
Gewitter mit Hagel und Überschwemmungen in Polen – über 1.000 Feuerwehreinsätze gemeldet
Schwere Gewitter, Hagel und sintflutartiger Regen fegten am Sonntag über Polen hinweg, rissen Bäume um und überfluteten Straßen. Die Feuerwehr war bis zum späten Nachmittag an über tausend wetterbedingten Einsätzen beteiligt.
Landesweites Unwetter
Schwere Gewitter, angetrieben durch ein Aufeinandertreffen von Tropenluft und einer Kaltfront, zogen am Sonntag, dem 21. Juni, über Polen hinweg. Bis 17:00 Uhr hatte die Staatliche Feuerwehr bereits 1.010 wetterbedingte Einsätze verzeichnet, nachdem es am Vortag fast 900 Alarmierungen gegeben hatte. Der Großteil der Einsätze am Sonntag entfiel auf Großpolen (262 Einsätze), Westpommern (158) und Kleinpolen (91).
Mehr als ein Viertel der Sonntagseinsätze fanden in der Woiwodschaft Großpolen statt.
Schule in Banie beschädigt
Einer der dramatischsten Vorfälle ereignete sich im Dorf Banie (Kreis Gryfino, Westpommern), wo ein großer Baum auf ein Schulgebäude stürzte. Der Aufprall beschädigte das Dach und eine Außenwand.
Ein Baum fiel auf das Schulgebäude. Dabei wurden das Dach und die Wand beschädigt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.
Die Feuerwehren im ganzen Land hatten es hauptsächlich mit umgestürzten Bäumen und Ästen, blockierten Straßen und überfluteten Kellern zu tun. In Dobczyce (Kleinpolen) setzte ein morgendlicher Regenguss Straßen und Keller unter Wasser und führte zu einem mehrstündigen Feuerwehreinsatz.
- Fast 900 wetterbedingte Feuerwehreinsätze, hauptsächlich in Niederschlesien.
- Gewitter brechen in ganz Polen aus; Hagel in Schlesien und der Region Lublin gemeldet.
- Morgendlicher Regenguss überflutet Straßen und Keller in Dobczyce, Kleinpolen.
- Landesweite Einsätze erreichen 1.010; Baum fällt auf eine Schule in Banie, Westpommern.
- Hitzewarnungen der Stufe 2 in Zentralpolen laufen aus.
- Unwetterwarnungen laufen am Montagmorgen aus.
Warnungen bis Montag verlängert
Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) hielt die Unwetterwarnungen der Stufe 2 für 15 der 16 polnischen Woiwodschaften bis Montagmorgen aufrecht. Nur Schlesien, die östlichen Teile Kleinpolens und der Kreis Strzelce in der Woiwodschaft Oppeln standen unter der etwas niedrigeren Warnstufe 1. Die Wetterdienste prognostizierten Niederschlagsmengen von 25–40 mm, lokal bis zu 40–50 mm, Windböen von 70–90 km/h (in Superzellen bis zu 100 km/h) und Hagel mit einem Durchmesser von über 2–3 cm. Gleichzeitig galten für die zentralen und westlichen Regionen, wo die Temperaturen um 30 °C lagen, weiterhin Hitzewarnungen der Stufe 2, die am Sonntagabend ausliefen.
Mögliche Überschwemmungen und Stromausfälle. Vermeiden Sie Freiflächen.
Das IMGW gab zudem hydrologische Warnungen der Stufe 1 vor raschem Wasseranstieg für einen Mittelgürtel von Pommern bis nach Kleinpolen heraus. Der landesweite RCB-SMS-Alarm forderte die Bewohner auf, in Innenräumen zu bleiben und die Wetteraktualisierungen zu verfolgen.
Regionale Bilanz: Pommern
Allein in der Woiwodschaft Pommern waren die Feuerwehren zwischen 08:00 und 18:00 Uhr an 136 wetterbedingten Einsätzen beteiligt. Am stärksten betroffen war der Kreis Kartuzy (40 Einsätze), gefolgt von Bytów (31) und Danzig (29). Es wurde erwartet, dass die Gewitter mit starkem Regen und Hagel bis in die Nacht zum Montag andauern, bevor sich die Lage von Norden und Westen her allmählich bessert.
Heute haben wir ab 8:00 Uhr 136 wetterbedingte Einsätze in der Woiwodschaft Pommern registriert. Die Feuerwehr ist am aktivsten in den Kreisen Danzig, Bytów und Kartuzy.
Meteorologen betonten, dass die Konvergenzlinie weiterhin warme, feuchte Luft aufsteigen lässt und so die Gewitterentwicklung bis in den Montagmorgen hinein verlängert. Es wurde erwartet, dass die aus dem Atlantik heranziehende Kaltfront die Atmosphäre schließlich stabilisiert, aber vor dem Abklingen der Warnungen waren weitere heftige Regenfälle (15–30 l/m², lokal 40–50 l/m²) wahrscheinlich.


