Pentagon beantragt 67 Mrd. USD Notfallfinanzierung, da die Kostenschätzung für den Iran-Krieg auf 37,5 Mrd. USD steigt
Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Dienstag vor dem Haushaltsausschuss des Senats, dass der Konflikt bis September 37,5 Mrd. USD kosten werde – ein Anstieg um fast 30 % gegenüber der vorherigen Schätzung –, da nach dem Zusammenbruch des Waffenstillstands vor zwei Wochen wieder nächtliche Luftangriffe stattfänden.
Anhörung auf dem Kapitol
Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs Dan Caine sagten am Dienstag, dem 21. Juli, vor dem Haushaltsausschuss des Senats aus, um für eine Notfall-Finanzspritze zu werben. Hegseth erklärte den Senatoren, dass das Pentagon zusätzliche 67 Mrd. USD benötige, um „dringende Bedürfnisse“ im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran zu decken. Die Anhörung fand statt, als der Konflikt nach dem Zusammenbruch eines fragilen Waffenstillstands in eine neue Phase der Intensität eintrat. Hegseth legte dem Ausschuss eine aktualisierte Kostenschätzung vor: Der Krieg werde bis Ende September 37,5 Mrd. USD kosten – eine Summe, die Ausgaben wie Verpflegung der Truppen und andere Betriebskosten umfasst. Hegseths Aussage zufolge gehen dem Pentagon sowohl Geld als auch Zeit aus.
## Kostensteigerung Die Prognose von 37,5 Mrd. USD bedeutet einen Anstieg um fast 30 % gegenüber der Schätzung von 29 Mrd. USD, die das Pentagon Mitte Mai abgegeben hatte. Der starke Anstieg spiegelt die Wiederaufnahme groß angelegter Kampfhandlungen nach dem Scheitern der Waffenruhe wider. Hegseth gab keine detaillierte Aufschlüsselung der Ausgaben, aber die neue Gesamtsumme umfasst die seit Beginn des Konflikts angefallenen Kosten sowie die voraussichtlichen Ausgaben bis zum Ende des Haushaltsjahres. Der ergänzende Antrag über 67 Mrd. USD soll einen Finanzierungsengpass verhindern und die militärischen Operationen über September hinaus aufrechterhalten. Es wird erwartet, dass die Abgeordneten den Antrag in den kommenden Wochen genau prüfen werden.
- Mitte Mai 2026
- 29 Mrd. USD
- Juli 2026
- 37.5 Mrd. USD
Zusammenbruch des Waffenstillstands und nächtliche Luftangriffe
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran brach vor etwa zwei Wochen, in der ersten Juliwoche, zusammen. Seitdem führen amerikanische Streitkräfte nach Hegseths Aussage nächtliche Bombenangriffe auf iranische Ziele durch. Die erneute Luftkampagne hat die operative Intensität und die täglichen Kriegskosten erheblich erhöht. Das Pentagon hat weder die genauen Ziele noch die Anzahl der Einsätze offengelegt, aber die nächtlichen Angriffe deuten auf eine anhaltende Anstrengung zur Schwächung der iranischen Militärkapazitäten hin. Der Zusammenbruch der Waffenruhe hat die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung in naher Zukunft zunichtegemacht.
- Pentagon schätzt Kriegskosten auf 29 Mrd. USD
- Waffenstillstand zwischen USA und Iran bricht zusammen
- USA beginnen nächtliche Luftangriffe auf iranische Ziele
- Hegseth sagt aus, beantragt 67 Mrd. USD Ergänzungshaushalt, neue Kostenschätzung 37,5 Mrd. USD
Finanzierungsantrag und Reaktion des Kongresses
Der ergänzende Haushaltsantrag über 67 Mrd. USD ist getrennt vom regulären Verteidigungshaushalt und bedarf der Zustimmung beider Kammern des Kongresses. Hegseth und Caine sahen sich Fragen der Senatoren zur Strategie der Regierung und zu den langfristigen Kosten des Konflikts ausgesetzt. Während sich die Anhörung auf die finanziellen Dimensionen konzentrierte, zeigte sie auch die politischen Herausforderungen auf, einen Krieg aufrechtzuerhalten, der nun bereits über ein Jahr andauert. Die Trump-Regierung argumentiert, dass die Mittel unerlässlich seien, um die nationalen Sicherheitsinteressen der USA zu schützen und den Iran zu einer dauerhafteren Einigung zu drängen. Angesichts der steigenden Kosten des Krieges und keiner Aussicht auf ein Ende dürfte der Antrag eine kontroverse Debatte auf dem Kapitol auslösen.


