Diplomatie · Villepinte
Frankreich schließt 12 israelische Stände auf der Rüstungsmesse Eurosatory inmitten diplomatischer Spannungen um Waffenverbot
Die französischen Behörden haben am Montag auf der Verteidigungs- und Sicherheitsmesse Eurosatory nahe Paris ein Dutzend Stände israelischer Unternehmen schließen lassen, nachdem diese gegen die Auflagen verstoßen hatten, die Exponate auf Verteidigungsausrüstung zu beschränken.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Correio da Manha, Franceinfo, France 24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Veranstalter Coges Events schloss am Eröffnungstag der Eurosatory ein Dutzend israelische Stände mit der Begründung, die Aussteller hätten die Auflagen der französischen Regierung nicht erfüllt.
Israelischen Ausstellern wurde mitgeteilt, dass sie nur Produkte im Bereich Luftverteidigung und Raketenabwehr zeigen dürften; Offensivwaffen wurden untersagt.
Das israelische Verteidigungsministerium erklärte, die Schließungen sollten israelische Technologie verbergen, während Botschafter Joshua Zarka die Behandlung als unfair bezeichnete.
Der französische militärische Abschirmdienst warnte Firmen vor Materialdiebstahl, Computerangriffen und falschen Journalisten auf der Messe, auf der Sicherheitskräfte eingesetzt werden.
Im Jahr 2024 war Israel vollständig von der Eurosatory ausgeschlossen; 2025 beschränkte die Paris Air Show in Le Bourget israelische Exponate ebenfalls auf Verteidigungssysteme.
Stände am Eröffnungstag geschlossen
Zur Eröffnung der Verteidigungs- und Sicherheitsmesse Eurosatory in Villepinte, nördlich von Paris, wurden 12 Stände israelischer Unternehmen abgesperrt. Der Veranstalter Coges Events teilte mit, die Schließungen seien zwingend erforderlich gewesen, da die Aussteller die von den französischen Behörden auferlegten Bedingungen nicht erfüllt hätten.
„Infolgedessen mussten 12 Stände geschlossen werden.“
Drei große israelische Rüstungskonzerne – Israel Aerospace Industries, Rafael und Elbit – ließen ihre Stände zwar geöffnet, stellten jedoch im Gegensatz zu Ausstellern aus anderen Nationen keine Waffenmodelle öffentlich zur Schau. Kleinere Firmen, darunter der Drohnenbatterie-Hersteller Amit Industries, fanden ihre Stände mit grauen Stoffbahnen verhüllt vor. Amit Manor, CEO von Amit Industries, erklärte gegenüber der AFP, er habe zuvor grünes Licht von französischen Beamten erhalten, bevor er über die Schließung seines Standes informiert wurde.
Französische Regeln: Nur Verteidigungsausrüstung
Die französische Regierung hatte bereits vor der Messe gewarnt, dass israelische Aussteller nur Materialien zeigen dürften, die „ausschließlich mit Luftverteidigungs- und ballistischen Raketenabwehrfähigkeiten in Zusammenhang stehen“, wie Kommissar Charles Beaudouin erklärte. Außenminister Jean-Noël Barrot sagte Anfang Juni, Frankreich erkenne das Recht Israels auf Selbstverteidigung an, habe den Organisatoren jedoch mitgeteilt, dass „nur Verteidigungsausrüstung ausgestellt werden darf“, und fügte hinzu, dass jeder Raketenhersteller von der Präsentation seiner Produkte ausgeschlossen werde.
Die Anweisung spiegelt eine Beschränkung wider, die bereits auf der Paris Air Show 2025 in Le Bourget angewandt wurde, wo israelische Firmen ebenfalls auf Luftverteidigungsprodukte beschränkt waren. Im Jahr 2024 waren alle israelischen Rüstungsunternehmen vollständig von der Eurosatory ausgeschlossen worden – ein Schritt, der mit dem Krieg in Gaza in Verbindung gebracht wurde.
Israelische Empörung und Vorwürfe unfairen Wettbewerbs
Das israelische Verteidigungsministerium bezeichnete die Schließungen als „eine zynische Maßnahme, weder fair noch überraschend“, die darauf abziele, die technologische Leistungsfähigkeit Israels vor der Welt zu verbergen. Botschafter Joshua Zarka, der einen blockierten Stand besuchte, sagte der AFP, Frankreich „verliere einen großen Anteil an diesem internationalen Markt“ und betreibe einen „unangemessenen und offen gesagt unfairen“ Wettbewerb.
„Dies ist eine zynische Maßnahme, weder fair noch überraschend, die darauf abzielt, israelische Technologie – deren Qualität sich täglich im Nahen Osten bewährt – von einer internationalen Messe auszuschließen.“
Zarka verurteilte den Schritt zudem als „eine Schande und inakzeptabel“. Israel verzeichnete im Jahr 2025 Rüstungsexporte in Rekordhöhe von 19,2 Mrd. USD, was laut dem französischen Verteidigungsminister in etwa den prognostizierten 20 Mrd. EUR Frankreichs entspricht.
Spionagewarnungen überschatten die Messe
Unabhängig davon warnte der französische militärische Abschirmdienst (DRSD) die Aussteller vor Spionagerisiken auf der fünftägigen Veranstaltung, die 2.653 Aussteller aus 65 Ländern und 330 offizielle Delegationen aus 93 Nationen anzieht. Der DRSD warnte vor Materialdiebstahl, Fernzugriffen auf Computersysteme, Telefonüberwachung und Interviews durch falsche Journalisten, die sich als Praktikanten oder ehemalige Mitarbeiter ausgeben. Wie der Kommissar bestätigte, werden Spionageabwehr-Agenten aus mehreren Ländern im Einsatz sein.
Die Warnung, über die Le Point und Radio France berichteten, ist laut den Organisatoren ein wiederkehrendes Thema auf großen Rüstungsmessen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Correio da ManhaProibido acesso a expositores israelitas em feira de armamento em França
- FranceinfoSalon mondial de l'armement : une note du ministère des Armées prévient les industriels français d'un risque d'espionnage
- France 24France shuts down dozen Israeli stands at defence trade show
- 20minutesDouze stands israéliens fermés au salon Eurosatory de la Défense
- Charles Beaudouin
- Leiter von Coges Events und Kommissar der Rüstungsmesse Eurosatory
- Joshua Zarka
- Israelischer Botschafter in Frankreich
- Jean-Noël Barrot
- Französischer Außenminister
- Amit Manor
- CEO von Amit Industries, einem israelischen Unternehmen für Drohnen- und Roboterbatterien
- Orte
- Paris
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