BerichtHitzewelle: Verbote in Loire-Atlantique

Klima · Paris, Bordeaux und Rennes

Frankreich verzeichnet heißesten Tag aller Zeiten – Hitzewelle fordert mindestens 40 Todesopfer und erzwingt flächendeckende Schließungen

Frankreich erlebte am Dienstag den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1947: Der nationale Temperaturindikator erreichte 29,8 °C, örtliche Spitzenwerte lagen bei 44,3 °C. Die extreme Hitze hat zu 40 Ertrinkungstoten geführt und die Schließung von Schulen, Touristenattraktionen und Eisenbahnstrecken erzwungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, France 24, rts.ch und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris, Bordeaux, Rennes, London · Frankreich, Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 22.06.2026Mehrere Städte stellen absolute Temperaturrekorde auf, darunter 43,3 °C in Châteaumeillant (Cher).
  2. 23.06.2026Heißester Tag landesweit (Indikator 29,8 °C); Spitzenwert 44,3 °C in Pissos. Rekord für die heißeste Nacht (durchschnittliches Minimum 21,6 °C).
  3. 24.06.2026Rote Warnung auf 58 Departements ausgeweitet, 44 Millionen Menschen betroffen.
  4. 27.06.2026Hitzewelle soll bis zum Wochenende mit Höchstwerten von 40–42 °C anhalten.

Rekorde landesweit gebrochen

Der Dienstag, der 23. Juni, war der heißeste Tag in Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen und übertraf die Indikatorwerte von 29,4 °C aus den Hitzewellen von 2003 und 2019, wie vorläufige Daten von Météo-France zeigen. Auch die vorangegangene Nacht war die wärmste, die je gemessen wurde: Sie lag an 30 Referenzstationen im Durchschnitt bei 21,6 °C und übertraf damit den Wert von 21,4 °C vom Juli 2019. Im Südwesten stiegen die Temperaturen in Pissos (Landes) auf 44,3 °C, in Cazaux (Gironde) wurde mit 43,3 °C gemessen, in Niort mit 42,2 °C, in Bordeaux mit 42,1 °C und in Rennes mit 41,3 °C – alles absolute lokale Rekorde für jeden Monat.

Météo-France erwartet, dass die Bedingungen anhalten, und warnt, dass die Hitzewelle in ihrer Schwere mit der katastrophalen Hitzewelle vom August 2003 vergleichbar ist und diese wahrscheinlich an Spitzenintensität übertrifft. Bis zum Wochenende werden Höchsttemperaturen von 40–42 °C vorhergesagt, mit wenig Abkühlung in der Nacht.

Rote Warnungen auf 44 Millionen Menschen ausgeweitet

Der nationale Wetterdienst stellte ab Mittwochmittag 58 Departements unter die höchste rote Hitzewarnung, darunter Aisne, Somme, Nord und Pas-de-Calais. Zusammen mit den 31 Departements, die auf der orangefarbenen Stufe bleiben, sind mehr als 90 % der französischen Bevölkerung (rund 63,5 Millionen Menschen) extremer oder außergewöhnlicher Hitze ausgesetzt.

„Diese Hitzewelle wird in ihrer Schwere vollständig mit der vom August 2003 vergleichbar sein. Sie sollte diese an maximaler Intensität übertreffen. Die Dauer ist noch ungewiss.“

Météo-France

Opfer und Belastung der Notdienste

Premierminister Sébastien Lecornu gab bekannt, dass seit dem 18. Juni 40 Menschen ertrunken sind, meist junge Menschen, und bezeichnete dies als eine „traurige Geißel“. Zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren wurden tot in einem Auto in Carpentras (Südosten) aufgefunden, drei ältere Menschen starben in ihren Häusern im Südwesten. Die Rettungsdienste melden einen Anstieg der Anrufzahlen um 30–40 %, erklären aber, dass die Krankenhäuser die Situation noch bewältigen können, während Ärzte vor einer Verschlechterung der Gesundheitslage warnen, falls die Hitze anhält.

Einschränkungen für Schulen, Verkehr und Denkmäler

Über 1.800 Schulen wurden geschlossen, weitere 8.000 haben ihre Stundenpläne angepasst, um die Hitzebelastung der Schüler zu begrenzen. Mündliche Abiturprüfungen in vier Akademiezonen wurden verschoben, sodass 5.000 Schüler erneut einbestellt werden müssen. Die SNCF hat seit dem 18. Juni 70 Züge gestrichen, und Vorstandsvorsitzender Jean Castex rief gefährdete Fahrgäste dazu auf, auf Bahnreisen zu verzichten, da die Gefahr von Stromausfällen bestehe, die die Klimaanlagen lahmlegen würden. Ein Atomkraftwerk wurde aufgrund von Kühlungsproblemen im Zusammenhang mit der Hitze abgeschaltet.

In Paris schlossen der Eiffelturm, der Louvre und der Mont-Saint-Michel vorzeitig. Im Geschäftsviertel La Défense räumte ein Kühlwerk ein, dass es seine Eisvorräte über Nacht nicht vollständig auffüllen kann, was zu einer Verschlechterung der Innentemperaturen führen wird.

Europa schwitzt und Klimaalarm wächst

Die Hitzewelle erstreckt sich über ganz Westeuropa; auch für Teile Spaniens, Italiens und Englands wurden rote Warnungen ausgegeben. Auf der London Climate Action Week machte UN-Generalsekretär António Guterres die Klima- und Energiekrise für fossile Brennstoffe verantwortlich.

„Wir können nicht weiter auf ein System bauen, das auf fossilen Brennstoffen beruht und sowohl die Klimakrise als auch die Energiekrise befeuert.“

António Guterres, UN-Generalsekretär

Guterres forderte zudem große Unternehmen der künstlichen Intelligenz auf, die vollen Klimakosten ihrer Rechenzentren offenzulegen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Die Hitzewelle kommt weniger als einen Monat, nachdem eine frühere extreme Hitzeepisode dieselbe Region getroffen hat, und Wissenschaftler sagen, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel solche Ereignisse intensiver und häufiger macht.

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