Italien bereitet Minenräummission zur Säuberung der Straße von Hormus nach US-Iran-Friedensabkommen vor
Zwei italienische Minenjagdboote, Crotone und Rimini, liegen bereits in Dschibuti bereit, um sich einer multinationalen Anstrengung zur Neutralisierung tausender Minen anzuschließen, die die strategisch wichtige Straße von Hormus blockieren. Die Mission hängt von einem dauerhaften Waffenstillstand und der Zustimmung des Parlaments ab.
G7-Verbündete unterstützen Minenräumoperation
Während des G7-Gipfels in Évian-les-Bains verpflichteten sich Italien, das Vereinigte Königreich und Deutschland dazu, Marineeinheiten zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu entsenden. Die Meerenge, über die etwa 20 % des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt werden, wurde während der Krise mit den Vereinigten Staaten vom Iran vermint. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begrüßte die multinationale Anstrengung, betonte jedoch, dass Rom ein formelles Friedensabkommen sowie grünes Licht des Parlaments benötige.
Wir sind bereit, unseren Teil beizutragen – gemeinsam mit anderen Partnern und vorbehaltlich der notwendigen parlamentarischen Genehmigung –, um eine internationale Marinepräsenz zu unterstützen, die die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus begleitet.
Italiens Minenräumstreitkräfte
Die italienische Marine hat bereits zwei Minenjagdboote der Gaeta-Klasse, die Crotone und die Rimini, im Hafen von Dschibuti positioniert. Sie sind derzeit der EU-Mission Aspides zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer zugeteilt. Die Schiffe bestehen aus amagnetischem Glasfaserkunststoff, um das Auslösen von Seeminen zu vermeiden, und führen Sonar sowie ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge (ROVs) mit, die Sprengkörper in bis zu 600 Metern Tiefe identifizieren können. Italien betreibt zehn solcher Spezialschiffe und verfügt damit über eine der größten Minenabwehrflotten der NATO; die US Navy setzt lediglich fünf ein, und Washington fehlt die Kapazität, die Meerenge ohne europäische Hilfe zu räumen.
- Italien
- 10 Schiffe
- Vereinigte Staaten
- 5 Schiffe
Bedingungen für den Einsatz
Bevor die Mission beginnen kann, müssen noch mehrere Schritte erfolgen. Unterhändler müssen zunächst einen dauerhaften Waffenstillstand und ein Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran aushandeln. Die italienische Regierung wird dem Parlament anschließend die Details der Mission zur Abstimmung vorlegen. Nach einer Genehmigung könnten rund 500 italienische Militärangehörige, einschließlich Unterstützungspersonal des Patrouillenschiffs Raimondo Montecuccoli und der Fregatte Luigi Rizzo, in das Gebiet verlegt werden. Der Zeitplan hängt vom diplomatischen Fortschritt ab, ein Datum wurde noch nicht festgelegt.
Jahrzehntelange Erfahrung in der Minenräumung
Italiens Engagement in Hormus baut auf einer langen Tradition der maritimen Minenräumung auf. Die Marina Militare half 1974 und 1984 bei der Räumung des Suezkanals, schützte während des „Tankerkriegs“ zwischen Iran und Irak 1987–88 Öltanker und räumte nach dem Golfkrieg 1991 Minen aus den Gewässern des Persischen Golfs. Dieses institutionelle Wissen, kombiniert mit modernen autonomen Unterwasserfahrzeugen und den Kampfschwimmern des COMSUBIN, macht den Verband zu einem Schlüsselelement für die Hormus-Operation.


