
Cybervorfall bei britischer Tochter der südafrikanischen Foschini Group betrifft Hobbs und Phase Eight
TFG London, die britische Tochter der Foschini Group, meldet einen am Sonntag, 11. Oktober 2026, festgestellten Sicherheitsvorfall, der einige IT-Systeme sowie die Marken Phase Eight, Hobbs und Whistles betrifft. Das Unternehmen sieht keinen Anlass zur Annahme, dass Zahlungsdaten gefährdet sind.
Was das Unternehmen mitteilt
TFG London, die britische Tochter des südafrikanischen Einzelhändlers The Foschini Group (TFG), hat am Sonntag, 11. Oktober 2026, einen Sicherheitsvorfall festgestellt, der einige seiner IT-Systeme betrifft und konkret die Marken Phase Eight, Hobbs und Whistles beeinträchtigt. Gegenüber der BBC erklärte das Unternehmen, es untersuche den Vorfall gemeinsam mit externen Cybersicherheitsspezialisten. Die Geschäfte bleiben wie gewohnt geöffnet, allerdings können während der laufenden Untersuchung einige Website-Funktionen nicht verfügbar sein. TFG gab an, den Vorfall den zuständigen britischen Behörden gemeldet zu haben; die Geschäfte von TFG Africa und TFG Australia seien nicht betroffen.
Wir untersuchen den Vorfall aktiv und arbeiten dabei mit externen Cybersicherheitsspezialisten zusammen.
- TFG London stellt einen Sicherheitsvorfall fest, der einige IT-Systeme betrifft
- Berichte: H&M untersucht Vorwürfe eines Hackerangriffs von ShinyHunters
- TFG-London-Erklärung: Kein Anlass zur Annahme, dass Zahlungsinformationen gefährdet sind
Bestellungen und Kundendaten
Das Unternehmen warnte, dass am oder nach dem Sonntag aufgegebene Bestellungen sich verzögern können, bat Kundinnen und Kunden jedoch, ihre Bestellungen nicht erneut aufzugeben. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über einen Drittanbieter, und nach dem bisherigen Stand der Untersuchung gebe es laut TFG London „keinen Anlass zur Annahme, dass Zahlungsinformationen gefährdet sind“. Noch wird geprüft, ob sensible Kundendaten betroffen sind. Kundinnen und Kunden, deren persönliche Daten betroffen sind, werden direkt informiert; nach Einschätzung des Unternehmens müssen derzeit keine Zugangsdaten geändert werden. TheJournal.ie wies darauf hin, dass Hobbs mehrere Filialen in Irland betreibt, sodass auch dort Kundinnen und Kunden betroffen sein könnten.
Zweiter Hackerangriff auf britischen Einzelhandel binnen einer Woche
Der Vorfall folgt rund eine Woche nach einer Mitteilung von ASOS, wonach eine unbefugte Partei Zugang zum Konto eines Mitarbeiters erlangt und darüber auf Informationen zugegriffen habe, die auf Plattformen Dritter gespeichert waren. ASOS bestätigte, dass Namen und Kontaktdaten eingesehen wurden, Zahlungskartendaten und Kontopasswörter jedoch nicht betroffen seien. Eine an ASOS-Kunden versandte Handy-Warnung behauptete, der Datenspeicherdienst Snowflake sei kompromittiert worden; Snowflake erklärte später, die Sicherheitslücke sei nicht durch eine Schwachstelle oder einen Fehler seiner Plattform verursacht worden. Andere Marken im Einzelhandel, darunter Inside Story und White Stuff, sind vom TFG-Vorfall nicht betroffen.
H&M prüft einen separaten Vorwurf
Am Montag, 12. Oktober, hieß es in Berichten, H&M untersuche Vorwürfe eines Hackerangriffs der Cyberkriminellengruppe ShinyHunters. Die Gruppe wurde bereits mit prominenten Angriffen in Verbindung gebracht, darunter auf das FBI, Rockstar Games und Ticketmaster. BBC News bezeichnete den H&M-Fall als getrennt vom TFG-Vorfall. H&M erklärte, man sei über online kursierende Informationen informiert und prüfe die Vorwürfe.
Derzeit haben wir keine Hinweise darauf gefunden, dass unsere Datenumgebung kompromittiert wurde.
Ein größeres Muster
Beverley Griffiths, Dozentin für Sicherheit und Resilienz an der Bucks New University, sagte gegenüber PA, der Vorfall zeige, dass Marken klar ins Visier von Cyberangreifern geraten seien. BBC News berichtete, dass Modemarken von Adidas bis Alexander McQueen von Kriminellen ins Visier genommen wurden, die mit der Veröffentlichung von Kundendaten drohen, falls kein Lösegeld gezahlt wird. TFG kündigte an, die Kundinnen und Kunden bei Bedarf über weitere Entwicklungen zu informieren, und erklärte am Dienstag, 13. Oktober, die Untersuchung dauere an.


