Gesundheit & Bildung · Esperance und Heard Island

Australien entdeckt ersten H5-Vogelgrippe-Fall auf dem Festland – Virus hat nun alle Kontinente erreicht

Australien bestätigte am Samstag seinen ersten Fall des H5N1-Vogelgrippe-Stamms auf dem Festland. Dies markiert die Ankunft des Virus auf jedem Kontinent. Eine in einem abgelegenen Nationalpark in Westaustralien gefundene Braune Skua wurde positiv getestet und löste eine nationale Notfallreaktion aus.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, stern.de, Ziare.com und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Esperance, Heard Island · Australien
Wie es dazu kam
  1. 18.06.Studie zeigt, dass über 13.000 See-Elefanten-Junge auf Heard Island durch H5N1 getötet wurden (>75 % der Kolonie)
  2. 19.06.Erster mutmaßlicher Festlandfall bei einer Braunen Skua im Cape-Le-Grand-Nationalpark, Westaustralien, gemeldet
  3. 20.06.Bestätigung der H5-Vogelgrippe auf dem australischen Festland durch Landwirtschaftsministerin Julie Collins angekündigt; Notfallausschuss trat zusammen

Erster Nachweis auf dem Festland

Eine Braune Skua, ein wandernder Meeresvogel, wurde tot an einem Strand im Cape-Le-Grand-Nationalpark in Westaustralien aufgefunden und positiv auf die hochansteckende H5-Vogelgrippe-Variante getestet, wie Landwirtschaftsministerin Julie Collins am Samstag in Canberra bekannt gab. Das Ergebnis wurde von der nationalen Wissenschaftsbehörde bestätigt. Proben eines zweiten Vogels, eines Riesensturmvogels, der im selben Gebiet erschöpft aufgefunden wurde, ergaben ebenfalls einen vorläufig positiven Befund.

„Auch wenn es enttäuschend ist, ist dies angesichts der globalen Ausbreitung der H5-Vogelgrippe nicht unerwartet.“

Julie Collins, Australiens Landwirtschaftsministerin

Der Fall markiert das erste Mal, dass der H5N1-Stamm auf dem australischen Festland nachgewiesen wurde, etwa 700 km südöstlich von Perth. Collins erklärte, es gebe keine Anzeichen für ein Massensterben von Vögeln und keine Infektionen bei Geflügel.

Ein globaler Meilenstein

Australien war der letzte Kontinent, auf dem dieser tödliche Stamm auf dem Festland nicht vorkam. Das Virus zirkuliert seit 2021 weltweit und erreichte im Oktober 2025 das subantarktische australische Territorium der Heard- und McDonald-Inseln, aber das Festland war bis jetzt verschont geblieben.

„Dies ist etwas, das durch Zugvögel geschehen ist und per definitionem auf der ganzen Welt passiert, und deshalb bereiten wir uns darauf vor.“

Anthony Albanese, Premierminister von Australien

Der Premierminister bezeichnete den Nachweis als besorgniserregend, betonte jedoch, dass die Regierung Maßnahmen ergreifen werde, um eine Ausbreitung einzudämmen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Virus wahrscheinlich durch Vögel, die von den französischen subantarktischen Inseln einwandern, in die Region eingeschleppt wurde.

Vorbereitung und Notfallmaßnahmen

Australien bereitete sich jahrelang auf einen Ausbruch vor. Die Biosicherheit auf Farmen wurde verschärft, Küstenvögel wurden getestet, gefährdete Arten wurden geimpft und Einsatzpläne wurden geprobt. Am Samstag trat der nationale Notfallausschuss für Tierkrankheiten zusammen, um eine landesweite Reaktion zu koordinieren.

„Ich kann bestätigen, dass es derzeit immer noch keine Anzeichen für ein Massensterben gibt, noch gibt es Anzeichen für eine Infektion bei Geflügel.“

Julie Collins, Australiens Landwirtschaftsministerin

Die leitende Tierärztin Beth Cookson sagte, die Behörden hätten sich seit langem auf diesen Moment vorbereitet, während der Beauftragte für bedrohte Arten andeutete, dass es einige Tage dauern werde, bis man wisse, ob sich das Virus auf andere Tierpopulationen ausgebreitet habe.

Seehundkolonie auf Heard Island verwüstet

Nur wenige Tage vor der Bestätigung auf dem Festland zeigte eine wissenschaftliche Studie, dass der H5N1-Stamm seit August 2025 mehr als 13.000 See-Elefanten-Junge auf Heard Island getötet hat, über 75 Prozent der Brutkolonie von etwa 17.000 Tieren. Forscher verzeichneten auch eine höhere als erwartete Sterblichkeit bei Pinguinpopulationen auf dem abgelegenen vulkanischen Archipel im südlichen Indischen Ozean.

Sterblichkeit der See-Elefanten-Jungen auf Heard Island (2025-2026)
Durch H5N1 getötet
13000
Überlebt (geschätzt)
4000

Daten aus dem Artikeltext

Einzigartige Tierwelt in Gefahr

Wildtierexperten warnen, dass ein Ausbruch auf dem australischen Kontinent für die endemische Fauna katastrophale Folgen haben könnte. Fast die Hälfte der wildlebenden Vogelarten des Landes und 83 Prozent seiner Säugetiere kommen nirgendwo sonst vor.

„Dieser Vogelgrippe-Stamm hat zu massiven Vogel- und Meeressäugersterben geführt. Meine Befürchtung ist, dass das H5N1-Vogelgrippevirus, wenn es bestätigt wird, ein enormes Risiko für einige unserer stärker gefährdeten Küstenvögel, unsere küstennahen Greifvögel und unsere wertvollen, einzigartigen, endemischen und gefährdeten Australischen Seelöwen darstellt, deren Population prekär ist.“

Wayne Boardman, Wildtierveterinär und außerordentlicher Professor an

Der H5-Stamm hat weltweit bereits zu schweren Erkrankungen und hohen Todesraten bei Geflügel, Wildvögeln und Meeressäugern geführt, mit Übertragungen auf Katzen, Ziegen, Alpakas und Schweine. Fälle beim Menschen bleiben selten, aber Experten befürchten, dass eine extensive Zirkulation zu Mutationen führen könnte, die eine Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglichen.

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