Der Angriff am Orient Beach
Eine 65-jährige Frau starb, nachdem ein Hai sie angegriffen hatte, während sie im offenen Wasser am Orient Beach in KuGompo City (früher East London) an der südöstlichen Küste der südafrikanischen Provinz Eastern Cape schwamm. Der Angriff ereignete sich am Dienstag, 20. Oktober, am Morgen, während sie mit anderen Mitgliedern einer Freiwassergruppe schwamm. Zeugen sagten, sie habe signalisiert, dass sie in Not sei, und andere aus der Gruppe seien zu ihr geschwommen und hätten sie an Land gebracht. Rettungskräfte und medizinisches Personal versuchten, sie noch am Ort wiederzubeleben, doch die Versuche blieben erfolglos. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, ihr Leichnam wurde an die forensische Pathologie übergeben.
Die Angaben zum Zeitpunkt weichen voneinander ab. The Independent schrieb, sie habe nach 8 Uhr Ortszeit zu verstehen gegeben, dass sie in Not sei, während newsORF berichtete, die Polizei sei gegen 7.00 Uhr alarmiert worden. Ihr Name wurde nicht veröffentlicht; er soll erst nach der Benachrichtigung ihrer Familie bekannt gegeben werden.
Strände gesperrt und offizielle Reaktion
Die Buffalo City Metropolitan Municipality, zu der KuGompo City gehört, sperrte den Orient Beach und den benachbarten Eastern Beach bis auf Weiteres. Sie sprach zudem Warnungen für andere Strände der Gegend aus und bat die Menschen, nicht ins Wasser zu gehen. In einem Facebook-Beitrag bestätigte die Gemeinde den Vorfall und erklärte:
„Es wurde bestätigt, dass sich heute Morgen am Orient Beach ein Haiangriff ereignet hat, der zu einem tragischen Vorfall führte.“
Die Behörden erklärten, sie seien vor Ort und kümmerten sich um die Angelegenheit; Strandbesucher wurden zu äußerster Vorsicht aufgerufen. Der Beitrag bat die Öffentlichkeit zudem, wachsam zu bleiben, alle Sicherheitshinweise zu befolgen und die Anweisungen der zuständigen Behörden zu respektieren.
Was Zeugen und Schwimmer schilderten
Zeugen sagten gegenüber lokalen Medien, die Frau habe signalisiert, dass sie in Not sei, und zwei Mitglieder der Gruppe hätten sie zuerst erreicht. Ein von The Independent zitierter Zeuge sagte, es habe nur zwei Bisse gegeben, einen am Oberschenkel und einen am Oberarm, diese seien aber sehr schwer gewesen. Ein Mann am Ufer sagte Il Messaggero, er habe eine große Flosse an der Oberfläche gesehen. Die Gruppe erklärte auf Facebook, andere Schwimmer hätten den Schwanz und die Rückenflosse eines Hais gesehen, so newsORF. Il Messaggero berichtete außerdem, sie habe ein Anti-Hai-Armband getragen, ein Gerät, das Experten zufolge nur auf wenige Zentimeter oder ein paar Meter wirkt.
Haiangriffe in Südafrika und weltweit
Die International Shark Attack File an der University of Florida verzeichnete im Jahr 2025 weltweit 65 unprovozierte Angriffe, nach 47 im Jahr 2024, darunter neun tödliche, einer davon in Südafrika.
- 2024
- 47 Angriffe
- 2025
- 65 Angriffe
Daten aus dem Artikeltext
ANSA berichtete, Meeresbiologen und Forscher hätten Veränderungen in der Verbreitung der Haie entlang der Küste des Eastern Cape festgestellt, die sie mit mehreren Umweltfaktoren und dem Druck auf die marinen Ökosysteme in Verbindung bringen. The Independent erinnerte an einen tödlichen Angriff im September 2022, als der Leichnam einer vermutlich 39-jährigen Frau aus Kapstadt im Wasser vor der Südküste gefunden wurde. CBS News erinnerte, zitiert von rmf24, ebenfalls an zwei tödliche Haiangriffe in Südafrika im Jahr 2022. Das National Sea Rescue Institute erklärte damals, die Haiaktivität an den Stränden sei im Vergleich zu früheren Jahren sehr ungewöhnlich. TVP Info zitierte eine in Science veröffentlichte Studie, die schätzt, dass jährlich rund 80 Millionen Haie durch Fischerei sterben, etwa 25 Millionen davon aus bedrohten Arten.