Influencer und Social-Media-Werbung treiben fast die Hälfte der Online-Käufe von Jugendlichen an, Studie zeigt
Eine neue Studie der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt, dass 47 Prozent der 10- bis 17-Jährigen Produkte erstmals über Social-Media-Werbung wahrnehmen, während 1,2 Prozent bereits als problematische Online-Käufer gelten.
Studienergebnisse
Eine Sonderanalyse zur Mediensucht der deutschen Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat das Online-Einkaufsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren untersucht. Die Daten zeigen, dass 47 Prozent dieser Altersgruppe durch Werbung auf Social-Media-Plattformen auf Produkte aufmerksam werden. Weitere 40 Prozent werden durch Empfehlungen von Influencern dazu angeregt. Diese Zahlen verdeutlichen die Rolle, die soziale Medien bei der Prägung von Konsumgewohnheiten junger Menschen spielen.
- Social-Media-Werbung
- 47 %
- Empfehlungen von Influencern
- 40 %
Problematisches Online-Shopping
Laut der Studie gelten bereits 1,2 Prozent der 10- bis 17-Jährigen als problematische Online-Käufer. Mädchen sind mit 1,3 Prozent etwas häufiger betroffen als Jungen mit 1,0 Prozent. Während die Mehrheit der Jugendlichen – mehr als drei Viertel – angibt, nie oder nur unregelmäßig online einzukaufen, nimmt die Häufigkeit mit dem Alter zu.
Altersunterschiede
Bei älteren Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren kaufen 28,5 Prozent mindestens einmal im Monat online ein. Die Studie weist darauf hin, dass algorithmische Werbung und Influencer-Inhalte sich vom Marketing zu einem Risikofaktor für Kaufzwang entwickeln können. Die Ergebnisse basieren auf dem aktuellen Mediensucht-Bericht, der die Notwendigkeit von elterlichem Bewusstsein und digitaler Kompetenz in den Fokus rückt.

