Regierung · Hongkong und Peking

Hongkonger Gericht verurteilt drei Anführer der Tiananmen-Mahnwache zu bis zu sieben Jahren Haft

Ein Hongkonger Gericht verurteilte Lee Cheuk-yan, Chow Hang-tung und Albert Ho zu Haftstrafen zwischen fünf und über sieben Jahren wegen Anstiftung zur Subversion nach dem Nationalen Sicherheitsgesetz.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, Adnkronos, RFI und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Peking · Hongkong, China
Wie es dazu kam
  1. 2021Die Hongkonger Polizei nimmt die Führer der Allianz fest und klagt sie wegen Verstößen gegen die nationale Sicherheit an.
  2. August 2026Der Oberste Gerichtshof befindet Lee Cheuk-yan und Chow Hang-tung der Anstiftung zur Subversion für schuldig.
  3. 11.09.Die Richter verurteilen die drei Aktivisten zu Haftstrafen zwischen fünf und über sieben Jahren.

Haftstrafen und Gerichtsurteile

Ein Hongkonger Gericht verurteilte am 11. September 2026 drei führende pro-demokratische Aktivisten zu Haftstrafen zwischen fünf und über sieben Jahren wegen Anstiftung zur Subversion nach dem von Peking verhängten Nationalen Sicherheitsgesetz. Chow Hang-tung, 41, erhielt eine Strafe von sieben Jahren und drei Monaten, während Lee Cheuk-yan, 69, sieben Jahre erhielt. Beide hatten vor ihrer Verurteilung im August 2026 auf nicht schuldig plädiert. Albert Ho, 74, der im Januar 2026 ein Schuldeingeständnis abgelegt hatte, erhielt eine reduzierte Strafe von fünf Jahren und zwei Monaten. Die Richter ordneten auch an, dass ihre aufgelöste Organisation, die Hongkonger Allianz zur Unterstützung patriotischer demokratischer Bewegungen Chinas, eine Geldstrafe von 1,5 Millionen Hongkong-Dollar (191.304 US-Dollar) zahlen muss. Allen drei Personen drohten bis zu zehn Jahre Haft; sie befinden sich seit ihrer Anklageerhebung im Jahr 2021 in Untersuchungshaft.

Verfassungsrechtliche Argumente und richterliche Begründung

Die Anklage konzentrierte sich auf die langjährigen politischen Kampagnen der Gruppe, insbesondere auf ihren prominenten Slogan, der die Beendigung der Einparteiendiktatur forderte. Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Herausforderung der Herrschaft der Kommunistischen Partei direkt gegen Artikel 1 der chinesischen Verfassung verstoße. Das Gericht wies die Einwände der Verteidigung zurück, dass die Aktivisten aufrichtig glaubten, im Rahmen der im Hoheitsgebiet anerkannten legitimen Meinungsfreiheitsrechte zu handeln. Während die Richter anmerkten, dass die Angeklagten keine physische Gewalt anwendeten und keinen operativen Zeitplan für politischen Wandel vorlegten, entschieden sie, dass das Verhalten erhebliches Gewicht habe, da es sich während einer Zeit weit verbreiteter ziviler Unruhen ereignete. Lee und Chow gaben über ihre Anwälte und Unterstützer bekannt, dass sie Berufung gegen die Urteile einlegen wollen.

Unterdrückung jährlicher Gedenkfeiern

Die Hongkonger Allianz wurde im Mai 1989 gegründet, um die von Studenten geführten pro-demokratischen Demonstrationen in Peking vor dem militärischen Vorgehen am 4. Juni 1989 zu unterstützen. Drei Jahrzehnte lang veranstaltete die Organisation eine jährliche Mahnwache bei Kerzenlicht im Victoria Park, die Zehntausende von Teilnehmern anzog und 2019 rund 180.000 Besucher erreichte. Die Versammlungen waren die einzigen großen öffentlichen Gedenkfeiern an die Tiananmen-Ereignisse, die auf chinesischem Boden neben Macau erlaubt waren. Nach der Verabschiedung des Nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020 verboten die Behörden die Versammlungen faktisch und leiteten Strafverfolgungsmaßnahmen gegen die Organisatoren ein. Vor der Urteilsverkündung erklärte Chow, dass die Gerichtsverfahren einen Versuch darstellten, die öffentliche Erinnerung an den 4. Juni durch die Kriminalisierung friedlichen politischen Ausdrucks auszulöschen.

Inländische und internationale Reaktionen

Die Urteile lösten schnelle Reaktionen von Regierungsvertretern, Menschenrechtsgruppen und Familienangehörigen aus, die im Gerichtsgebäude anwesend waren. Der Chef der Nationalen Sicherheitspolizei, Steve Li, erklärte, dass die Strafen eine strenge Warnung an alle darstellten, die ähnliche Handlungen in Betracht ziehen. Auch der Chief Executive von Hongkong, John Lee, verteidigte das gerichtliche Ergebnis in einer offiziellen Stellungnahme.

„Das Gesetz wird niemals zulassen, dass Menschenrechte, Demokratie und Freiheit als Vorwand genutzt werden, um offen dem eigenen Land und den Landsleuten zu schaden.“

John Lee, Chief Executive von Hongkong

Internationale Organisationen und ausländische Diplomaten kritisierten den Prozess und die daraus resultierenden Strafen. Elaine Pearson, Asien-Direktorin bei Human Rights Watch, verurteilte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

„Indem der Oberste Gerichtshof von Hongkong die Aktivisten für die Durchführung gewöhnlicher demokratischer Aktivitäten hart bestraft, hat er ihr Recht auf Meinungsfreiheit und friedliche Versammlung verletzt.“

Elaine Pearson

Vor dem Gerichtssaal erklärte Lees Frau Elizabeth Tang, dass die weitere dreijährige Inhaftierung ihres Mannes inakzeptabel sei, während Chows Mutter die draußen versammelten Unterstützer aufforderte, standhaft zu bleiben.

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