Wirtschaft · Madrid
Seat-Chef Haupt übernimmt Führung des spanischen Autoverbands Anfac und fordert Tempo bei E-Auto-Plan und fairen China-Wettbewerb
Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra, wurde am Freitag zum Präsidenten des spanischen Autoverbands Anfac ernannt und löst damit Josep Maria Recasens ab. In seiner ersten Rede forderte er eine rasche Umsetzung des Plans Auto 2030 und faire Regeln für chinesische Wettbewerber.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 minutos, EL MUNDO, eldiario.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra, wurde zum Präsidenten des spanischen Automobilverbands gewählt und löst Josep Maria Recasens ab, der zu Indra gewechselt ist.
Haupt forderte die zügige Umsetzung des Fünf-Jahres-Strategieplans, einschließlich eines noch ausstehenden Steueranreizprogramms für Käufer von Elektrofahrzeugen.
Der neue Präsident erklärte, chinesische Autohersteller müssten Fertigungsstätten in Europa errichten, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Er verwies auf 27 Marken, die 10,2 % des spanischen Marktes halten.
Die spanische Regierung hat die Automobil- und Rüstungsbranche aufgefordert, gemeinsame Projekte zu identifizieren, obwohl derzeit keine aktiven Verhandlungen laufen.
Der scheidende Präsident erklärte, Europa habe das Äquivalent von zehn Fabriken dauerhaft verloren, und Elektrofahrzeuge seien der einzige Wachstumsvektor.
Führungswechsel
Markus Haupt, der in Deutschland geborene Vorstandsvorsitzende von Seat und Cupra, wurde am 19. Juni 2026 einstimmig zum Präsidenten des spanischen Verbands der Auto- und Lastwagenhersteller Anfac gewählt. Er folgt auf Josep Maria Recasens, der die Renault-Gruppe verlassen hat, um CEO des spanischen Rüstungskonzerns Indra zu werden. Die Übergabe setzt ein Muster fort: Seit 2018 wechselt sich der Anfac-Vorsitz zwischen hochrangigen Führungskräften der Renault-Gruppe und von Seat, der spanischen Marke von Volkswagen, ab.
„Mein Hauptziel ist es, die spanische Industrie zu stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Wir müssen den Ehrgeiz haben, weiter zu wachsen. Wenn wir jetzt nicht handeln, gefährden wir unsere gesamte Industrie.“
Haupt, der halb Spanier ist und in Barcelona studiert hat, kam 2001 zu Volkswagen und leitete zuvor das Werk in Pamplona (Navarra). Im Oktober 2025 wurde er CEO von Seat und Cupra als Nachfolger von Wayne Griffiths und ist nun der 16. Präsident von Anfac. Seine erste Amtszeit beträgt zwei Jahre.
Dringlichkeit des Plans Auto 2030
Auf seiner ersten Pressekonferenz in Madrid betonte Haupt, dass der Sektor auf die Umsetzung des „Plan España Auto 2030“ warte – einer von der Regierung unterstützten Fünf-Jahres-Strategie, die öffentliche Investitionen in Höhe von 6 Milliarden Euro und private Mittel in Höhe von 40 Milliarden Euro mobilisieren soll. Er sagte, der Plan sei etwas, das die Industrie „dringend“ benötige, und dass der Fokus nun von der Planung auf die Umsetzung verlagert werden müsse.
„Es ist Zeit, vom Plan zur Tat überzugehen.“
Eine der ersten Maßnahmen des Plans ist ein steuerliches Anreizsystem für Käufer von Elektrofahrzeugen, das Ende 2025 angekündigt, aber noch nicht genehmigt wurde. Haupt stellte fest, dass es noch immer kein konkretes Datum für die Einführung gibt, und gelobte, sich mit der Staatspräsidentschaft, dem Industrieministerium und anderen Behörden zu treffen, um die Sache voranzutreiben. Er argumentierte, dass jede Unterstützung leicht verständlich sein müsse, mit klaren Fristen und Grenzen, um den Kunden Vertrauen zu geben.
Chinesische Konkurrenz und Produktion
Ein zentrales Thema von Haupts Antrittsrede war das rasche Wachstum chinesischer Automarken in Spanien. Im Jahr 2025 hielten 27 chinesische Marken einen Marktanteil von 10,2 %, während die Inlandsproduktion von 2,37 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 2,27 Millionen Einheiten fiel, obwohl die Neuzulassungen auf 1,14 Millionen stiegen.
„Sie haben uns vor 50 Jahren eingeladen, an ihrer Industrie teilzunehmen, und jetzt müssen wir nichts erfinden. Sie müssen in Europa mit der Fertigung beginnen, denn das ist der einzige Weg, einen fairen Wettbewerb zwischen den Herstellern zu gewährleisten.“
Recasens pflichtete der Besorgnis bei und prognostizierte, dass chinesische Marken in Europa einen Anteil von 20 % erreichen könnten, wenn die Produktionskapazitäten weiter schrumpfen.
Verteidigungs-Automobil-Kooperation
Haupt enthüllte, dass die spanische Regierung die Automobil- und Rüstungsindustrie aufgefordert hat, angesichts des Bedarfs an zusätzlichen Produktionskapazitäten im Verteidigungssektor gemeinsame Projekte zu prüfen. Er bestätigte, dass mehrere Initiativen analysiert werden, betonte aber, dass keine aktiven Verhandlungen laufen. Recasens, jetzt an der Spitze von Indra, räumte ein, dass die beiden Sektoren in sehr unterschiedlichen Größenordnungen operieren, argumentierte jedoch, dass geopolitische Spannungen es erforderlich machen, auf alle industriellen und technologischen Fähigkeiten zurückzugreifen.
Recasens' Warnungen
In seinen Abschiedsworten zeichnete Recasens ein düsteres Bild des Niedergangs der Industrie und erklärte, Spanien habe das Äquivalent einer ganzen Fabrik und Europa das Äquivalent von zehn dauerhaft geschlossenen Werken verloren. Er bestand darauf, dass der einzige Wachstumspfad für den Kontinent die Elektromobilität sei.
„Der einzige Wachstumsvektor in Europa wird, ob wir wollen oder nicht, das Elektrofahrzeug sein.“
Er setzte sich auch für den Schutz von „Made in Europe“ ein und warnte, dass Europa ohne diesen Schutz weiterhin Autos verkaufen, aber nicht mehr produzieren werde, und forderte eine stabile, realistische Regulierung, die auf die Stimmen der Industrie hört, bevor Gesetze erlassen werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20 minutosPlan Auto+, coches 'made in europe', electrificación... La hoja de ruta que Markus Haupt, CEO de Seat y Cupra, como nuevo presidente de Anfac
- EL MUNDOHaupt (Anfac): "El Gobierno ha pedido al automóvil y a Defensa que busquen proyectos en común"
- eldiario.esLas marcas chinas "tienen que producir en Europa": el mensaje de Markus Haupt en su debut en Anfac
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLMarkus Haupt releva a Recasens en la presidencia de Anfac: "Es el momento de pasar del plan a la acción"
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- Ehemaliger Anfac-Präsident und Ex-Renault-Manager, jetzt CEO von Indra
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