, beendete die Gruppe E dank der Tordifferenz auf dem ersten Platz und sicherte sich damit die direkte Teilnahme an der Endrunde 2027 in Albanien und Serbien.
Entscheidender Sieg in Pescara
Italiens U21 sicherte sich am 5. Oktober 2026 mit einem 6:2 gegen Polen im Stadio Adriatico in Pescara die direkte Qualifikation für die UEFA-U21-Europameisterschaft 2027. Vor dem letzten Spiel der Gruppe E lag Polen mit neun Siegen aus neun Partien an der Spitze, sodass Italien mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen musste, um sich den Gruppensieg zu sichern. Beide Teams beendeten die Qualifikationsphase mit 27 Punkten, doch Italien sicherte sich dank der Tordifferenz den ersten Platz und umging damit die Playoffs. Die Endrunde findet im Juni 2027 in Albanien und Serbien statt.
Druck in der ersten Halbzeit und ein Treffer aus 60 Metern
Italien erspielte sich früh Chancen durch Kopfbälle von Cher Ndour und Pisilli, die beide vom polnischen Torhüter Hubert Lubik pariert wurden. Die Gastgeber gingen in der 16. Minute in Führung, als Mattia Liberali auf der rechten Seite mit Ahanor kombinierte und einen abgefälschten Ball zu Luca Koleosho brachte, der ihn mit dem Oberschenkel kontrollierte und unter die Latte schoss. In der 26. Minute bediente Koleosho Liberali nach einer kurzen Eckballvariante, und Liberali flankte auf Ndour, der zum zweiten Tor einköpfte. Liberali traf vor der Pause den Pfosten, und in der 55. Minute fing Ndour den Ball in der eigenen Hälfte ab und überlupfte Lubik aus über 60 Metern zum 3:0. Luca Lipani erhöhte vier Minuten später mit einem Linksschuss auf das 4:0, nachdem Koleosho Marcel Krajewski den Ball abgenommen hatte.
- Luca Koleosho bringt Italien mit einem Schuss unter die Latte in Führung
- Cher Ndour köpft nach einer Flanke von Mattia Liberali das zweite Tor für Italien
- Cher Ndour trifft aus über 60 Metern und baut die italienische Führung auf 3:0 aus
- Luca Lipani erzielt am kurzen Pfosten das vierte Tor für Italien
- Mikolajewski erzielt das erste Tor für Polen
- Seydou Fini erzielt das fünfte Tor für Italien
- Zewlakow verwandelt einen Elfmeter für Polen
- Luigi Cherubini erzielt vom Strafraumrand das sechste Tor für Italien
Polnische Antworten und sofortige italienische Reaktionen
Polen verkürzte in der 65. Minute durch Mikolajewski, doch Italien stellte den Vier-Tore-Vorsprung sechzig Sekunden später wieder her, als Seydou Fini auf dem rechten Flügel einen Verteidiger aussteigen ließ und mit einem Linksschuss traf. In der 85. Minute verwandelte Polen einen von Zewlakow getretenen Elfmeter und verkürzte auf 5:2. Italien antwortete erneut innerhalb einer Minute, als Luigi Cherubini von der linken Seite zwei Verteidiger umdribbelte und aus dem Stand am Strafraumrand den Ball in den Winkel schlenzte. Dem Sieg war wenige Tage zuvor ein knapper 1:0-Auswärtssieg gegen Armenien vorausgegangen, den Italien mit einem Tor in der 95. Minute errungen hatte.
Emotionale Szenen und Reaktionen des Verbands
Der Sieg löste auf der Bank emotionale Reaktionen bei Italiens Trainer Silvio Baldini aus, der im Juli seine 38-jährige Tochter Valentina verloren hatte und zuvor Pescara in die Serie B geführt hatte. Nach dem Schlusspfiff lobte Baldini seine Mannschaft für ihren Einsatz während des Länderspielfensters.
Das sind besondere, außergewöhnliche Jungs, und sie verdienen diese Genugtuung.
Der Präsident des Italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò, würdigte die Mannschaft und den Trainerstab für ihre Gruppenphase.
Die Qualifikation für die Europameisterschaft und der erste Platz in der Gruppe, errungen mit einem so klaren Ergebnis, sind eine große Genugtuung für die gesamte FIGC und für den italienischen Fußball.
Italiens Team-Generaldirektor Claudio Ranieri, der das Spiel in Pescara verfolgte, erklärte, der Qualifikationsverlauf zeige, dass junge Talente Zeit und Vertrauen brauchen, um sich zu entwickeln.


