Gesundheit & Bildung · Paris

Andes-Hantavirus-Stamm bei französisch-argentinischem Touristen in Spanien nach Transit durch Frankreich nachgewiesen

Ein französisch-argentinischer Tourist, der im Juli durch Frankreich reiste, wurde positiv auf die Andes-Variante des Hantavirus getestet und mit seiner Familie in Spanien isoliert, gaben die französischen Behörden am 6. August bekannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, ZEIT ONLINE, Franceinfo und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Paris · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. Mai 2026MV-Hondius-Ausbruch: Passagiere entwickeln schwere Hantavirus-Erkrankung; französische Rentnerin nach Paris auf Intensivstation repatriiert
  2. Juli 2026Französisch-argentinischer Tourist reist in der zweiten Julihälfte durch Frankreich
  3. 6.08.Französisches Gesundheitsministerium gibt neuen Andes-Hantavirus-Fall bekannt; Patient in Spanien isoliert
  4. ExpertengremiumWissenschaftliche Experten einberufen; französische MV-Hondius-Patientin nach fast drei Monaten aus Intensivstation entlassen

Neuer Fall in Europa entdeckt

Ein französisch-argentinischer Tourist, der in der zweiten Julihälfte durch Frankreich reiste, wurde positiv auf die Andes-Variante des Hantavirus getestet, gab das französische Gesundheitsministerium am Donnerstag, den 6. August, bekannt. Der Patient, der nur milde Symptome zeigte und nun symptomfrei ist, wurde mit seiner Familie in Spanien isoliert. Die französischen Behörden rekonstruieren alle Stationen der Reise der Person und koordinieren sich auf europäischer Ebene, so das Ministerium. Das französische Nationale Referenzzentrum bestätigte die Andes-Variante, die in Südamerika vorkommt.

Der Andes-Stamm ist der einzige der 140 bekannten Hantavirus-Typen, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch engen und längeren Kontakt nachgewiesen wurde. Hantaviren werden hauptsächlich durch infizierte Nagetiere übertragen, und zwar durch Einatmen von Staub, der mit ihrem Urin oder Kot kontaminiert ist. Die Krankheit ist selten, aber schwerwiegend und kann tödlich verlaufen. Nach einer Inkubationszeit von einer bis sechs Wochen beginnt die Infektion typischerweise mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen und Müdigkeit. Schwere Formen können zu Nierenschäden oder schwerer Atemnot führen. Die Andes-Variante endet in 30 bis 50 % der Fälle tödlich. Beim Menschen verursachen einige Hantaviren hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, hauptsächlich in Europa und Asien, während andere ein kardiopulmonales Syndrom verursachen, das hauptsächlich in Amerika auftritt und schwerer verläuft.

Expertengremium und Kontaktverfolgung

Das französische Gesundheitsministerium berief am Donnerstagnachmittag ein Gremium wissenschaftlicher Experten ein, um die zu ergreifenden Reaktions- und Managementmaßnahmen festzulegen. Alle Stationen der Reise des Patienten werden rekonstruiert, und das Ministerium erklärte, es würden „alle Maßnahmen“ ergriffen, um die Reiseroute nachzuvollziehen. Das Ministerium teilte mit, dass im Laufe des Abends weitere Informationen veröffentlicht würden.

Es wurde kein Zusammenhang zwischen diesem Fall und dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius hergestellt, das im Mai 2026 von Argentinien aus in See stach. Die Behörden haben eine Verbindung weder bestätigt noch ausgeschlossen.

MV-Hondius-Ausbruch

Im Mai 2026 entwickelten mehrere Passagiere an Bord der MV Hondius, die von Argentinien aus abgelegt hatte, schwere Formen der Hantavirus-Erkrankung. Die Untersuchung bestätigte eine Infektion mit dem Andes-Virus. Passagiere wurden in mehreren Ländern überwacht, um mögliche Sekundärfälle zu identifizieren, und der Ausbruch wurde eingedämmt und von der Weltgesundheitsorganisation für beendet erklärt.

Die Zahl der Betroffenen auf der MV Hondius variiert je nach Quelle. SudOuest berichtet von insgesamt acht Betroffenen: sechs laborbestätigte Fälle und zwei als wahrscheinlich eingestufte, wobei drei Patienten starben. Deutsche Medien wie ZEIT ONLINE und N-tv berichten, dass mindestens 13 Menschen infiziert wurden und drei starben.

Französische Überlebende aus Intensivpflege entlassen

Die einzige Französin, die sich während des MV-Hondius-Ausbruchs mit Hantavirus infiziert hatte, wurde am Donnerstag, den 6. August, nach fast drei Monaten auf der Intensivstation eines Pariser Krankenhauses aus der Intensivpflege entlassen. Die Rentnerin war im Mai in ernstem Zustand zusammen mit vier anderen französischen Staatsangehörigen, die nie die Krankheit entwickelten, repatriiert worden. Sie wurde in ein Rehabilitationszentrum verlegt, teilte das Gesundheitsministerium der AFP mit.

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