
23 Passagiere aus 30 Metern Höhe gerettet, nachdem Hamburger Karussell stecken blieb
Ein dreistündiger Rettungseinsatz auf dem Hamburger Sommerdom endete sicher, nachdem Techniker kurz nach Mitternacht das steckengebliebene Nordic Tower Karussell wieder starteten und 23 unverletzte Fahrgäste befreiten.
Störung am Nordic Tower
Ein technischer Defekt am Kettenkarussell Nordic Tower ließ 23 Fahrgäste hoch über dem Boden auf dem Hamburger Dom-Festplatz zurück. Die etwa 80 Meter hohe Attraktion blieb am späten Abend plötzlich stehen. Fahrgäste der Riesenpendel-Attraktion hingen in offenen Sitzen in etwa 30 Metern Höhe. Der Notruf ging gegen 21:00 Uhr ein, woraufhin die städtischen Rettungskräfte sofort mobilisiert wurden. Erste Meldungen gingen von etwa 20 eingeschlossenen Personen aus, die Polizei bestätigte später 23. Die Passagiere blieben rund drei Stunden in der Luft, während Ingenieure und Einsatzkräfte Optionen zur Bergung prüften.
Einsatz von Rettungs- und Höhenrettungsteams
Die Hamburger Polizei und Feuerwehr entsandten einen Großaufgebot an Einsatzkräften auf das Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli. Die Bodenkräfte koordinierten sich mit dem Fahrgeschäftsbetreiber und ergriffen Maßnahmen, um Panik unter den Schwebenden zu verhindern. Spezialisierte Höhenretter trafen mit Kletter- und Seilausrüstung ein, um einen Aufstieg vorzubereiten. Der Betreiber versuchte mehrfach, das Fahrgeschäft über das Steuerpult neu zu starten, jedoch ohne Erfolg. Polizei und Feuerwehr errichteten einen Sicherheitsbereich um den Turm. Die Einsatzkräfte hielten während der gesamten nächtlichen Aktion ständigen Kontakt zu den Gestrandeten.
- Ein Alarm wird ausgelöst, als das 80 Meter hohe Nordic-Tower-Kettenkarussell mit Fahrgästen in 30 Metern Höhe stehen bleibt.
- Polizei, Feuerwehr und Höhenrettungsspezialisten rücken zum Heiligengeistfeld aus, während der Betreiber versucht, das Fahrgeschäft neu zu starten.
- Techniker starten den Karussellmechanismus neu, und alle 23 Fahrgäste steigen unverletzt aus.
Mechanischer Neustart und sichere Evakuierung
Kurz nach Mitternacht gelang es Technikern und Rettungsspezialisten, den Karussellmechanismus wieder in Gang zu setzen. Der Neustart ermöglichte eine sichere Rückkehr zur Erde unter normaler Motorkraft. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass alle 23 Fahrgäste unverletzt ausstiegen, ohne dass eine Einzelrettung durch Feuerwehrleute nötig war. Der erfolgreiche Abstieg beendete einen über dreistündigen Einsatz auf dem Festgelände. Sanitäter untersuchten die Fahrgäste vor Ort und stellten keine Verletzungen fest, die einen Krankenhausaufenthalt erforderten. Nach der Evakuierung wurde die Attraktion stillgelegt; der TÜV begann mit der Untersuchung der genauen Ursache.
Festivalbetrieb und Besucherzahlen
Der Vorfall ereignete sich an den Schlusstagen des Hamburger Sommerdoms, einem der größten Volksfeste Norddeutschlands. Das diesjährige Sommerfest auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli war auf fünf Wochen verlängert worden, statt der traditionellen vier Wochen. Die Kirmes endet planmäßig am Sonntag, sodass die spätabendliche Panne zu den letzten Betriebsstörungen der Saison gehört. Laut offiziellen Angaben der Veranstalter besuchten im Vorjahr mehr als 1,3 Millionen Gäste den Sommerdom. Die Aktivitäten auf dem übrigen Heiligengeistfeld-Gelände liefen unter den üblichen städtischen Sicherheitsauflagen weiter.


