
Italien weist NATO-Behauptung zurück, 500 US-Kampfjets für Angriffe auf Iran stationiert zu haben – politischer Streit und iranische Vorwürfe
Premierministerin Giorgia Meloni und ihre Regierung haben die Behauptung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte zurückgewiesen, dass 500 US-Flugzeuge von italienischen Stützpunkten aus den Iran angegriffen hätten. Sie bestehen darauf, dass nur logistische Missionen erlaubt waren, während die Opposition verlangt, dass Meloni den offensichtlichen Widerspruch im Parlament erklärt.
Die Fox-News-Bombe
In einem Interview mit Fox News am 25. Juni erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass mindestens 500 amerikanische Flugzeuge von US-Stützpunkten in Italien gestartet seien, um die Operation Epic Fury gegen den Iran zu unterstützen. Er bezeichnete die Zahl als „eine enorme Sache“.
Wenn man zum Beispiel Italien nimmt: 500 amerikanische Flugzeuge starteten von den US-Stützpunkten in Italien, um Epic Fury zu unterstützen. Eine enorme Sache.
Die Äußerungen lösten in Rom sofort eine Explosion aus und entfachten eine hitzige Debatte über die Nutzung amerikanischer Stützpunkte auf italienischem Boden und die bilateralen Regeln, die diese regeln.
- Rutte sagt Fox News, dass 500 US-Flugzeuge von italienischen Stützpunkten aus zu Angriffen auf den Iran gestartet seien.
- Italienisches Verteidigungsministerium gibt Erklärung heraus, die kinetische Operationen dementiert und sagt, nur logistische Missionen seien genehmigt.
- Sprecher des iranischen Außenministeriums beschuldigt Italien und Rumänien der Mittäterschaft und fordert eine Erklärung.
- Außenminister Tajani twittert Dementi, enthüllt Telefonat mit iranischem Amtskollegen, drängt auf Wiedereröffnung von Hormus.
- Premierministerin Meloni kontaktiert Rutte, zeigt sich schockiert; koordiniert mit Verteidigungsminister Crosetto.
- Opposition fordert parlamentarische Anhörung; Meloni sagt, Regierung sei bereit, Bericht zu erstatten.
- Rutte trifft Trump im Weißen Haus, zeigt Verteidigungsausgabendiagramme, bezeichnet Trumps Iran-Strategie als ‚voll und ganz zugestimmt‘.
- Omans Außenminister erklärt, dass keine Transitgebühren in der Straße von Hormus erhoben werden.
Roms vehementes Dementi
Das italienische Verteidigungsministerium konterte und bezeichnete Rutes Worte als „völlig irreführend“. Es habe nur gewöhnliche logistische Flüge genehmigt und Washington ausdrücklich die Erlaubnis verweigert, den Luftwaffenstützpunkt Sigonella im März für Bomber zu nutzen. „Italien genehmigt ausschließlich die in den Verträgen vorgesehenen Flüge, die kinetische Aktivitäten vollständig ausschließen“, so das Ministerium.
Außenminister Antonio Tajani bekräftigte die Botschaft in den sozialen Medien.
Italien hat sich nie an einer militärischen Initiative beteiligt und niemals die Nutzung von Stützpunkten für Kriegshandlungen gegen den Iran genehmigt, unter strikter Einhaltung der Verträge mit den Vereinigten Staaten.
Premierministerin Meloni fand Rutes Darstellung „unlogisch und sinnlos“. Sie argumentierte, wenn Italien wirklich die volle Nutzung gewährt hätte, wäre die wiederholte US-Kritik an Roms mangelnder Unterstützung im Krieg sinnlos.
Es wurden nur technische und logistische Aktivitäten genehmigt, niemals operative, und in jedem Fall in Übereinstimmung mit bestehenden Abkommen.
Teheran klagt Rom und die NATO an
Das iranische Außenministerium griff Rutes Interview auf und bezeichnete es als ein „klares und überwältigendes Eingeständnis der aktiven Mittäterschaft der NATO an einem illegalen Angriffskrieg“.
Italien und Rumänien werden vom NATO-Generalsekretär ausdrücklich als Teilnehmer an der Aggression gegen den Iran genannt. Sie müssen ihren Bürgern und der Welt erklären, warum sie sich entschieden haben, an diesem offenkundigen Akt der Aggression und der Begehung von Massengräueltaten mitzuwirken.
Hormus und die Wiedereröffnung der Botschaft
Während seines Telefonats mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi forderte Tajani die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, um die Durchfahrt italienischer Frachtschiffe zu ermöglichen, die noch immer blockiert sind. „Die Wiedereröffnung der italienischen Botschaft in Teheran ist ein starkes Signal des Dialogs“, fügte er hinzu und deutete auf eine mögliche Wiederaufnahme der Wirtschafts- und Kulturbeziehungen hin.
Separat erklärte der omanische Außenminister Badr Albusaidi, dass künftige Regelungen für die Meerenge keine Transitgebühren vorsehen würden, nachdem frühere Diskussionen zwischen Maskat und Teheran über Servicekosten Besorgnis ausgelöst hatten.
Innenpolitischer Sturm
Die Opposition forderte Meloni umgehend auf, vor dem Parlament zu erscheinen. Fünf-Sterne-Chef Giuseppe Conte sagte: „Die Märchen der Regierung sind zusammengebrochen.“ Die Premierministerin antwortete, dass ihre Regierung „bereit sei, ins Parlament zu gehen und mit großer Transparenz alles zu sagen“.
Rutes Interview wird weithin als Versuch interpretiert, Präsident Trump zu zeigen, dass die NATO weiterhin nützlich ist, während das Bündnis von Abzugsdrohungen der USA bedroht ist. Der Generalsekretär traf Trump am 25. Juni im Weißen Haus und präsentierte Diagramme über die Erhöhung der europäischen Verteidigungsausgaben.
Ich stimme Präsident Trumps Strategie für den Iran voll und ganz zu.
Rutes Äußerungen überschatteten auch den E5-Gipfel in Berlin, an dem Meloni zusammen mit den Führern Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und Polens teilnahm – Rutte war per Videokonferenz zugeschaltet – um über die Ukraine und den bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara zu sprechen.


