Kurz gefasst
Die Altersrente verschiebt sich zum 1. Januar 2027 auf 67 Jahre und einen Monat, und für den Vorruhestand sind 42 Jahre und ein Monat Beiträge für Männer und 41 Jahre und 11 Monate für Frauen nötig.
Der Koeffizient mit 67 Jahren sinkt auf 5,514 und mit 68 Jahren auf 5,707, während der Vorruhestand mit 64 von 5,086 im Zweijahreszeitraum 2025–2026 auf 5,009 fällt.
Bei einem Beitragsguthaben von 300.000 Euro schätzt La Stampa, dass die Bruttomonatsrente mit 67 von 1.294 Euro auf 1.272 Euro sinkt.
- 16.10.Ministerialdekret mit den neuen Koeffizienten für 2027 und 2028 datiert auf den 16. Oktober
- 20.10.Tabellen auf der Website des Arbeitsministeriums veröffentlicht
- 1.01.Altersrentenalter steigt auf 67 Jahre und einen Monat; neue Koeffizienten gelten für neue Renten
- 2028Altersrentenalter steigt auf 67 Jahre und drei Monate
Ein Monat später in Rente ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 gehen Menschen, die nach der Regelaltersgrenze in Rente gehen, einen Monat später in den Ruhestand als 2026, nämlich mit 67 Jahren und einem Monat. Auch der beitragsbasierte Vorruhestand verschiebt sich um einen Monat, auf 42 Jahre und einen Monat Beiträge für Männer und 41 Jahre und 11 Monate für Frauen. Für Frühausstiege im privaten Sektor gilt ein Wartefenster von drei Monaten, im öffentlichen Sektor von fünf Monaten. 2028 steigen die Anforderungen erneut: Dann erreicht die Altersrente 67 Jahre und drei Monate, und für den Vorruhestand sind 43 Jahre und ein Monat Beiträge für Männer und 42 Jahre und ein Monat für Frauen nötig. Die Erhöhung um einen Monat gilt für jeden Ausstiegsweg, ob Altersrente oder Vorruhestand.
Neue Koeffizienten und was sie bewirken
Das Arbeitsministerium hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium ein Dekret vom 16. Oktober 2026 erlassen, das neue Transformationskoeffizienten für 2027 und 2028 festlegt. Diese Prozentsätze wandeln das Beitragsguthaben, den sogenannten montante contributivo, in eine Jahresrente um; sie werden alle zwei Jahre anhand der vom Istat gelieferten demografischen Daten überarbeitet. Mit 67 sinkt der Koeffizient auf 5,514, mit 68 fällt er auf 5,707. ANSA und Rai nennen für den bisherigen Wert mit 67 Jahren 5,575, während Il Fatto Quotidiano und La Stampa 5,608 angeben – wie groß die Kürzung ausfällt, hängt also von der zugrunde gelegten Vergleichsbasis ab. Für den Vorruhestand mit 64 liegt der Koeffizient laut Il Fatto Quotidiano und Rai bei 5,009 gegenüber 5,086 im Zweijahreszeitraum 2025–2026. La Stampa nennt für das Alter 71 den neuen Koeffizienten 6,382.
- Alter 64 (Vorruhestand)
- 5.009 %
- Alter 67
- 5.514 %
- Alter 68
- 5.707 %
- Alter 71
- 6.382 %
Daten aus dem Artikeltext
Was ein niedrigerer Koeffizient in Euro bedeutet
La Stampa rechnet ein Beispiel mit einem Beitragsguthaben von 300.000 Euro durch, bei dem die geschätzte Bruttomonatsrente mit 67 von 1.294 Euro auf 1.272 Euro sinkt. Bei gleichem Guthaben ergeben die neuen Simulationswerte 1.156 Euro im Monat mit 64, 1.272 mit 67 und 1.473 mit 71. Die Zeitung betont, dass diese Beträge nur vergleichbar sind, wenn das Guthaben unverändert bleibt, da weiterarbeitende Menschen zusätzliche Beiträge einzahlen und ihre Rente dadurch noch höher ausfallen kann. Die neuen Koeffizienten betreffen keine bereits laufenden Renten, sondern nur neue. Am stärksten betroffen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ab 1996 eingezahlt haben, während bei Beschäftigten mit früheren Beiträgen der neue Koeffizient nur auf den Beitragsteil ihrer Rente angewendet wird. Il Messaggero macht denselben Punkt für Renten im Mischsystem und merkt an, dass die Höhe der Kürzung vom Rentenalter und vom Gewicht der Beitragskomponente abhängt.
Späterer Ausstieg als teilweiser Ausgleich
La Stampa argumentiert, dass ein Aufschub des Renteneintritts einen Teil des Rückgangs ausgleichen kann, weil ein günstigerer Koeffizient greift und weiter Beiträge auflaufen. Fanpage ordnet die Reform als Folge der steigenden Lebenserwartung ein: Steigt sie, sinken die Koeffizienten und das Rentenalter steigt zugleich. Laut derselben Berichterstattung hat die Regierung eingegriffen, weil die Lebenserwartung gestiegen ist. Die Tabellen wurden am 20. Oktober auf der Website des Arbeitsministeriums veröffentlicht, nach dem Dekret vom 16. Oktober.