Konflikte · Teheran
Iran hängt zwei Männer wegen Weitergabe von Militärkoordinaten an den Mossad – Hinrichtungen erreichen Höchststand seit 1989
Der Iran hat am Montag zwei Männer gehängt, die wegen der Weitergabe von Militärkoordinaten an den Mossad während des anhaltenden Krieges mit den USA und Israel verurteilt worden waren. Die Islamische Republik verhängt damit die Todesstrafe auf dem höchsten Niveau seit über drei Jahrzehnten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, Notícias ao Minuto, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Omid Behzad und Pouria Safvat wurden am 3. August 2026 gehängt, nachdem der Oberste Gerichtshof des Iran ihre Todesurteile bestätigt hatte, weil sie dem Mossad Koordinaten und Bilder sensibler militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen geliefert hatten.
Der Iran hat im Jahr 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, die höchste Zahl seit 1989, so Iran Human Rights und ECPM. Amnesty International verurteilte eine 'Eskalation' der Hinrichtungen.
Hengaw erklärte, die im Fernsehen gezeigten Geständnisse seien unter Folter und Einzelhaft erlangt worden, und es seien keine Informationen über das Gefängnis, den Hinrichtungsort oder die Rückgabe der Leichen veröffentlicht worden.
Präsident Trump behauptete, die Gespräche mit dem Iran würden am Montag beginnen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, aber der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestritt jegliche Verhandlungen mit Washington und sagte, die Gespräche fänden nur mit dem Oman über eine sichere Seeroute statt.
- 22. Juli 2026Der Iran richtet eine weitere Person hin, die wegen Sicherheitsdelikten verurteilt wurde.
- Ende Juli 2026Zwei Männer werden wegen der Tötung von Polizisten während der Januar-Proteste hingerichtet.
- 3. August 2026Omid Behzad und Pouria Safvat werden wegen Spionage für Israel gehängt.
Die Hinrichtungen
Der Iran hat am Montagmorgen zwei seiner Bürger, Omid Behzad und Pouria Safvat, durch den Strang hingerichtet, wie die Justiznachrichtenagentur Mizan berichtete. Die Männer wurden wegen Spionage und Zusammenarbeit mit Israel verurteilt, insbesondere wegen der Übermittlung von Koordinaten und Fotos sensibler militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen an Mossad-Agenten. Laut Staatsfernsehen umfassten die Anklagevorwürfe Aktivitäten während des 12-tägigen Konflikts im Juni 2025 und des Krieges, der am 28. Februar 2026 mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen begann. Der Oberste Gerichtshof hatte die Todesurteile vor ihrer Vollstreckung bestätigt.
Anklage und Bedenken zum Verfahren
Die Menschenrechtsorganisation Hengaw kritisierte das Verfahren scharf und erklärte, der Prozess und die Hinrichtungen seien hinter verschlossenen Türen ohne unabhängige rechtliche Überprüfung durchgeführt worden. Die Gruppe argumentierte, dass die weit verbreiteten Internetabschaltungen während des Konflikts es unwahrscheinlich machten, dass die Männer die angebliche Spionage hätten durchführen können.
„Die im Fernsehen gezeigten Geständnisse wurden unter Folter und starkem Druck erlangt, während sie sich in Einzelhaft befanden. Es wurden keine Informationen über das Gefängnis, in dem sie festgehalten wurden, den Ort der Hinrichtungen oder darüber veröffentlicht, ob die Leichen an die Familien zurückgegeben wurden.“
Mizan beschuldigte Safvat zudem, Fotos und Videos an den Exil-Fernsehsender Iran International gesendet zu haben, den die Justizagentur als mit dem Mossad verbunden beschrieb. Die Informationen hätten angeblich anschließende Luftangriffe auf Orte ermöglicht, an denen iranische Militär- und Sicherheitskräfte im Einsatz waren.
Rekordhinrichtungen und Repression
Die Hinrichtungen sind Teil eines starken Anstiegs der Todesstrafe für sicherheitsrelevante Straftaten seit Beginn des Konflikts. Der Iran hat im Jahr 2025 mindestens 1.639 Menschen hingerichtet, ein Rekordhoch seit 1989, so die in Norwegen ansässige Organisation Iran Human Rights und die in Paris ansässige ECPM. Amnesty International verurteilte letzte Woche eine „Eskalation“ der Hinrichtungen, nachdem Teheran zwei Männer gehängt hatte, die an den Massenprotesten teilgenommen hatten, die das Land zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 erfassten. Am 22. Juli wurde eine weitere Person hingerichtet, und erst letzte Woche wurden zwei Männer wegen der Tötung von Polizisten während der Unruhen im Januar hingerichtet. Der Iran bleibt nach China der zweitgrößte Vollstrecker der Todesstrafe weltweit.
Geopolitischer Hintergrund
Die Hinrichtungen fanden vor dem Hintergrund einer fragilen Diplomatie statt. Präsident Donald Trump behauptete auf seiner Plattform Truth Social, dass für Montag Gespräche mit dem Iran geplant seien, und sagte, Teheran und andere Länder des Nahen Ostens hätten um Zeit gebeten, um ein Abkommen abzuschließen, das zur „sofortigen, vollständigen und totalen“ Wiedereröffnung der Straße von Hormus und „einem Ende der iranischen Atomgefahr“ führen würde. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestritt jegliche Verhandlungen mit Washington und erklärte, die Gespräche seien auf Oman beschränkt und konzentrierten sich auf die Sicherung einer vorübergehenden sicheren Seeroute. Baghaei fügte hinzu, dass ein Abkommen allein mit Oman die Meerenge nicht wieder öffnen würde, solange die vom Iran so genannte US-„Aggression“ andauere.
Der aktuelle Krieg begann am 28. Februar nach wochenlangem Druck der USA und Israels auf das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie auf das Vorgehen gegen die Januar-Proteste. Ein fragiler Waffenstillstand im Juni unterbrach die großen Kampfhandlungen, aber Trump hat wiederholt mit einer Eskalation gedroht, während er mehr Zeit für Gespräche gewährt, die noch kein umfassendes Abkommen hervorgebracht haben.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RFIIrán ejecuta a dos hombres acusados de espiar para Israel
- Notícias ao MinutoDois homens acusados de espiar para Israel são executados no Irão
- Mediafax.roIranul intensifică execuțiile pentru infracțiuni de securitate. Doi bărbați au fost condamnați pentru colaborare cu Israelul
- The IndependentIran executes two men over alleged spying for Israel
- Esmail Baghaei
- Sprecher des iranischen Außenministeriums, der bestritt, dass Gespräche mit den USA stattfänden.
- Donald Trump
- US-Präsident, der auf Truth Social behauptete, die Verhandlungen mit dem Iran würden am Montag beginnen.
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