KI & Tech · Armonk und Albany
IBM präsentiert weltweit ersten Chip unter 1 nm mit 100 Milliarden Transistoren auf Fingernagelgröße
IBM hat die weltweit erste Chip-Technologie enthüllt, die kleiner als ein Nanometer ist. Die 0,7-nm-Transistorarchitektur stapelt Komponenten vertikal, verdoppelt fast die Transistordichte und senkt den Stromverbrauch um 70 Prozent.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Observador, stern.de, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
IBMs 0,7-nm-Transistorarchitektur ist die erste, die die 1-Nanometer-Schwelle durchbricht – ein Meilenstein der Halbleiter-Miniaturisierung.
Die neue Architektur stapelt Transistoren vertikal und verdoppelt so nahezu die Dichte auf 100 Milliarden Transistoren auf einem fingernagelgroßen Chip.
Der Chip bietet bis zu 50 % mehr Leistung oder 70 % bessere Energieeffizienz im Vergleich zu IBMs 2-nm-Technologie, bei einer 40-prozentigen SRAM-Skalierung.
IBM erwartet, dass die Technologie innerhalb der nächsten fünf Jahre für die Fertigung bereit ist, hat aber noch keinen Partner benannt.
Analysten zufolge könnte der Fortschritt der Industrie 10 bis 15 Jahre zusätzliche Zeit verschaffen, um Transistoren weiter zu verkleinern, auch wenn Knotenbezeichnungen zunehmend symbolisch werden.
- 2021IBM stellt 2-nm-Chip-Technologie vor
- 25.06.IBM kündigt 0,7-nm-Nanostack-Chip an
- 2026TSMC beginnt Massenproduktion von 2-nm-Chips; Intels 18A (1,8 nm) geht in Risikoproduktion
- 2031IBM rechnet mit möglichem Produktionsbeginn von 0,7-nm-Chips
IBM hat nach eigenen Angaben die weltweit erste Chip-Technologie vorgestellt, die Halbleiter kleiner als ein Nanometer produzieren kann. Die am Donnerstag angekündigte 0,7-Nanometer-Transistorarchitektur bringt rund 100 Milliarden Transistoren auf eine fingernagelgroße Fläche – etwa doppelt so dicht wie der 2-nm-Chip des Unternehmens von 2021. Der Durchbruch erfolgt inmitten des Wettlaufs der Halbleiterindustrie um Chips für KI-Rechenzentren, bei denen Energieeffizienz und Leistung entscheidend sind.
Eine neue 3D-Architektur
Der Schlüssel zur Verkleinerung ist ein Design, das IBM "Nanostack" nennt. Statt Transistoren flach auf einen Siliziumwafer zu legen, stapelt und versetzt der Ansatz sie vertikal mithilfe der 3D-Sequentiellen Integration. Dadurch können Ingenieure mehr Transistoren in dasselbe Volumen packen und durch unterschiedliche Materialkombinationen in jeder gestapelten Schicht Leistung und Verbrauch sogar individuell abstimmen. IBM hat die Architektur durch dielektrisches Bonden validiert und einen funktionierenden CMOS-Inverter demonstriert, was zeigt, dass die Struktur physisch gebaut werden kann und schaltet.
„Mit unserer neuen Nanostack-Architektur bauen wir nicht nur kleinere Transistoren, sondern erfinden die Art und Weise, wie Chips gebaut werden, neu, um deutlich mehr Leistung und Energieeffizienz zu liefern.“
Leistungs- und Effizienzgewinne
Laut IBM liefert der 0,7-nm-Knoten im Vergleich zur 2-nm-Generation bis zu 50 Prozent höhere Leistung oder bis zu 70 Prozent bessere Energieeffizienz. Das Unternehmen präsentierte auf der VLSI 2026 zudem Ergebnisse, die eine 40-prozentige Skalierung bei SRAM zeigen, dem schnellen On-Chip-Speicher, der für KI-Workloads entscheidend ist. Diese Fortschritte adressieren einen grundlegenden Zielkonflikt: Die Nachfrage nach mehr Rechenleistung trifft auf Energiebeschränkungen.
„Jeder will mehr Leistung, aber niemand will für den Strom bezahlen.“
- IBM 2 nm (2021)
- 50 Milliarden
- IBM 0,7 nm (2026)
- 100 Milliarden
Daten aus dem Artikeltext
Wettlauf der Industrie und Mooresches Gesetz
Die Ankündigung untermauert IBMs Position in einem Bereich, der von TSMC und Intel dominiert wird. TSMC hat kürzlich die Massenproduktion von 2-nm-Chips aufgenommen, während Intel letzte Woche mitteilte, dass sein 18A-Prozess (1,8 nm) in die Risikoproduktion gegangen ist. Die Branche stützt sich seit langem auf das Mooresche Gesetz, die Beobachtung, dass sich die Transistordichte etwa alle zwei Jahre verdoppelt. In den letzten Jahren haben Ingenieure auf 3D-Designs gesetzt, um diesen Trend am Leben zu erhalten. Der Analyst Dan Hutcheson von TechInsights bezeichnete den Fortschritt als "eine große Sache", die "im Grunde weitere 10 oder 15 Jahre auf die Roadmap bringe".
„Das ist eine große Sache. Es bringt im Grunde weitere 10 oder 15 Jahre auf die Roadmap.“
Weg zur Produktion
IBM stellt keine Chips selbst her. Das Unternehmen lizenziert seine Technologie an Partner wie Samsung und Japans Rapidus. IBM zufolge könnte die Produktion der 0,7-nm-Technologie innerhalb von fünf Jahren beginnen, allerdings wurde noch kein Fertigungspartner genannt. Die Chip-Forschung von IBM wird im Labor in Albany, New York, durchgeführt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ObservadorIBM volta a encolher o tamanho dos chips
- stern.deLeistungssprung bei Mikrochips: IBM stellt neue Technologie vor
- LibertateaIBM anunță primele cipuri mai mici de un nanometru, o premieră mondială în cursa pentru dezvoltarea AI
- The Next WebIBM says it has built the first sub-1nm chip technology
- Jay Gambetta
- Leiter von IBM Research und IBM Fellow
- Huiming Bu
- IBM-Vizepräsident, Leiter der Chip-Forschung und -Entwicklung
- Dan Hutcheson
- Analyst bei TechInsights
- Alan Woodward
- Informatiker an der University of Surrey
- Orte
- Albany, New York City
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