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Heutiger Brief

Drohnen versenken Schiffe vor Bulgarien

Drohnenangriffe weiten Kriegsrisiken aus, Europa verschärft den Kurs und Märkte bestrafen Frankreich

Der Krieg in der Ukraine griff weiter auf die Handelsschifffahrt über, während Kiew sich auf einen größeren russischen Luftangriff einstellte und die Kämpfe im Roten Meer vor Jemen eskalierten. In Europa versuchten Regierungen, Institutionen gegen Sicherheitsgefahren und Marktdruck widerstandsfähiger zu machen, während Frankreich zum finanziellen Sorgenfall der Woche wurde.

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Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Gedenken an den 7. Oktober in Israel

    Trauernde hielten um 6:29 Uhr am Ort des Nova-Musikfestivals eine Schweigeminute zum dritten Jahrestag der Angriffe vom 7. Oktober ab.

  • Israelische Angriffe auf Gaza

    Sanitäter melden mindestens zwei Tote bei nächtlichen israelischen Angriffen im Gazastreifen, während die Gedenkfeiern zum 7. Oktober beginnen.

  • Russischer Raketenangriff auf Kiew

    Nächtliche Angriffe im Bezirk Darnytsia fordern mindestens zwei Todesopfer. Russische Raketen und Drohnen trafen die Verkehrsinfrastruktur in Kiew.

Im Rampenlicht

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Welt · Aktualisiert vor 12 m

Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Drohnen trafen zwei Handelsschiffe in der bulgarischen ausschließlichen Wirtschaftszone des Schwarzen Meeres, der erste derartige Angriff in den Hoheitsgewässern eines NATO-Mitglieds, was die maritime Bedrohung ausweitet.

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Konflikte·vor 15 Std.

Israel gedenkt drei Jahre nach dem 7. Oktober – Netanyahu unter neuem Druck wegen Warnungen vor dem Krieg

Am Mittwochmorgen legten Trauernde in ganz Süd-Israel Schweigeminuten ein, während neue Militärschläge Gaza trafen und die Kritik an unbeachteten Geheimdienstakten vor dem Angriff von 2023 zunahm.

Gedenkveranstaltungen im Süden Israels

Familien und Bürger in ganz Israel versammelten sich am Mittwochmorgen, um des dritten Jahrestags der Angriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 zu gedenken. Um 06:29 Uhr Ortszeit, genau in der Minute, in der der Angriff begann, neigten Trauernde auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals nahe dem Kibbuz Reim vor Porträts, die von Blumen gerahmt waren, die Köpfe zu einer Schweigeminute. Gedenkfeiern fanden in der gesamten Grenzregion statt, unter anderem im Kibbuz Kfar Aza und im Kibbuz Nir Oz. Der Angriff forderte 1.221 Todesopfer (nach mehreren offiziellen Schätzungen etwa 1.200), und 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Allein auf dem Gelände des Nova-Festivals töteten die Angreifer mindestens 370 Menschen und verschleppten 44 Geiseln. Im Kibbuz Nir Oz wurden 47 Bewohner getötet und 76 verschleppt, darunter die 22-jährige Deutsche Carolin Bohl. Ihre Mutter Sonja Bohl-Dencker beschrieb, wie der Tod ihrer Tochter sie traf:

An diesem Tag bin ich zusammengebrochen, ich habe geschrien, sehr lange und sehr laut.

— Sonja Bohl-Dencker

Anhaltende Angriffe und die Folgen der Geiselnahme

Während im Morgengrauen die Gedenkveranstaltungen stattfanden, berichteten Teilnehmer auf dem Nova-Gelände, sie hätten laute Detonationen jenseits der Grenze im Gazastreifen gehört. Israelische Luftangriffe töteten am Mittwochmorgen zwei Menschen in Gaza-Stadt; das Al-Schifa-Krankenhaus und der Zivilschutz von Gaza bestätigten, dass eines der Opfer ein freiwilliger Rettungshelfer war. Zwar kam im Oktober 2025 eine Waffenruhe zustande, als die letzten überlebenden Geiseln freigelassen wurden, doch setzt das israelische Militär seine Luftoperationen gegen militante Gruppen fort. Die palästinensischen Gesundheitsbehörden melden, dass seit Oktober 2023 zwischen 74.000 und 77.000 Bewohner im Gazastreifen getötet wurden. Die Lebensbedingungen in dem Gebiet bleiben schwierig, viele vertriebene Zivilisten leben in provisorischen Zeltlagern.

