
Netanyahu preist Abkommen zwischen Israel und Libanon als Schlag gegen Iran und befiehlt Armee Vorbereitung auf längeren Aufenthalt im Südlibanon
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu lobte das von den USA vermittelte Rahmenabkommen mit dem Libanon als „Schlag gegen Iran und die Hisbollah“, während Verteidigungsminister Israel Katz die Armee anwies, sich auf einen längeren Aufenthalt in der südlichen Sicherheitszone vorzubereiten.
Das Abkommen
Israel und der Libanon haben am Freitag unter der Schirmherrschaft der USA ein Rahmenabkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten geschlossen. Der Pakt, den Netanyahu als historisch bezeichnete, war das Ergebnis direkter Verhandlungen zwischen den beiden Staaten. Der Ministerpräsident stellte den Deal als strategischen Rückschlag für den Iran und dessen libanesischen Stellvertreter dar.
Wir haben ein historisches Abkommen für den Staat Israel abgeschlossen, nach direkten Verhandlungen [mit dem Libanon]. Es ist ein Schlag gegen Iran und die Hisbollah.
Militärische Haltung
Verteidigungsminister Israel Katz gab am Samstag bekannt, dass die Armee angewiesen wurde, sich auf einen „längeren Aufenthalt“ in der etwa zehn Kilometer breiten Sicherheitszone vorzubereiten, die Israel auf libanesischem Gebiet kontrolliert. Er betonte, dass es keine Verlegung oder einen Rückzug geben werde, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet sei. Katz warnte zudem, dass jeder iranische Angriff, der darauf abziele, das Abkommen zu stören, mit „großer Härte“ beantwortet werde.
- Israel und der Libanon unterzeichnen ein von den USA vermitteltes Rahmenabkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten.
- Netanyahu preist den Deal als Schlag gegen Iran und die Hisbollah; Verteidigungsminister Katz befiehlt der Armee, sich auf einen längeren Aufenthalt im Südlibanon vorzubereiten.
- Der rechtsextreme Minister Itamar Ben Gvir verurteilt das Abkommen als „großen Fehler“.
- Frankreich erklärt seine Bereitschaft, zur Umsetzung des Pakts beizutragen.
Politische Reaktionen in Israel
Der rechtsextreme Nationale Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir verurteilte das Rahmenabkommen als „großen Fehler“ und argumentierte, dass der libanesische Staat die Hisbollah nicht entwaffnen werde. Getrennt davon erklärte der 76-jährige Netanyahu Reportern, er beabsichtige, im Falle eines Wahlsiegs bei den nächsten Parlamentswahlen eine breite nationale Regierung zu bilden, und distanzierte sich dabei ausdrücklich sowohl von der extremen Rechten als auch von der Linken.
Sicherlich bleiben wir vorerst auf dem Großteil des [libanesischen] Territoriums, aber der libanesische Staat wird die Hisbollah nicht entwaffnen.
Internationale Reaktion
Frankreich erklärte seine Bereitschaft, zur Umsetzung des Abkommens beizutragen. Paris forderte, dass der Text den Weg für die vollständige Wiederherstellung der libanesischen Souveränität innerhalb seiner Grenzen ebnen solle.
Frankreich ist bereit, zur Umsetzung des Rahmenabkommens beizutragen, das den Weg für die vollständige Wiederherstellung der libanesischen Souveränität ebnen sollte.

