Sicherheit · London

Großbritannien führt spezialisierte Gerichtssäle für Vergewaltigungsfälle in England und Wales ein – Justizreform für 23 Mio. £

Premierminister Andy Burnham hat einen 23-Millionen-Pfund-Plan vorgestellt, um bis 2028 in allen 84 Crown Courts in England und Wales spezialisierte Gerichtssäle für Sexualdelikte einzurichten, mit festen Prozessterminen zur Verkürzung von Verzögerungen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, RFI, The Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. März 2026Abgeordnete Charlotte Nichols offenbart eine Wartezeit von 1.088 Tagen auf ihren Prozess während einer Rede im Unterhaus
  2. 21.09.Premierminister Andy Burnham kündigt Paket spezialisierter Gerichtssäle für 23 Mio. £ an
  3. Oktober 2026Feste Prozesstermine ersetzen flexible Listen für Sexualstraftaten
  4. 2028Spezialisierte Gerichtssäle in allen Crown Courts voll betriebsbereit

Spezialisierte Gerichtssäle und physische Schutzmaßnahmen

Die britische Regierung wird in den nächsten zwei Jahren in allen 84 Crown Courts in England und Wales spezialisierte Gerichtssäle für Vergewaltigungs- und schwere Sexualstraftaten einrichten. Der von Premierminister Andy Burnham am 21. September 2026 angekündigte Plan sieht vor, dass jeder Crown Court mindestens einen Gerichtssaal erhält, der speziell für Verfahren wegen Sexualdelikten vorgesehen ist. Die ausgewiesenen Räume werden über separate Eingänge und private Wartebereiche verfügen, um zu verhindern, dass Opfer vor dem Gerichtssaal auf Angeklagte treffen. Die Gerichtssäle werden zudem mit Videolink-Technologie ausgestattet, die es Zeugen ermöglicht, ihre Aussagen im Voraus oder aus privaten Räumen zu machen, sowie die Möglichkeit, Urteilsverkündungen aus der Ferne zu verfolgen. Schottland und Nordirland haben separate Justizsysteme und fallen nicht in den Anwendungsbereich dieser Änderungen.

Abschaffung der flexiblen Terminlisten und Verfahrensverzögerungen

Die Verfahrensänderungen zielen darauf ab, die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und logistische Unsicherheiten für Überlebende zu beseitigen, die Gerechtigkeit suchen. Nach derzeitigen Regelungen werden Verhandlungen wegen Sexualdelikten regelmäßig auf flexible Terminlisten gesetzt, sodass sie aufgrund anderer Fälle kurzfristig verschoben werden können. Ab Oktober 2026 erhalten alle Vergewaltigungs- und Sexualverfahren feste Kalendertermine, um unerwartete Verschiebungen zu vermeiden. Das Gerichtspersonal wird eine traumasensible Schulung erhalten, und die Gerichte werden pilotieren, jedem Überlebenden einen festen Ansprechpartner zuzuweisen. Bereits Anfang 2026 führten die Minister Maßnahmen ein, die Opfern während des gesamten Strafverfahrens Zugang zu spezialisierter Rechtsberatung gewähren.

Burnham ging in seiner morgendlichen Politik-Briefing auf die systemischen Verzögerungen ein.

„Zu lange haben sich Opfer von Vergewaltigung und schweren Sexualstraftaten von unserem Justizsystem im Stich gelassen gefühlt. Die Anklagequoten bei Vergewaltigungen sind beschämend niedrig, und viele Opfer warten jahrelang auf Gerechtigkeit.“

Andy Burnham, Premierminister des Vereinigten Königreichs

Aussagen von Überlebenden und Anklagequoten

Das Reformpaket reagiert auf die öffentliche Aussage der Labour-Abgeordneten Charlotte Nichols, die im März 2026 auf ihr automatisches Recht auf Anonymität im Unterhaus verzichtete. Nichols erklärte, dass sie nach der Teilnahme an einer Veranstaltung im Parlament vergewaltigt wurde und 1.088 Tage warten musste, bis ihr Fall vor Gericht verhandelt wurde. Interessenvertretungen für Opfer weisen darauf hin, dass lange Bearbeitungsrückstände häufig dazu führen, dass Kläger ihre Verfahren aufgeben. Im Jahr 2025 dauerte ein Vergewaltigungsfall, der vor Gericht kam, nach der formellen Anklageerhebung durchschnittlich 480 Tage bis zum Abschluss, zusätzlich zu den anfänglichen Ermittlungswartezeiten.

Nichols äußerte sich nach der Erklärung des Premierministers zur Umsetzung der Politik.

„Heute ist ein enorm wichtiger Meilenstein, der dazu beiträgt, die Erfahrungen von Opfern und Überlebenden sexueller Gewalt im Justizsystem zu verbessern, die allzu oft durch die Suche nach Gerechtigkeit retraumatisiert werden.“

Charlotte Nichols, Labour-Abgeordnete

Budgetzuweisung und institutionelle Reaktion

Das Justizministerium wird die nationale Einführung mit einer Zuweisung von 23 Millionen Pfund auf die rund 500 Gerichtssäle in England und Wales finanzieren. Die strukturellen Änderungen sind Teil eines breiteren Regierungsziels, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den nächsten zehn Jahren um 50 % zu reduzieren. Kampagnenorganisationen wie Rape Crisis England and Wales unterstützten die Initiative und stellten fest, dass derzeit nur jede sechste Vergewaltigung oder versuchte Vergewaltigung bei der Polizei gemeldet wird. Aufzeichnungen des Office for National Statistics zeigen, dass die Polizei zwischen März 2024 und März 2025 209.079 Sexualstraftaten registrierte, von denen 2,4 % zu einer formellen Anklageerhebung führten.

Ciara Bergman, Geschäftsführerin von Rape Crisis England and Wales, befürwortete die Gerichtsänderungen.

„Zusammengenommen spiegeln sie die Dringlichkeit wider, sicherzustellen, dass Gerichte ihren Zweck erfüllen und die Bedürfnisse von Opfern und Überlebenden angemessen berücksichtigen, was für die Gewährleistung von Gerechtigkeit entscheidend ist.“

Ciara Bergman

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