Klima · Rom, Mailand und Turin
Hitzewelle in Europa: Italien droht Spitze von 41°C, WHO ruft Gesundheitsnotstand aus
Eine anhaltende Hitzewelle aus Nordafrika hat in Spanien Temperaturen von 45°C erreicht, in Frankreich 40 Todesopfer gefordert und die Krankenhäuser in Italien belastet. Die WHO spricht von einem Gesundheitsnotstand, bis Sonntag wird in Italien eine Spitzenhitze von 41°C erwartet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Corriere della Sera, La Repubblica.it, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Hitzewelle als Gesundheitsnotstand ein und weist auf über 200.000 hitzebedingte Todesfälle in Europa in den letzten vier Jahren hin.
16 bis 17 italienische Städte unter roter Alarmstufe; Höhepunkt mit 41°C real und 45°C gefühlt zwischen Sonntag, 28. Juni, und Montag, 30. Juni, erwartet.
Der italienische Notruf 118 verzeichnet einen Anstieg der Anrufe um 15%, hauptsächlich wegen Kreislaufkollaps und Ohnmacht bei über 60-Jährigen, mit einem Anstieg kardiovaskulärer Ereignisse in der Lombardei.
Die stark gestiegene Energienachfrage führte in Neapel, Mailand und Turin zu Stromausfällen; Turins Bürgermeister kritisierte die Netzbetreiber für unzureichende Vorbereitung.
Frankreich verzeichnete 40 Ertrinkungstote und schloss 1.800 Schulen; Spanien erreichte 45°C; Deutschland erwartet bis Freitag bis zu 40°C.
- 24.06.16 italienische Städte unter roter Alarmstufe; WHO erklärt Gesundheitsnotstand.
- 28.06.Hitzespitze erwartet: 41°C real, 45°C gefühlt in Mittel- und Norditalien.
- 1.07.Mögliches Ende der Hitzewelle durch das Eintreffen kühlerer Luft.
Ein Kontinent unter Hitzestress
Die Hitzewelle, die am 18. Juni begann, hat in Südeuropa Rekordtemperaturen gebracht. In einigen Regionen Spaniens wurden 45°C gemessen, während Frankreich mit einem landesweiten Durchschnitt von 29,8°C seinen heißesten Tag seit fast 80 Jahren erlebte. Deutschland erwartet bis Freitag bis zu 40°C, und Großbritannien näherte sich 40°C. In Italien setzte das Gesundheitsministerium am 24. Juni 16 Städte unter rote Alarmstufe, bis Donnerstag stieg die Zahl auf 17, darunter Mailand, Rom, Turin, Venedig und Bologna.
„Diese Hitzewelle ist ein Gesundheitsnotstand.“
Die WHO berichtete, dass in den letzten vier Jahren über 200.000 Menschen in Europa an den Folgen von Hitze gestorben sind.
Gesundheitssysteme unter Druck
Die italienischen Rettungsdienste verzeichneten einen Anstieg der Anrufe bei der 118 um 15%, hauptsächlich wegen Kreislaufkollaps und Ohnmachtsanfällen bei über 60-Jährigen, die dehydriert oder der Sonne ausgesetzt waren. In der Lombardei stiegen die Besuche in der Notaufnahme um 10,3%, insbesondere aufgrund kardiovaskulärer Ereignisse in Städten wie Pavia, Lodi, Cremona und Mantua. Die Krankenhäuser in Turin verzeichneten dagegen keine signifikante Veränderung im Vergleich zu den Vorwochen.
„Wir verzeichnen einen Anstieg der Anrufe bei der 118 um 15%. Die meisten betreffen Kreislaufkollaps und Ohnmacht, typischerweise bei über 60-Jährigen, die nicht genug getrunken oder sich in den heißesten Stunden im Freien aufgehalten haben.“
Francesco Dentali, Präsident von Fadoi, warnte, dass Hitzestress das Herzzeitvolumen und die periphere Vasodilatation erhöht, was die Herzbelastung steigert, insbesondere bei älteren Menschen und denen mit chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Nierenerkrankungen.
Stromausfälle und Belastung der Infrastruktur
Die steigende Energienachfrage zur Kühlung führte am 23. Juni in mehreren italienischen Städten zu Stromausfällen, darunter Neapel, Mailand und Turin. Das Turiner Rathaus war für 20 Minuten ohne Strom, was Bürgermeister Stefano Lo Russo veranlasste, die Versorgungsunternehmen Iren und Ireti zu kritisieren, weil sie das Stromnetz nach den Notlagen des letzten Sommers nicht verstärkt hatten.
„Was passiert, ist inakzeptabel. Nach dem Notstand letzten Sommers haben wir Iren und Ireti gebeten, das Stromnetz zu verstärken. Die ergriffenen Maßnahmen sind nicht ausreichend.“
In Frankreich wurden 1.800 Schulen geschlossen, und der Louvre sowie der Eiffelturm passten ihre Öffnungszeiten an. Mindestens 40 Menschen ertranken beim Versuch, sich im Wasser abzukühlen.
Höhepunkt noch bevorstehend
Der Kern der heißen Luftmasse, angetrieben durch das afrikanische Hochdruckgebiet namens Caronte, verlagert sich nach Norditalien. Prognosen deuten auf einen Höhepunkt zwischen Sonntag, dem 28. Juni, und Montag, dem 30. Juni, mit realen Temperaturen von 41°C zwischen der Toskana und der Emilia und gefühlten Temperaturen von bis zu 45°C an der ligurischen Küste. Die nächtlichen Tiefstwerte könnten in Städten wie Mailand und Bologna über 25°C liegen.
„Die zentrale Zone der heißen Luftmasse wird sich in den kommenden Tagen über Norditalien befinden und einen weiteren Temperaturanstieg verursachen, der insbesondere zwischen Sonntag, dem 28. Juni, und Montag, dem 30. Juni, erwartet wird.“
Zwei Szenarien könnten die Hitzewelle beenden: eine allmähliche Abschwächung des Hochdruckgebiets und des Kaltlufttropfens über dem Atlantik oder ein plötzlicher Vorstoß einer atlantischen Störung, der heftige Stürme und Hagel auslösen könnte. Eine Entlastung könnte erst Anfang Juli eintreten.
- Spanien
- 45 °C
- Italien
- 41 °C
- Deutschland
- 40 °C
- Vereinigtes Königreich
- 40 °C
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Corriere della SeraIl meteo di mercoledì 24 giugno: l'anticiclone africano sull'Italia. "Picchi di 41° C entro domenica. Attenzione ai rischi per la salute"
- La Repubblica.itLa super ondata di caldo su Italia e Europa, oggi 16 città da bollino rosso: le notizie in diretta
- La Repubblica.itCaldo estremo, le 9 patologie che possono aggravarsi quando sale la temperatura
- Rai newsL'Europa avvolta dall'afa, in Italia 17 città rosse e blackout: dove puntano i bollettini sul calore
- Lorenzo Giovannini
- Atmosphärenphysiker an der Universität Trient
- Mario Balzanelli
- Präsident der Italienischen Gesellschaft für Notfallmedizin (Sis 118)
- Francesco Dentali
- Professor für Innere Medizin und Präsident von Fadoi
- Stefano Lo Russo
- Bürgermeister von Turin
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