
Prinz Harry sagt, er sei nach dem Umzug nach Kanada 2019 zwei Wochen lang in eine Depression gefallen
Der Herzog von Sussex machte die Enthüllung in einer kostenpflichtigen MasterClass über Trauer, die am Donnerstag, dem 8. Oktober 2026, veröffentlicht wurde. Er sagte, das Tief sei auf einen starken Adrenalinabfall während sechs Wochen in Vancouver Ende 2019 gefolgt.
Das Eingeständnis der Depression
Prinz Harry, Herzog von Sussex, sagte gegenüber der Neurowissenschaftlerin Mary-Frances O'Connor im MasterClass-Kurs „Redefining Grief: Building Resilience Through Loss“, er sei nach dem Verlassen Großbritanniens etwa zwei Wochen lang in eine Depression gefallen. Er verortete das Tief in Kanada, wo er und Meghan Ende 2019 sechs Wochen in Vancouver verbrachten, bevor sie 2020 in die Vereinigten Staaten zogen. Er sagte, innerhalb von zwei oder drei Tagen nach der Ankunft in Kanada, fern von einem stressigen Umfeld, in dem sein Körper vermutlich voller Adrenalin gewesen sei, habe er einen starken Adrenalinabfall erlebt, etwas, das er nie zuvor gespürt habe.
Harry sagte, zu Hause sei er „nutzlos“ geworden und sein Gehirn scheine Stress zu brauchen, um das für sein Funktionieren nötige Adrenalin zu produzieren. Er sagte, er habe in diesen Wochen ohne Adrenalin nicht funktionieren können.
Dianas Tod und Jahre der Gefühllosigkeit
Harry sagte, er sei 12 Jahre alt gewesen, als seine Mutter Diana, Prinzessin von Wales, 1997 starb. Er sagte, er habe nicht geweint, als ihm ihr Tod mitgeteilt wurde, sondern erst bei ihrer Beerdigung, und danach fast zwei Jahrzehnte lang nicht mehr geweint. Er beschrieb, sich emotional taub und schuldig wegen der Möglichkeit gefühlt zu haben, ohne sie glücklich zu sein. Er sagte, er habe den Klang ihrer Stimme und ihr Lachen vergessen und könne sich ihr Gesicht ohne ein Foto nicht vorstellen. Jahre später habe ihm ein Therapeut vorgeschlagen, nach Dianas Parfüm zu suchen, um diese Erinnerungen zurückzuholen. Er sagte, er und sein Bruder, der Prinz von Wales, hätten offen über psychische Gesundheitsprobleme gesprochen, auch über solche, die mit dem Tod ihrer Mutter zusammenhingen.
Rückblickend sagte Harry, er habe dieses Schweigen für Stärke gehalten.
Ich war überzeugt, dass das Stärke war, aber das war es nicht.
Armeedienst und Panikattacken
Harry sagte, er sei in seinen Zwanzigern zweimal in den Krieg gezogen, in der Überzeugung, vor seinen eigenen Gefühlen davonlaufen zu können, eine Anspielung auf seinen Dienst in Afghanistan bei der britischen Armee. Er sagte, nach seinem zweiten Afghanistan-Einsatz 2013 seien alte Traumata wieder aufgetaucht und hätten Panikattacken ausgelöst. Er beschrieb, bei royalen Terminen „absolute Panik“ empfunden zu haben, und sagte, allein das Anziehen von Hemd, Jackett und Krawatte könne ihm plötzlich das Gefühl geben, zu ersticken. Er beschrieb die Armee als „die perfekte Ablenkung“ von Gefühlen, die er jahrelang mit sich getragen habe, und sagte, 15 oder 20 Jahre lang sei seine Antwort auf die Frage, ob es ihm gut gehe, immer gewesen, dass es so sei.
Die MasterClass und das Familienleben
Die Sitzung ist Teil eines kostenpflichtigen Online-Kurses zum Umgang mit Trauer; ein Abonnement kostet laut Observador 120 bis 228 Pfund pro Jahr. Die Folge wurde am Donnerstag, dem 8. Oktober, veröffentlicht und laut People, zitiert von El País, früher in diesem Sommer in Kalifornien aufgezeichnet. Harry sagte, er habe die Regel, nie mehr als zehn Tage am Stück von seiner Familie getrennt zu sein. Das Paar kündigte letzten Monat unerwartet seine Rückkehr nach Großbritannien an, nach sechs Jahren in den Vereinigten Staaten, und brachte seine Kinder Archie und Lilibet mit. El País berichtete, seit der Rückkehr habe er sich auf die Invictus Games und andere Arbeit konzentriert und verhandle über die Produktion einer Dokumentation zum 30. Todestag von Diana in Paris.
- Diana stirbt, als Harry 12 ist; er weint erst bei ihrer Beerdigung
- Sechs Wochen in Vancouver, gefolgt von etwa zwei Wochen Depression
- Das Paar zieht in die Vereinigten Staaten
- Das Paar kehrt mit Archie und Lilibet nach Großbritannien zurück
- MasterClass-Folge veröffentlicht
