
Hamburgs Busse bleiben kühl, aber viele U-Bahn- und S-Bahn-Züge haben noch keine Klimaanlage
An heißen Sommertagen können sich die Fahrgäste der Hamburger Busse auf die Klimatisierung verlassen, während die Fahrgäste älterer U- und S-Bahn-Züge häufig schwitzen müssen. Die Verkehrsbetriebe der Stadt bestätigen ein Flickenteppich an Kühlfähigkeiten in ihren Flotten.
Das Hamburger Nahverkehrssystem präsentiert eine geteilte Kühlrealität, während die Sommertemperaturen steigen. Die Busse der Hochbahn, der VHH und von Subunternehmen sind alle mit Klimaanlagen ausgestattet, auch wenn die Kühlstrategie je nach Fahrzeugtyp variiert. Elektrobusse halten das Innere drei Grad Celsius unter der Außentemperatur, während die meisten Dieselbusse auf konstante 22 Grad eingestellt sind. Die Hochbahn bezeichnet den Drei-Grad-Abstand als Komfortkompromiss, nicht als Einschränkung der Batterieleistung.
Die drei Grad unter Außentemperatur gelten als Kompromiss im Fahrgastkomfort: für die einen zu kühl, für die anderen zu warm.
VHH, die auch Busdienste in der Region Hamburg betreibt, sagt, dass jeder Bus mit defekter Klimaanlage sofort zurück zum Depot gebracht wird.
Natürlich werden solche Fahrzeuge sofort zu den Depots zurückgebracht, um repariert zu werden.
U-Bahn: Neue Züge gekühlt, alte Flotte nicht nachrüstbar
Von der U-Bahn-Flotte der Hochbahn haben nur die neueren DT5-Züge eine Klimaanlage. Es gibt 163 DT5-Einheiten, während die 126 älteren DT4-Züge keine Klimaanlage haben und nicht nachgerüstet werden können. Die Hochbahn gibt an, dass eine Nachrüstung die Züge für die von ihnen befahrenen Viaduktabschnitte zu schwer machen würde. Dadurch bleibt ein großer Teil der U-Bahn-Fahrten ohne aktive Kühlung.
S-Bahn: Fenster oder Sechs-Grad-Kühlung
Die Hamburger S-Bahn, betrieben von der Deutschen Bahn, betreibt eine gemischte Flotte. Die 112 älteren Züge der Baureihe 474 haben keine Klimaanlage; die Fahrgäste können die Fenster öffnen. Die 82 neueren Züge der Baureihe 490 sind so ausgelegt, dass sie die Innentemperatur um sechs Grad Celsius senken, sobald die Außentemperatur 27 Grad erreicht. Der Betrieb der Klimaanlage verbraucht etwa ein Sechstel der Fahrzeugenergie, so der Betreiber. Fällt die Kühlung während des Betriebs aus, fahren die Züge weiter, denn die Priorität bleibt der sichere und pünktliche Transport, wie ein Fahrzeugtechniker dem S-Bahn-Magazin mitteilte.
- U-Bahn DT5 (Klima)
- 163 Einheiten
- U-Bahn DT4 (keine Klima)
- 126 Einheiten
- S-Bahn 490 (Klima)
- 82 Einheiten
- S-Bahn 474 (keine Klima)
- 112 Einheiten
Warum die Kühlung eines Zuges schwierig ist
Häufiges Türöffnen und Fahrgastbewegungen machen es technisch schwierig, eine stabile Kabinentemperatur zu halten. Jeder Mensch strahlt rund 2,9 Kilowattstunden Wärme ab; bei 100 Fahrgästen sind das 290 Kilowattstunden, genug, um eine 100 Quadratmeter große Wohnung zu heizen, bemerkt Marco Wörner, Leiter der Fahrzeugtechnik bei der S-Bahn Hamburg. Züge fahren auch durch Tunnel und direktes Sonnenlicht, was die Klimaanlagen dazu zwingt, sich ständig zwischen Extremen anzupassen.
Die Kombination aus altem, nicht nachrüstbarem Wagenmaterial, hohem Energieverbrauch der Klimaanlagen und dem alltäglichen Betrieb bedeutet, dass viele Hamburger Pendler an den heißesten Tagen des Jahres immer noch ohne gekühlte Luft reisen werden.


