Gellert Global Group, ein familiengeführter Lebensmittelimporteur aus New Jersey, reichte am Dienstag, 20. Oktober 2026, beim US-Handelsgericht (Court of International Trade) in New York Klage ein. Das Liberty Justice Center, eine gemeinnützige Anwaltsorganisation, brachte den Fall im Namen des Unternehmens ein und bittet das Gericht, die Zölle für rechtswidrig zu erklären und betroffenen Importeuren Rückzahlungen samt Zinsen zuzusprechen. Das Unternehmen erklärt, die 50-Prozent-Zölle trieben seine Kosten und belasteten seine Beziehungen zu Lieferanten auf beiden Seiten der Grenze. Zwischen dem 16. September und dem 11. Oktober zahlte Gellert nach Angaben der Klageschrift mehr als 520.000 Dollar an Zöllen. Die New York Times berichtet, das Unternehmen könnte mit geschätzten 40 Millionen Dollar Zöllen pro Jahr auf kanadischen Käse konfrontiert werden.
„Diese Zölle zerstören diese Beziehungen über Nacht und schaffen Kosten und Unsicherheit, die sich durch die gesamte Lieferkette ziehen.“
Donald Trump verhängte die 50-Prozent-Zölle erstmals im August 2026 und warf Kanada vor, amerikanische Autos, Alkohol und Milchprodukte zu diskriminieren. Im September weitete er die Maßnahmen aus und nahm weitere Produkte auf, nachdem Kanada mit eigenen Zöllen Vergeltung geübt hatte. Zu den betroffenen Waren zählen inzwischen Milchprodukte, Käse, Möbel, Kleidung, Wein, Hockeyschläger und Papierwaren. Das Weiße Haus hat die Abgabe auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Mrd. Dollar erhoben, seit die Handelsgespräche zwischen beiden Ländern gescheitert sind. Kanadas Premierminister Mark Carney konterte die Zölle nach Abschnitt 338 im September Dollar für Dollar.
Die Klage dreht sich um Abschnitt 338 des Smoot-Hawley-Zollgesetzes von 1930, eine Vorschrift zum Schutz der US-Industrie vor ausländischer Diskriminierung, die vor diesem Streit noch nie angewandt worden war. Die Klageschrift argumentiert, zwei der von Washington angeführten kanadischen Maßnahmen seien als Reaktion auf die Zölle des Präsidenten selbst beschlossen worden, und die dritte betreffe die kanadische Milchpolitik, die unter das USMCA-Handelsabkommen falle. Zudem wird infrage gestellt, warum kanadischer Käse wegen Streitigkeiten über Alkohol und Autos besteuert wird. Abschnitt 338 schreibt eine Wartezeit von 30 Tagen vor, bevor Zölle in Kraft treten, und der Käsezoll sei erst eine Woche vor Beginn der Erhebung hinzugefügt worden, heißt es in der Klageschrift. Sara Albrecht, Vorstandsvorsitzende des Liberty Justice Center, rahmte den Fall als Auseinandersetzung mit dem Präsidentenamt und nicht mit Trump persönlich.
„Kein Präsident sollte die Macht haben, ein ruhendes Gesetz aus der Schublade zu holen und damit weitreichende Zölle oder Einfuhrverbote zu verhängen, ohne die vom Kongress vorgeschriebenen Grenzen.“
Der Fall geht nun an das Court of International Trade, das laut New York Times wiederholt gegen das Weiße Haus und dessen Zölle entschieden hat. Die Klage des Liberty Justice Center ist dessen vierter großer Fall gegen Trumps Zollmaßnahmen. Ein Sieg könnte die Position der Regierung gegenüber Kanada und anderen Ländern stärken, eine Niederlage würde die Regierung zwingen, die erhobenen Zölle zurückzuzahlen. Das Weiße Haus hatte auf eine Bitte um Stellungnahme zunächst nicht reagiert.
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Gellert Global Group, ein familiengeführter Importeur aus New Jersey, reichte am 20. Oktober 2026 beim US-Handelsgericht in New York Klage ein und argumentiert, ein Gesetz von 1930 decke die 50-prozentigen Zölle nicht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, BBC, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht .