Klima · Paris, Bordeaux und Rennes
Frankreich verzeichnet heißesten Tag aller Zeiten – Hitzewelle fordert mindestens 40 Todesopfer und erzwingt flächendeckende Schließungen
Frankreich erlebte am Dienstag den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947: Der nationale Temperaturindikator erreichte 29,8 °C, örtliche Spitzenwerte lagen bei 44,3 °C. Die extreme Hitze hat zu 40 Ertrinkungstoten geführt und die Schließung von Schulen, Touristenattraktionen und Eisenbahnstrecken erzwungen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, France 24, rts.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der nationale Temperaturindikator Frankreichs erreichte am 23. Juni 29,8 °C und übertraf damit die Rekorde von 29,4 °C aus den Jahren 2003 und 2019.
Die Nacht vom 22. auf den 23. Juni lag in Frankreich im Durchschnitt bei 21,6 °C, mit einem Höchstwert von 28,7 °C in Pouzauges (Vendée).
58 Departements, in denen 44 Millionen Menschen leben, wurden ab dem 24. Juni unter die höchste Hitzewarnung gestellt; mehr als 90 % der Bevölkerung sind auf Orange oder Rot.
Seit dem 18. Juni sind während der Hitzewelle 40 Menschen ertrunken, meist junge Menschen. Zwei Kinder und drei ältere Menschen starben an hitzebedingten Ursachen.
Über 1.800 Schulen geschlossen, mündliche Abiturprüfungen verschoben, 70 Züge gestrichen und Wahrzeichen wie der Eiffelturm vorzeitig geschlossen.
Auch Spanien, Italien und England gaben rote Hitzewarnungen heraus. UN-Chef Guterres forderte dringende Klimamaßnahmen und kritisierte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
- 22.06.2026Mehrere Städte stellen absolute Temperaturrekorde auf, darunter 43,3 °C in Châteaumeillant (Cher).
- 23.06.2026Heißester Tag landesweit (Indikator 29,8 °C); Spitzenwert 44,3 °C in Pissos. Rekord für die heißeste Nacht (durchschnittliches Minimum 21,6 °C).
- 24.06.2026Rote Warnung auf 58 Departements ausgeweitet, 44 Millionen Menschen betroffen.
- 27.06.2026Hitzewelle soll bis zum Wochenende mit Höchstwerten von 40–42 °C anhalten.
Rekorde landesweit gebrochen
Der Dienstag, der 23. Juni, war der heißeste Tag in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und übertraf die Indikatorwerte von 29,4 °C aus den Hitzewellen von 2003 und 2019, wie vorläufige Daten von Météo-France zeigen. Auch die vorangegangene Nacht war die wärmste, die je gemessen wurde: Sie lag an 30 Referenzstationen im Durchschnitt bei 21,6 °C und übertraf damit den Wert von 21,4 °C vom Juli 2019. Im Südwesten stiegen die Temperaturen in Pissos (Landes) auf 44,3 °C, in Cazaux (Gironde) wurde mit 43,3 °C gemessen, in Niort mit 42,2 °C, in Bordeaux mit 42,1 °C und in Rennes mit 41,3 °C – alles absolute lokale Rekorde für jeden Monat.
Météo-France erwartet, dass die Bedingungen anhalten, und warnt, dass die Hitzewelle in ihrer Schwere mit der katastrophalen Hitzewelle vom August 2003 vergleichbar ist und diese wahrscheinlich an Spitzenintensität übertrifft. Bis zum Wochenende werden Höchsttemperaturen von 40–42 °C vorhergesagt, mit wenig Abkühlung in der Nacht.
Rote Warnungen auf 44 Millionen Menschen ausgeweitet
Der nationale Wetterdienst stellte ab Mittwochmittag 58 Departements unter die höchste rote Hitzewarnung, darunter Aisne, Somme, Nord und Pas-de-Calais. Zusammen mit den 31 Departements, die auf der orangefarbenen Stufe bleiben, sind mehr als 90 % der französischen Bevölkerung (rund 63,5 Millionen Menschen) extremer oder außergewöhnlicher Hitze ausgesetzt.
„Diese Hitzewelle wird in ihrer Schwere vollständig mit der vom August 2003 vergleichbar sein. Sie sollte diese an maximaler Intensität übertreffen. Die Dauer ist noch ungewiss.“
Opfer und Belastung der Notdienste
Premierminister Sébastien Lecornu gab bekannt, dass seit dem 18. Juni 40 Menschen ertrunken sind, meist junge Menschen, und bezeichnete dies als eine „traurige Geißel“. Zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren wurden tot in einem Auto in Carpentras (Südosten) aufgefunden, drei ältere Menschen starben in ihren Häusern im Südwesten. Die Rettungsdienste melden einen Anstieg der Anrufzahlen um 30–40 %, erklären aber, dass die Krankenhäuser die Situation noch bewältigen können, während Ärzte vor einer Verschlechterung der Gesundheitslage warnen, falls die Hitze anhält.
Einschränkungen für Schulen, Verkehr und Denkmäler
Über 1.800 Schulen wurden geschlossen, weitere 8.000 haben ihre Stundenpläne angepasst, um die Hitzebelastung der Schüler zu begrenzen. Mündliche Abiturprüfungen in vier Akademiezonen wurden verschoben, sodass 5.000 Schüler erneut einbestellt werden müssen. Die SNCF hat seit dem 18. Juni 70 Züge gestrichen, und Vorstandsvorsitzender Jean Castex rief gefährdete Fahrgäste dazu auf, auf Bahnreisen zu verzichten, da die Gefahr von Stromausfällen bestehe, die die Klimaanlagen lahmlegen würden. Ein Atomkraftwerk wurde aufgrund von Kühlungsproblemen im Zusammenhang mit der Hitze abgeschaltet.
In Paris schlossen der Eiffelturm, der Louvre und der Mont-Saint-Michel vorzeitig. Im Geschäftsviertel La Défense räumte ein Kühlwerk ein, dass es seine Eisvorräte über Nacht nicht vollständig auffüllen kann, was zu einer Verschlechterung der Innentemperaturen führen wird.
Europa schwitzt und Klimaalarm wächst
Die Hitzewelle erstreckt sich über ganz Westeuropa; auch für Teile Spaniens, Italiens und Englands wurden rote Warnungen ausgegeben. Auf der London Climate Action Week machte UN-Generalsekretär António Guterres die Klima- und Energiekrise für fossile Brennstoffe verantwortlich.
„Wir können nicht weiter auf ein System bauen, das auf fossilen Brennstoffen beruht und sowohl die Klimakrise als auch die Energiekrise befeuert.“
Guterres forderte zudem große Unternehmen der künstlichen Intelligenz auf, die vollen Klimakosten ihrer Rechenzentren offenzulegen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Die Hitzewelle kommt weniger als einen Monat, nachdem eine frühere extreme Hitzeepisode dieselbe Region getroffen hat, und Wissenschaftler sagen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel solche Ereignisse intensiver und häufiger macht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RFILa France connaît sa journée la plus chaude jamais enregistrée
- France 24Canicule : la France connait sa journée la plus chaude jamais enregistrée
- rts.chCanicule en Europe: coupures de courant et monuments fermés
- SudOuest.frDIRECT. Alerte canicule : les 40°C déjà dépassés à 14h dans le Sud-Ouest, 40 morts par noyade depuis jeudi... Suivez toutes les infos
- Sébastien Lecornu
- Französischer Premierminister, der 40 Ertrinkungstote bekannt gab und eine Krisensitzung leitete
- Jean Castex
- Vorstandsvorsitzender der SNCF, der gefährdete Personen dazu aufrief, auf Bahnreisen zu verzichten
- António Guterres
- UN-Generalsekretär, der während der London Climate Action Week zu dringendem Klimahandeln aufrief
- Édouard Geffray
- Französischer Bildungsminister, der über 1.800 Schulschließungen und 8.000 Stundenplananpassungen berichtete
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