Waldbrandgefahr Stufe 4 in ganz Sachsen-Anhalt nach Bränden am Wochenende
Teile Sachsen-Anhalts bleiben nach mehreren Bränden am Wochenende und einem Brand am Montagmorgen auf Waldbrandgefahrenstufe 4, bei trockenem Wetter bis Donnerstag.
Erhöhte Waldbrandgefahr in Sachsen-Anhalt
Trockenheit und hohe Temperaturen haben das Risiko von Waldbränden in ganz Sachsen-Anhalt erhöht. Nach mehreren Wald- und Feldbränden am Wochenende und einem weiteren Brand am Montagmorgen bleibt das Land in Teilen in erhöhter Alarmbereitschaft. Die zweithöchste Gefahrenstufe, vier von fünf, gilt derzeit für den Harz, die Börde, Teile der Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg, Mansfeld-Südharz sowie den Nationalpark Harz, so das Informationsportal des Landeszentrums Wald. Stufe vier bedeutet in dem fünfstufigen Warnsystem des Landes eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
Große Teile des restlichen Sachsen-Anhalts liegen auf Stufe drei, was eine mäßige Waldbrandgefahr bedeutet. Gebiete auf dieser Stufe sind die Altmark, das Jerichower Land, der Salzlandkreis, der Saalekreis, der Burgenlandkreis sowie die Städte Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau. Die Kombination aus trockenen Bedingungen und warmen Temperaturen sowohl in den Mittelgebirgs- als auch in den Flachlandregionen hält die Gefahr in den Landesteilen weiterhin erhöht.
- Harz
- 4 Stufe (1-5)
- Börde
- 4 Stufe (1-5)
- Mansfeld-Südharz
- 4 Stufe (1-5)
- Nationalpark Harz
- 4 Stufe (1-5)
- Anhalt-Bitterfeld (Teile)
- 4 Stufe (1-5)
- Wittenberg (Teile)
- 4 Stufe (1-5)
- Altmark
- 3 Stufe (1-5)
- Jerichower Land
- 3 Stufe (1-5)
- Salzlandkreis
- 3 Stufe (1-5)
- Saalekreis
- 3 Stufe (1-5)
- Burgenlandkreis
- 3 Stufe (1-5)
- Magdeburg
- 3 Stufe (1-5)
- Halle
- 3 Stufe (1-5)
- Dessau-Roßlau
- 3 Stufe (1-5)
Brandeinsätze am Wochenende
Das trockene Wetter hatte bereits am Wochenende an mehreren Stellen Brände verursacht. Feuerwehrleute wurden zu Wald- und Feldbränden im Harz, im Salzlandkreis und in Mansfeld-Südharz entsandt. Bei Gernrode unterstützte ein Löschflugzeug die Löscharbeiten aus der Luft und ergänzte die Kapazitäten der Bodenmannschaften. Die Einsätze am Wochenende erstreckten sich sowohl über die bewaldeten Mittelgebirge des Harzes als auch über das landwirtschaftlich genutzte Flachland des Salzlandkreises, wobei nacheinander mehrere Feuerwehren alarmiert wurden.
Brand am Montagmorgen
Am Montagmorgen wurden die Einsatzkräfte erneut zu einem Waldbrand gerufen. Zwischen Klötze und Jemmeritz im Altmarkkreis Salzwedel brannten laut Rettungsleitstelle etwa 500 Quadratmeter Wald. Die Einsatzkräfte konnten den Brand im Laufe des Vormittags löschen und den jüngsten Vorfall unter Kontrolle bringen, bevor er sich weiter im umliegenden Wald ausbreiten konnte.
- Wald- und Feldbrände im Harz, Salzlandkreis und Mansfeld-Südharz; Löschflugzeug bei Gernrode im Einsatz
- Waldbrand zwischen Klötze und Jemmeritz, etwa 500 m² verbrannt, morgens gelöscht
- DWD sagt trockenes und sonniges Wetter voraus, Temperaturen steigen auf etwa 30°C
Wetteraussichten bieten keine Entlastung
Eine nachhaltige Entspannung der Brandgefahr durch Regen ist vorerst nicht in Sicht. Zu Wochenbeginn sind nur örtliche Schauer und Gewitter möglich, die der trockenen Vegetation in den betroffenen Regionen kaum Erleichterung bringen. Von Dienstag bis Donnerstag sagt der Deutsche Wetterdienst für das Land überwiegend trockene und sonnige Bedingungen voraus. Die Temperaturen sollen bis Donnerstag wieder auf rund 30 Grad Celsius klettern, was das warme und trockene Muster fortsetzt, das die Brände seit dem Wochenende angefacht hat. Da bis mindestens Donnerstag kein flächendeckender Regen vorhergesagt ist, werden die erhöhten Gefahrenstufen im Harz, in der Börde und den anderen betroffenen Gebieten voraussichtlich bestehen bleiben.