Zeitleiste der Geheimdienstwarnungen, Konfliktmeilensteine und Gedenkveranstaltungen
  1. 2023-07Ein Analyst der israelischen Einheit 8200 identifiziert eine Hamas-Übung, die dem Schlachtplan „Jericho Wall“ entspricht
  2. Ende September 2023Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed, warnt Netanyahu vor einem bevorstehenden Hamas-Angriff
  3. 7. Okt., 06:29Die Hamas greift den Süden Israels an, tötet etwa 1.200 Menschen und verschleppt 251 Geiseln
  4. 2023-11Eine erste vorübergehende Vereinbarung sichert die Freilassung der ersten Geiselgruppe
  5. 2025-10Die letzten lebenden Geiseln werden im Rahmen einer vereinbarten Waffenruhe freigelassen
  6. 7. Okt., 06:29Angehörige gedenken am dritten Jahrestag mit einer Schweigeminute auf dem Gelände des Nova-Festivals

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Geheimdienstwarnungen vor dem Angriff

Premierminister Benjamin Netanyahu sieht sich erneuter Prüfung wegen detaillierter Geheimdienstwarnungen ausgesetzt, die vor dem Angriff von 2023 eingegangen waren. Ein 40-seitiger Bauplan, der von den israelischen Behörden als „Jericho Wall“ bezeichnet wurde, hatte mehr als ein Jahr vor dem Ereignis die genauen Taktiken des grenzüberschreitenden Angriffs skizziert. Im Juli 2023 erkannte ein Analyst der Einheit 8200 eine Hamas-Militärübung, die dem Bauplan glich, doch ranghohe Offiziere taten den Bericht als imaginäres Szenario ab. Zwischen März und Juli 2023 sandte die israelische Militäraufklärung vier Warnschreiben an Netanyahu, in denen es hieß, innenpolitische Risse um die Justizreform hätten die Abschreckungswirkung des Landes verringert.

Politische Folgen und Widerstand gegen einen Untersuchungsausschuss

Netanyahu hält daran fest, dass die militärischen und Geheimdienstspitzen ihn am Morgen des Angriffs nicht alarmiert hätten, und argumentiert, eine frühere Benachrichtigung hätte ein wirksames militärisches Eingreifen ermöglicht. Obwohl die Chefs von Militär und Sicherheitsbehörden nach dem Eingeständnis ihrer Verantwortung zurücktraten, weigert sich Netanyahu, eine staatliche Untersuchungskommission einzusetzen. Recherchen der israelischen Journalisten Shlomi Eldar und Ruth Yuval dokumentierten einen verschlüsselten Anruf des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed, weniger als zwei Wochen vor dem Angriff, in dem er vor einem bevorstehenden Vorgehen des Hamas-Führers Yahya Sinwar warnte. Auch der frühere ägyptische Geheimdienstchef Abbas Kamel übermittelte direkte Warnungen. Der frühere Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärte, Netanyahu habe diese ausländischen Hinweise nie an die Verteidigungsbeamten weitergegeben. Hinterbliebene, darunter der Friedensaktivist Maoz Inon, dessen Eltern in Netiv HaAsara starben, wenden sich weiterhin an internationale Institutionen, um für eine regionale Versöhnung zu werben:

In den vergangenen zwanzig Jahren waren für Israelis und Palästinenser, die so nahe an der Grenze lebten, Raketen, Sirenen und Schüsse zu einer ständigen Alltagskulisse geworden. Es war normal geworden.

— Maoz Inon
Reim · Gaza-Stadt
Benjamin NetanyahuYoav GallantMohamed bin ZayedAbbas KamelYahya SinwarMaoz InonMargalit Moses
Gaza StripBenjamin NetanyahuAbbas KamelGaza CityGaza-villeMaoz InonMargalit MosesMohammed Bin Zayed Al Nahyan

8 Quellen

  • Netanyahu faces fresh scrutiny over pre-October 7th warnings
    The Irish Times·vor 3 Std.
  • Israele, minuto di silenzio dei familiari delle vittime nei luoghi dell'attacco di Hamas del 7 ottobre 2023
    Tgcom24·vor 3 Std.
  • Deux morts à Gaza dans une frappe israélienne, trois ans jour pour jour après les attaques du 7-Octobre 2023
    BFMTV·vor 3 Std.
  • Hamas-Überfall: Israel gedenkt Opfer mit Schweigeminute
    newsORF.at·vor 3 Std.
  • Cosa sapeva Netanyahu prima del 7 ottobre: i dossier dell'intelligence, i negoziati e il caso Shin Bet
    Fanpage·vor 3 Std.
  • Hamas-Massaker vor drei Jahren: Nach Geiselhaft: "Das Leben wird nie wieder dasselbe sein
    Handelsblatt·vor 4 Std.
  • Hamas-Überfall am 7. Oktober: "Unsere Trauer kann keine Entschuldigung für Krieg sein"
    N-tv·vor 4 Std.
  • Carolin Bohl blieb eine Nacht länger im Kibbuz. Dann wurde sie ermordet
    Neue Zürcher Zeitung·vor 4 Std.

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