
Concacaf-Chef bittet Gianni Infantino, karibisches Jugendturnier zu meiden
Concacaf-Präsident Victor Montagliani forderte FIFA-Präsident Gianni Infantino auf, ein U14-Turnier in der Dominikanischen Republik zu meiden, und verwies auf interne Spannungen in der Führung.
Bitte aus der Concacaf, fernzubleiben
Victor Montagliani, der Präsident des nordamerikanischen Verbandes Concacaf und Vizepräsident des FIFA-Rats, forderte FIFA-Präsident Gianni Infantino in einem formellen Schreiben auf, ein an diesem Wochenende in der Dominikanischen Republik stattfindendes U14-Jugendturnier zu meiden. Der kanadische Funktionär warnte, dass die Ankunft des Chefs des Weltfußballverbandes die mediale Aufmerksamkeit von der Jugendarbeit auf interne Streitigkeiten lenken würde. In seinem Schreiben wies Montagliani darauf hin, dass die institutionelle Krise um das umstrittene FIFA-Forward-Enterprise-Projekt den Wettbewerb überschatten und dessen Integrität gefährden würde. Montagliani gilt in Fußballkreisen als potenzieller Kandidat für die Nachfolge des 56-jährigen Schweizer Funktionärs an der Verbandsspitze.
Daher bitte ich Sie im Namen des Fußballs höflich, Ihre Teilnahme zu überdenken, da sie leider den sportlichen Charakter dieser wichtigen Jugendentwicklungsmaßnahme untergraben würde.
Infantino trifft in der Karibik ein
Infantino ignorierte die Bitte und traf am Freitag in der Dominikanischen Republik ein. Der FIFA-Präsident führte offizielle Treffen mit Kelvin Cruz, dem Minister für Sport und Freizeit der Dominikanischen Republik, sowie mit Jose Deschamps, dem Präsidenten des Dominikanischen Fußballverbandes. Infantino traf sich während seines Aufenthalts in der Karibiknation auch mit mehreren regionalen politischen Persönlichkeiten. Nach diesen Zusammenkünften veröffentlichte Infantino Videos und Fotos auf seinem persönlichen Instagram-Konto, die anhaltende Begrüßungen, Händeschütteln und Umarmungen mit lokalen Würdenträgern und Sportfunktionären zeigten. Die veröffentlichten Clips zeigten kurz das offizielle Logo des regionalen U14-Turniers, obwohl Quellenberichten zufolge unbestätigt blieb, ob Infantino die Jugendspiele persönlich besuchen würde.
Ich freue mich, hier in der Dominikanischen Republik zu sein, um zu besprechen, wie wir unsere fruchtbare Partnerschaft fortsetzen können, um den Fußball weiter zu stärken und mehr Möglichkeiten für junge Menschen im Land und in der gesamten Region durch Sport und unser schönes Spiel zu schaffen.
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Wurzeln des WM-Investitionsstreits
Der Karibik-Vorfall hat seinen Ursprung in der Verwaltungskrise von Infantinos Präsidentschaft, die mit seinem umstrittenen Plan begann, externe Privatinvestoren in zukünftige WM-Geschäfte einzubinden. Im Rahmen der vorgeschlagenen FIFA-Forward-Enterprise-Initiative sollten Teile der kommerziellen WM-Rechte an private Investorengruppen verkauft werden. Eine zentrale Rolle in der Transaktion war für den Technologieinvestor Joshua Kushner über seine Investmentfirma Thrive vorgesehen. Joshua Kushner ist der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump durch dessen Heirat mit Ivanka Trump. Infantino zog den kommerziellen Vorschlag später zurück, nachdem er in der internationalen Fußballgemeinschaft auf breite Empörung gestoßen war.
Widerstand aus den Konföderationen und Ausblick auf die Wahl
Der Rückzug der Investitionsinitiative hat die internen Spaltungen in der Weltfußballführung nicht gelöst. Die Europäische Konföderation UEFA bezog eine konfrontative Haltung gegenüber Infantinos Administration und kündigte an, seine mögliche Wiederwahl blockieren zu wollen. Europäische Funktionäre brachten die Möglichkeit ins Spiel, dass Mitgliedsverbände aus Protest gegen die kommerziellen Vorschläge zukünftige FIFA-Turniere boykottieren könnten. Darüber hinaus unterzeichnete Montagliani zusammen mit anderen Funktionären ein separates Schreiben, das Infantinos sofortigen Rücktritt von der FIFA-Präsidentschaft forderte. Obwohl Infantino weiterhin die Unterstützung mehrerer nationaler Verbände anderer Kontinente genießt, schafft der wachsende Widerstand erhebliche Unsicherheit hinsichtlich seiner Position vor der für März 2027 auf dem FIFA-Kongress angesetzten Präsidentschaftswahl.


