
Haiangriff am Coogee Beach in Sydney verletzt Frau lebensgefährlich – Überprüfung der Drohnenregeln eingeleitet
Eine 35-jährige Frau schwebt nach einem Haiangriff am Coogee Beach in Sydney in Lebensgefahr. Die Behörden kündigten eine Überprüfung der Beschränkungen für Überwachungsdrohnen an.
Vorfall
Eine 35-jährige Frau wurde am Samstagmorgen beim Schwimmen am Coogee Beach, einem der beliebtesten Badeorte Sydneys, von einem Hai gebissen. Der Angriff ereignete sich etwa 27 bis 30 Meter vom Ufer entfernt; Augenzeugen berichteten von einer großen Blutlache. Das Opfer erlitt nach Angaben der Behörden schwere Verletzungen am linken Bein und an beiden Armen. Sie wurde in kritischem Zustand in das St. Vincent’s Hospital gebracht und notoperiert. Ein Krankenhaussprecher bestätigte am Sonntag, dass sie sich weiterhin in einem kritischen, aber stabilen Zustand befinde.
Rettung
Der dienstfreie Rettungsschwimmer und Paddleboard-Weltmeister Charlie Verco (25) befand sich im Training, als er eine Schwimmerin „Hai!“ schreien hörte. Er sah den Schatten eines drei bis vier Meter langen Hais, der auf eine Gruppe Schwimmer zusteuerte.
Der Hai packte eine der Frauen und begann sie herumzuziehen. Es war eine unglaublich aggressive Szene.
Verco paddelte auf das Opfer zu, als es wieder auftauchte. Die Frau war zu schwach, um sich an der Spitze seines Boards festzuhalten, konnte aber den Getränkeflaschenhalter umklammern. Er paddelte an Land und sprach mit ihr, um sie bei Bewusstsein zu halten. Rettungsschwimmer, Polizei und Sanitäter erwarteten sie am Strand, wo Tourniquets angelegt wurden, bevor sie mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde.
Der Augenzeuge Oakley Lamb sagte, er habe die Frau planschen und dann Blut im Wasser gesehen. „Es entwickelte sich plötzlich zum Chaos“, so Lamb. Aufnahmen einer Drohne zeigten die Rettung und den Hai, der etwa eine halbe Stunde in der Coogee Bay blieb, bevor er in Richtung Clovelly Beach und Gordons Bay schwamm.
Reaktion und Überprüfung der Vorschriften
Der Coogee Beach und die umliegenden Strände im Bezirk Randwick wurden für 24 Stunden geschlossen. Drohnen wurden im Rahmen von Notfallbestimmungen eingesetzt, um nach Haien zu suchen. Ein längerfristiger Einsatz stößt jedoch auf ein Hindernis: Der Strand liegt unter der Einflugschneise des Flughafens Sydney Kingsford Smith, sodass kommerzielle Drohnenoperationen eingeschränkt sind.
Die Landwirtschaftsministerin von New South Wales, Tara Moriarty, betonte, dass die Regierung den Vorfall ernst nehme.
Es war ein harter Sommer mit Haiaktivitäten und Haiangriffen in Sydney, und die Regierung von New South Wales nimmt das sehr, sehr ernst.
Moriarty fügte hinzu, dass alle Optionen geprüft würden, während der Bundesstaat neue Maßnahmen erwägt, darunter mehr Drohnen und andere Technologien. Ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde bestätigte, dass die Behörde die derzeitigen Regeln überprüfen werde, um sie an die Überwachung von Haien anzupassen.
Sicherheitskontext
An der Ost- und Südostküste Australiens kommt es durchschnittlich zu etwa 20 Hai-Vorfällen pro Jahr. Dieser Angriff folgt auf eine Reihe von Begegnungen in New South Wales im Sommer, darunter ein tödlicher Angriff auf einen 12-jährigen Jungen im Januar. Experten zufolge handelte es sich bei dem Hai vermutlich um einen Weißen Hai, eine Art, die in Coogee selten vorkommt – im Unterschied zu den Bullenhaien, die für andere jüngste Vorfälle verantwortlich waren.
- Haiangriff auf Frau am Coogee Beach, Sydney
- Charlie Verco rettet die Frau und bringt sie ans Ufer
- Frau in kritischem Zustand ins St. Vincent's Hospital eingeliefert
- Krankenhaus meldet kritischen, aber stabilen Zustand der Frau
- Regierung von NSW kündigt Überprüfung der Drohnenbeschränkungen an


