
Italienische Treibstoffpreise erreichen neue Höchststände, da Autobahnbenzin 2,192 Euro pro Liter kostet
Selbstbedienungsbenzin auf italienischen Autobahnen erreichte am 12. September 2,192 Euro pro Liter, während die Regierung gezielte Entlastungsmaßnahmen vorbereitete, da die Kraftstoffsteuersenkungen am 17. September auslaufen.
Zapfsäulenpreise erreichen neue Höchststände in ganz Italien
Die Treibstoffpreise in ganz Italien stiegen am 12. September, wobei Autobahnbenzin seinen bisherigen Höchststand vom März 2022 übertraf. Daten des Preisobservatoriums des Ministeriums für Unternehmen und Made in Italy (Mimit) zeigten, dass durchschnittliches Selbstbedienungsbenzin auf gewöhnlichen Straßen bei 2,100 Euro pro Liter lag, gegenüber 2,086 Euro am 11. September. Diesel auf gewöhnlichen Straßen erreichte 2,208 Euro pro Liter, ein Anstieg von 2,193 Euro am Vortag. Auf Autobahnen stieg Selbstbedienungsbenzin von 2,176 Euro auf 2,192 Euro pro Liter und übertraf damit den bisherigen Höchststand von 2,184 Euro vom 14. März 2022. Autobahndiesel erreichte 2,285 Euro pro Liter, verglichen mit 2,268 Euro am Freitag.
- Normalbenzin
- 2.1 €/L
- Normaldiesel
- 2.208 €/L
- Autobahnbenzin
- 2.192 €/L
- Autobahndiesel
- 2.285 €/L
Marktdruck und Verbraucherreaktionen
Die Preiserhöhungen folgen den gestiegenen internationalen Rohölkosten, wobei Öl bei über 100 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Am 27. Februar, vor den Militäraktionen der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, lag gewöhnliches Selbstbedienungsbenzin bei 1,67 Euro pro Liter und Diesel bei 1,72 Euro. Die Verbraucherorganisation Unione Nazionale Consumatori berichtete, dass die eintägige Preiserhöhung auf gewöhnlichen Straßen die Kosten für eine 50-Liter-Benzinfüllung um 70 Cent und für Diesel um 75 Cent erhöhte. Die Verbraucherorganisation Codacons warnte davor, dass sich die erhöhten Transportkosten auf breitere Einzelhandelswaren und Dienstleistungen übertragen würden, und forderte die Regierung auf, den Dieselrabatt zu erhöhen und die Benzinermäßigungen wieder einzuführen.
Druck auf gewerblichen Verkehr und außernetzlichen Kraftstoff
Der Preisdruck erstreckt sich über die Tankstellen hinaus auf den außernetzlichen Kraftstoffkreislauf, der den Straßengüterverkehr, die Landwirtschaft und die Fischerei bedient. Branchenverbände in diesen Sektoren haben angesichts steigender Betriebskosten gezielte staatliche Eingriffe gefordert. Ohne den derzeitigen Verbrauchsteuernachlass von 17 Cent würde Diesel bei 2,363 Euro pro Liter liegen. Nach Angaben der Verbraucherorganisation Adusbef hielt die 17-Cent-Steuersenkung das italienische Dieselpreiswachstum bei 26 % (ein Anstieg von 44 Cent pro Liter) im Vergleich zum Niveau vor der Eskalation, unter dem EU-Durchschnitt von 30 % (55 Cent pro Liter).
Steuerliche Grenzen und die Hinwendung zu gezielter Entlastung
Zwischen dem 19. März und dem 10. September erließ die italienische Regierung acht Gesetzesdekrete und sieben Ministerialdekrete zur Senkung der Verbrauchsteuern und der damit verbundenen Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe. Die gesamten Staatsausgaben für diese Senkungen werden bis zum 17. September 2,16 Milliarden Euro erreichen. Da die verfügbaren staatlichen Mittel weitgehend vergeben sind, haben Minister festgestellt, dass pauschale Verbrauchsteuerermäßigungen überproportional wohlhabendere Verbraucher begünstigen, die größere Kraftstoffmengen kaufen. Der Ministerrat verlängerte die 17-Cent-Senkung der Dieselsteuer am 10. September bis zum 17. September, während er ein gezieltes Energiedekret für gefährdete Haushalte und kritische Sektoren ausarbeitete.
In einer Rede am Freitag zu der geplanten Gesetzgebung skizzierte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Ansatz der Regierung.
Wir möchten eine Maßnahme, die gezielter auf die Verbraucher und Nutzer mit dem größten Bedarf ausgerichtet ist. Ich bin optimistisch, dass wir bis Anfang nächster Woche, spätestens jedoch im Laufe der nächsten Woche, mit der Maßnahme ankommen werden.
- Selbstbedienungsbenzin an normalen Straßen liegt bei 1,67 Euro und Diesel bei 1,72 Euro pro Liter
- Regierung beginnt mit dem Erlass von Dekreten zur Senkung der Kraftstoffverbrauchsteuern
- Kabinett verlängert die 17-Cent-Senkung der Dieselsteuer bis zum 17. September
- Autobahnbenzin erreicht 2,192 Euro pro Liter und übertrifft das Niveau vom März 2022
- Der derzeitige 17-Cent-Nachlass auf die Dieselsteuer soll auslaufen
Die Regierung plant, die gezielten Maßnahmen vor dem Auslaufen der Dieselsteuersenkung am Donnerstag abzuschließen.


