
Wohnhaus in Athen stürzt bei Aushubarbeiten ein – Bewohner entkommen, fünf Festnahmen
Ein vierstöckiges Wohnhaus im Athener Stadtteil Petralona ist am Dienstag nach Aushubarbeiten auf einem Nachbargrundstück teilweise eingestürzt. Alle Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen, Rettungskräfte mit Spürhunden durchkämmen jedoch weiterhin die Trümmer nach möglichen Opfern.
Der Einsturz
Ein vierstöckiges Wohnhaus mit sieben Wohnungen stürzte am Dienstag, dem 30. Juni 2026, gegen Mittag im Stadtteil Petralona ein, nahe dem Zentrum Athens und etwa einen Kilometer von der Akropolis entfernt. Der Einsturz erfolgte stufenweise, sodass die Bewohner rechtzeitig evakuieren konnten, so die örtlichen Behörden.
Rettungsarbeiten
Feuerwehr und Rettungskräfte wurden zum Ort des Geschehens entsandt. 30 Feuerwehrleute, acht Fahrzeuge, eine Spezialeinheit der EMAK und zwei Spürhunde durchkämmten die Trümmer. Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Live-Bilder zeigten Trümmer von Balkonen und Retter, die in den Trümmern arbeiteten.
Feuerwehrleute sind vor Ort, um möglicherweise eingeschlossene Personen zu retten.
Zunächst berichteten Medien von vier vermissten Bewohnern. Drei wurden nach telefonischer Kontaktaufnahme mit ihren Familien schnell gefunden, die vierte Person war nachweislich nicht in den Räumlichkeiten. Die Rettungsteams suchen weiterhin nach weiteren möglichen Opfern.
Ursache und Festnahmen
Bauarbeiten auf einem angrenzenden Grundstück werden als Ursache für den Einsturz vermutet. Andreas Grammatikoyannis, Vizebürgermeister für Katastrophenschutz, erklärte gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender ERT, dass die laufenden Aushubarbeiten die Fundamente des Gebäudes geschwächt haben könnten. Der Einsturz erfolgte allmählich, was den Bewohnern Zeit zur Flucht gab.
Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten wurden fünf Personen festgenommen, darunter der Bauunternehmer, der Bauingenieur und der Eigentümer des Nachbargebäudes. Sie werden von der Polizei vernommen.

