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Diplomatie·vor 3 Std.

Iranische Delegation verlässt Bürgenstock-Friedensgespräche nach Trumps ‚beleidigendem‘ Beitrag

Die iranischen Unterhändler verließen am Sonntag das Gebäude der Bürgenstock-Friedensgespräche, nachdem Donald Trump auf Truth Social mit der Wiederaufnahme von US-Angriffen gedroht hatte, falls Teheran die Hisbollah im Libanon nicht im Zaum halte. Diplomaten zufolge hat der Iran keine Absicht signalisiert, den Prozess aufzugeben.

Der Vorfall

Die iranische Delegation verließ das Gebäude, in dem die Gespräche stattfanden, nach etwa 80 Minuten Diskussionen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Agentur bezeichnete den Beitrag des US-Präsidenten auf Social Media als „beleidigend“. Die Verhandlungen, die am Sonntag in dem Hotel mit Blick auf den Vierwaldstättersee begannen, werden von Pakistan und Katar vermittelt.

Trumps Drohung und Irans Reaktion

Auf Truth Social forderte Trump den Iran auf, „seine hochbezahlten angeschlossenen Gruppen im Libanon unverzüglich daran zu hindern, Probleme zu verursachen“. Er fügte hinzu:

Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran wieder sehr hart treffen, so wie letzte Woche, wenn nicht noch härter.

Mohammad Bagher Ghalibaf, der oberste iranische Unterhändler, antwortete auf X, die Vereinigten Staaten täten besser daran, ihre Worte abzuwägen; seine Streitkräfte seien bereit, andernfalls zu reagieren.

Vermittlung und fortbestehendes Engagement

Trotz des Ausstiegs erklärte ein anonymer Diplomat gegenüber AFP, die Delegation habe den Vermittlern „keine Absicht mitgeteilt, die Gespräche zu verlassen“, und bleibe „engagiert“. Das Protokoll der Vereinbarung, das letzte Woche Mittwoch von Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian aus der Ferne unterzeichnet wurde, verpflichtet beide Seiten ausdrücklich, „auf die Drohung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander zu verzichten“.

Zeitleiste des Konflikts und der Diplomatie

Schlüsselmomente im Iran-US-Konflikt und der Diplomatie
  1. Israelisch-amerikanische Angriffe auf Iran entfachen Nahostkonflikt, der Tausende Tote fordert.
  2. Trump und Peseschkian unterzeichnen aus der Ferne ein Protokoll der Vereinbarung, in dem sie sich verpflichten, auf Drohung oder Anwendung von Gewalt zu verzichten.
  3. Verhandlungen beginnen am Bürgenstock, Schweiz. Nach 80 Minuten veröffentlicht Trump eine Drohung auf Truth Social.
  4. Iranische Delegation verlässt das Gebäude, bleibt aber engagiert; Gespräche unter Vermittlung fortgesetzt.

US-Präsenz und Vances Bemerkungen

US-Vizepräsident JD Vance nahm an der Eröffnung teil und sagte Reportern, die Gespräche würden voraussichtlich „einige Tage“ dauern, obwohl er nur „ein oder zwei Tage“ bleiben könne. Trumps Gesandter Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten, waren ebenfalls anwesend. Vance sagte:

Dies sind historische Verhandlungen, und wir hoffen, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Bürgenstock

5 Quellen

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