Konflikte · Kiew und Rom
Italien bietet entlassenem ukrainischem Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov Beraterposten in Rom an – Entlassung löst Proteste aus
Guido Crosetto rief Mykhailo Fedorov am Tag nach dessen Entlassung durch Präsident Selenskyj an, bot ihm eine Beraterposition an und versprach neue Waffenlieferungen an Kiew. Fedorov wertete dies als Freundschaftsgeste.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Spiegel Online und watson.ch/. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Fedorov, 35, war der vierte ukrainische Verteidigungsminister seit Beginn der Großinvasion; seine Entlassung am 24. Juli löste Proteste in Kiew und Empörung in Berlin aus, und er lehnte alle von Selenskyj angebotenen Alternativposten ab.
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto rief Fedorov am Tag nach seiner Entlassung an und bat ihn, als Berater nach Rom zu kommen. Crosetto bezeichnete ihn als außergewöhnlich innovativen Politiker.
Crosetto nutzte das Interview mit La Repubblica, um neue Waffenlieferungen an die Ukraine zu versprechen und damit Italiens Rolle als wichtiger EU-Unterstützer zu bekräftigen.
Selenskyjs Kabinettsumbildung entfernte auch viele andere Minister und den Armeechef, mit dem Fedorov wiederholt aneinandergeraten war.

Entlassung löst Proteste aus
Mykhailo Fedorov, 35, wurde am 24. Juli nach nur sechs Monaten im Amt als ukrainischer Verteidigungsminister entlassen. Er war die vierte Person, die diesen Posten seit Beginn der russischen Großinvasion vor über vier Jahren innehatte. Die Entlassung, Teil einer umfassenden Kabinettsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj, brachte sofort Demonstranten auf die Straßen von Kiew, die seine Wiedereinsetzung forderten. Berichten aus Berlin zufolge, die vom Spiegel zitiert werden, löste die Entlassung auch dort Empörung aus. Fedorov lehnte alle alternativen Regierungsposten ab, die Selenskyj ihm anbot, so La Libre.be. Die Umbildung führte auch zur Entlassung vieler anderer Minister sowie des Oberbefehlshabers der Streitkräfte, mit dem Fedorov wiederholt aneinandergeraten war.
Kriegsbilanz und Popularität
Als ehemaliger Minister für digitale Transformation war Fedorov zu einem der beliebtesten Beamten der Ukraine geworden, indem er Innovationen im Drohnenkrieg vorantrieb und Korruption bekämpfte. Er revolutionierte den Einsatz unbemannter Systeme im Land, was ihm das Vertrauen der Öffentlichkeit einbrachte. Guido Crosetto, der italienische Verteidigungsminister, bemerkte später, Fedorov habe die Regeln des Schlachtfelds völlig auf den Kopf gestellt. Dennoch prägten anhaltende Konflikte mit hochrangigen Militärs seine kurze Amtszeit als Minister.
Italiens überraschendes Angebot
Am Tag nach der Entlassung telefonierte Crosetto mit Fedorov. In einem Interview mit der Tageszeitung La Repubblica sagte Crosetto, er habe gefragt:
„Wann möchten Sie nach Rom kommen, um als Berater mit mir zu arbeiten?“
Crosetto bezeichnete Fedorov als einen außergewöhnlich innovativen Politiker. Er fügte hinzu, Fedorov sei gerührt gewesen und habe den Anruf als Geste der Wertschätzung und Freundschaft verstanden.
„Er war gerührt und verstand, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war.“
Konkrete Pläne für die vorgeschlagene Beraterrolle gibt es noch nicht. Crosetto, eine führende Figur in der rechten Partei Fratelli d'Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, nutzte das Interview auch, um neue Waffenlieferungen an Kiew anzukündigen. Er argumentierte, dass derselbe Widerstand gegen Innovationen, dem Fedorov gegenüberstand, auch in Italien, Deutschland und Frankreich existiere, und dass diejenigen, die nach vorne blickten, erkennen würden, dass Innovationen mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreiten.
Politischer Hintergrund
Selenskyjs Umbildung entfernte zahlreiche Minister und signalisierte innere Spannungen innerhalb der Kriegsregierung. Der Armeechef, der häufig mit Fedorov aneinandergeraten war, wurde ebenfalls ersetzt. Fedorovs Weigerung, alternative Posten anzunehmen, und die öffentlichen Proteste spiegeln sein Ansehen wider. Das informelle Angebot Italiens unterstreicht derweil Roms Position als treuer EU-Verbündeter der Ukraine.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Mykhailo Fedorov
- Ehemaliger ukrainischer Verteidigungsminister, nach sechs Monaten entlassen, lehnte Alternativposten ab, löste Proteste aus
- Guido Crosetto
- Italienischer Verteidigungsminister, bot Fedorov einen Beraterposten in Rom an, kündigte neue Waffenlieferungen an
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine, führte eine Kabinettsumbildung durch, die Fedorov und andere Minister entfernte
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin Italiens, Vorsitzende der Partei Fratelli d'Italia
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