Regierung · Hebron und Jerusalem
Israels Präsident Isaac Herzog begnadigt Ex-Soldaten Elor Azaria wegen Schießerei in Hebron 2016
Der israelische Präsident Isaac Herzog hat am Samstag das Strafregister des ehemaligen Soldaten Elor Azaria gelöscht und damit den früheren Sanitätssoldaten ein Jahrzehnt nach der tödlichen Erschießung eines wehrlosen palästinensischen Angreifers in Hebron entlastet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The New York Times, BFMTV, The Guardian und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Präsident Isaac Herzog löschte am 19. September 2026 das Strafregister des ehemaligen Sanitätssoldaten Elor Azaria, sechs Jahre vor dessen planmäßigem Verfall im Jahr 2032.
Der Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Generalleutnant Eyal Zamir, sandte im Juli einen Brief, in dem er sich gegen die Begnadigung aussprach und erklärte, Azaria habe keine Reue gezeigt.
Verteidigungsminister Israel Katz empfahl das Gnadengesuch, während der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, die Löschung öffentlich lobte.
Azaria wurde wegen Totschlags verurteilt, nachdem er am 24. März 2016 den 21-jährigen Abdul Fattah al-Sharif erschossen hatte. Er verbüßte neun Monate einer 18-monatigen Haftstrafe, bevor er im Mai 2018 entlassen wurde.

- Mai 2018Azaria wird nach neun Monaten auf Bewährung aus der Haft entlassen
- Juli 2026Generalstabschef Eyal Zamir reicht einen Brief gegen Azarias Gnadengesuch ein
- 19.09.Präsident Isaac Herzog löscht Azarias Strafregister vor Jom Kippur
Präsidentielle Begnadigung und Löschung des Strafregisters
Der israelische Präsident Isaac Herzog genehmigte am Samstag, den 19. September 2026, eine Begnadigung und löschte das Strafregister des ehemaligen Soldaten Elor Azaria. Die Entscheidung beseitigt ein Register, das ansonsten nach den üblichen gesetzlichen Fristen bis 2032 aktiv geblieben wäre. Herzog erklärte, der Schritt sei als Reaktion auf einen von Azaria im Juli eingereichten Antrag erfolgt, und nannte das bevorstehende jüdische Fest Jom Kippur als Faktor für den Zeitpunkt. Das Präsidialamt erklärte, Azaria, heute Vater von zwei Kindern, habe die rechtlichen Konsequenzen des Vorfalls über ein Jahrzehnt hinweg getragen. Verteidigungsminister Israel Katz unterstützte das Gnadengesuch formell und bezeichnete den Schritt angesichts der Einsatzbedingungen des ursprünglichen Vorfalls als angemessen.
„Die Umstände, die verstrichene Zeit und das von Azaria geäußerte Bedauern rechtfertigen es, ihm zu erlauben, ein neues Kapitel in seinem Leben aufzuschlagen.“
Die Schießerei in Hebron 2016
Die Verurteilung geht auf einen Vorfall in der Stadt Hebron im Westjordanland am 24. März 2016 zurück. Zwei Palästinenser verübten einen Messerangriff auf israelische Soldaten an einem Militärkontrollpunkt, wobei sie einen Soldaten verletzten, bevor die Truppen das Feuer eröffneten. Soldaten töteten einen Angreifer und schossen sechsmal auf den 21-jährigen Abdul Fattah al-Sharif, wodurch er kampfunfähig gemacht wurde und auf der Straße lag. Azaria, ein israelischer Militärsanitäter, traf etwa sechs Minuten nach dem ersten Zusammenstoß am Kontrollpunkt ein. Ungefähr elf Minuten nachdem al-Sharif erschossen und überwältigt worden war, feuerte Azaria aus nächster Nähe einen einzelnen Schuss in al-Sharifs Kopf – eine Handlung, die von einem Feldaktivisten auf Video festgehalten wurde.
Gerichtsverfahren und vorzeitige Entlassung
Das Videomaterial führte zu einer Untersuchung durch die Militärbehörden und einem anschließenden Prozess wegen Totschlags. Während des Verfahrens behauptete Azaria, er habe geglaubt, al-Sharif könnte eine Sprengstoffweste versteckt haben – ein Argument, das die Militärrichter zurückwiesen. 2017 verurteilte ein Militärgericht Azaria wegen Totschlags zu 18 Monaten Haft, während die Militärstaatsanwaltschaft eine Strafe von drei bis fünf Jahren gefordert hatte. Azaria trat seine Haft an und verbüßte neun Monate, bevor er im Mai 2018 auf Bewährung entlassen wurde, nachdem ihm erlaubt worden war, zwei Tage früher zu gehen, um an der Hochzeit seines Bruders teilzunehmen. Nach seiner Entlassung erklärte Azaria öffentlich, dass sein Verhalten während des Vorfalls notwendig gewesen sei.
„Ich würde genau dasselbe tun, denn so musste ich handeln.“
Spaltung zwischen Militärführung und politischen Akteuren
Die Gnadenentscheidung rief widersprüchliche Reaktionen unter israelischen Verteidigungsbeamten und politischen Führern hervor. Der Generalstabschef, Generalleutnant Eyal Zamir, sandte im Juli einen Brief, in dem er sich gegen die Löschung aussprach, mit der Begründung, Azaria habe keine echte Verantwortung gezeigt. Im Gegensatz dazu begrüßten rechte Mitglieder der Regierungskoalition den Schritt und verwiesen auf den Zeitablauf und den Kontext militärischer Kampfeinsätze. Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, äußerte sich in einer offiziellen Erklärung am Samstagabend zufrieden mit der Präsidentenentscheidung.
„Diese Position beruht auf mehreren Erwägungen, insbesondere der Tatsache, dass der Antragsteller es unterlassen hat, Reue zu zeigen und Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, selbst ein Jahrzehnt nach seiner Verurteilung.“
„Die Löschung des Strafregisters von jemandem, der einen Terroristen getötet hat, macht mich emotional und sehr glücklich.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The New York TimesIsraeli President Pardons Ex-Soldier Over Killing of Incapacitated Palestinian
- BFMTVLe président israélien gracie un soldat qui avait abattu un assaillant palestinien blessé
- The GuardianIsraeli president pardons combat medic who shot dead wounded Palestinian attacker
- europa pressIsrael indulta a un exmilitar israelí que mató a un atacante...
- Isaac Herzog
- Präsident Israels, der das Gnadengesuch gewährte und Azarias Strafregister löschte
- Elor Azaria
- Ehemaliger israelischer Militärsanitäter, 2017 wegen Totschlags verurteilt
- Abdul Fattah al-Sharif
- Palästinensischer Angreifer, 2016 von Azaria in Hebron erschossen
- Israel Katz
- Israelischer Verteidigungsminister, der die Gewährung der Begnadigung empfahl
- Eyal Zamir
- Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, der sich gegen die Begnadigung aussprach
- Itamar Ben-Gvir
- Israelischer Minister für nationale Sicherheit, der die Gnadenentscheidung begrüßte
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