Baden-Württemberg bereitet sich auf die heißesten Tage der Saison vor: Temperaturen steigen auf 35 °C
Nach einem wechselhaften Dienstag stehen Baden-Württemberg im weiteren Wochenverlauf die bisher heißesten Tage des Jahres bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, werden bis Donnerstag Temperaturen von bis zu 35 °C erwartet, begleitet von möglichen Tropennächten und Hitzegewittern.
Die Vorhersage von Tag zu Tag
Der Dienstag (16. Juni) dient als Übergangstag mit verbreitet hoher Bewölkung und gelegentlichem Regen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 24 Grad an der bayerischen Grenze, 28 Grad in Nordbaden und bis zu 31 Grad im Markgräflerland. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es bewölkt mit möglichen letzten Schauern und Tiefstwerten zwischen 12 und 17 Grad.
Am Mittwoch setzt sich zunehmend die Sonne durch. In den Bergregionen sind 27 Grad zu erwarten, während es im südlichen Oberrheingraben bis zu 33 Grad heiß werden kann. Ein schwacher bis mäßiger Nordwestwind begleitet den Erwärmungstrend.
Der Donnerstag bringt viel Sonnenschein, wenngleich sich Quellwolken bilden können. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb sind am Nachmittag und Abend vereinzelte Hitzegewitter möglich. Die Temperaturen steigen weiter an und erreichen im Bergland etwa 30 Grad und entlang des Oberrheins bis zu 35 Grad. Dies markiert das bisher heißeste Wetter des Jahres für das Bundesland, wobei der Allzeitrekord von rund 40 Grad laut DWD nicht gebrochen wird.
- Übergangstag mit Wolken und Regen; Höchstwerte 24–31 °C.
- Sonnig mit schwachem Nordwestwind; Höchstwerte 27–33 °C.
- Meist sonnig, vereinzelte Hitzegewitter; Höchstwerte 30–35 °C.
Wo wird es am heißesten?
Die größte Hitze konzentriert sich auf die Region Breisgau. Der DWD hebt die Gebiete um Freiburg, Offenburg, Karlsruhe und Mannheim als „Hotspots“ hervor. Freiburg ist aufgrund seiner niedrigen Lage im äußersten Süden Deutschlands und der direkten Aussetzung gegenüber heißen Luftströmungen aus Spanien und Frankreich ein wiederkehrender Brennpunkt.
Das ist ein Hotspot im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Lage im Oberrheingraben trägt zudem dazu bei, warme Luftmassen zu stauen. Im Gegensatz dazu werden die höher gelegenen Teile des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb – insbesondere der Feldberg – deutlich kühler bleiben. Die sicherste Flucht vor der Hitze, so die Meteorologen, könnten die Freibäder der Region sein.
Hitzegewitter und Tropennächte
Nach mehreren sehr heißen Tagen steigt das Risiko für Hitzegewitter. Diese entstehen, wenn stark erwärmte Luft aufsteigt und auf kühlere Schichten in der Höhe trifft. Solche Unwetter entwickeln sich typischerweise zuerst über den Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb, doch ihr genauer Zeitpunkt bleibt bis wenige Tage vorher schwer vorhersehbar. Sie können Starkregen, stürmische Böen, Hagel und Blitze mit sich bringen.
Tropennächte – vom DWD definiert als Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt – sind zum Wochenende hin möglich, insbesondere in Stuttgart, Mannheim und im Breisgau. Die genaue Dauer der Hitzewelle ist noch ungewiss, für den Beginn der nächsten Woche ist noch kein Wetterumschwung in Sicht.
Was treibt die Hitze an?
Eine Warmfront aus Frankreich zieht in den Südwesten und lässt die Temperaturen schrittweise klettern. Der DWD erklärt, dass das aktuelle Ereignis durch warme Luftmassen aus dem Mittelmeerraum und Südwesteuropa angeheizt wird. Ob das globale Klimaphänomen El Niño eine Rolle spielt, lässt sich nach Angaben der DWD-Experten anhand der vorliegenden Daten nicht bestimmen. Für die Jahreszeit sind die Werte jedoch bereits ungewöhnlich und nähern sich Rekordniveau.

