Regierung · London

Britisches Unterhaus lehnt Sterbehilfe-Gesetzentwurf mit 286 zu 270 Stimmen ab

Britische Abgeordnete stimmten am Freitag mit 286 zu 270 gegen den Gesetzentwurf zur Beendigung des Lebens unheilbar kranker Erwachsener (Terminally Ill Adults (End of Life) Bill) und beendeten damit einen zweijährigen parlamentarischen Vorstoß zur Legalisierung der Sterbehilfe für unheilbar kranke Erwachsene in England und Wales.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, Open, The Guardian und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

London · Vereinigtes Königreich
Wie es dazu kam
  1. 2024Kim Leadbeater bringt einen Sterbehilfe-Gesetzentwurf im Unterhaus ein
  2. Juni 2026Das Unterhaus stimmt mit 315 zu 291 für den Gesetzentwurf, bevor er im Oberhaus scheitert
  3. Juli 2026Premierminister Andy Burnham fordert Priorisierung der palliativen Sterbebegleitung
  4. 11.09.Das Unterhaus lehnt den Gesetzentwurf zur Sterbehilfe für unheilbar Kranke mit 286 zu 270 Stimmen ab

Unterhaus lehnt Sterbehilfe-Gesetzgebung ab

Die Abgeordneten stimmten am Freitag mit 286 zu 270 gegen den Gesetzentwurf zur Beendigung des Lebens unheilbar kranker Erwachsener (Terminally Ill Adults (End of Life) Bill) für England und Wales. Das Ergebnis folgte auf eine vierstündige Debatte in einem fast vollständig besetzten Unterhaus, bei der sich etwa 70 Abgeordnete zu Wort meldeten. Der von der Labour-Abgeordneten Lauren Edwards eingebrachte Gesetzentwurf eines Hinterbänklers hätte Erwachsenen mit einer geschätzten Lebenserwartung von sechs Monaten oder weniger erlaubt, medizinische Hilfe zur Beendigung ihres Lebens zu beantragen. Nach den Bestimmungen des Gesetzesentwurfs erforderte jeder Antrag die schriftliche Zustimmung von zwei Ärzten und einer technischen Kommission, bevor er weiterverfolgt werden konnte. Die Niederlage mit 16 Stimmen Unterschied markiert das Ende eines zweijährigen parlamentarischen Vorstoßes, bei dem die Abgeordneten in früheren Lesungen bereits ähnliche Maßnahmen unterstützt hatten.

Abstimmung im Unterhaus über den Sterbehilfe-GesetzentwurfStimmen
Dagegen
286 Stimmen
Dafür
270 Stimmen

Daten aus dem Artikeltext

Veränderte politische Dynamik in Westminster

Die Abstimmung zeigte einen messbaren Rückgang der parlamentarischen Unterstützung im Vergleich zu früheren Abstimmungen. Im Juni unterstützten die Abgeordneten ein Sterbehilfe-Gesetz mit 315 zu 291 Stimmen, doch dieser Vorstoß scheiterte anschließend im Oberhaus, nachdem die Lords mehr als 1.000 Änderungsanträge eingebracht hatten. Befürworter hatten gehofft, das Gesetz in identischer Form wieder einzubringen, um in künftigen Sitzungen möglicherweise den Parliament Act anzuwenden, der es dem vom Unterhaus in aufeinanderfolgenden Sitzungen verabschiedeten Gesetzen erlaubt, das Oberhaus zu umgehen. Die Dynamik ließ jedoch nach, nachdem Premierminister Andy Burnham im Juli ankündigte, dass die Regierungspolitik sich auf die Stärkung der palliativen Sterbebegleitung statt auf Sterbehilfe konzentrieren sollte. Burnham enthielt sich bei der Gewissensabstimmung am Freitag, um die Kammer nicht zu beeinflussen, im Gegensatz zum früheren Premierminister Keir Starmer, der der von Kim Leadbeater 2024 eingebrachten Gesetzgebung stillschweigende Unterstützung gewährt hatte.

Bedenken zu Schutzmaßnahmen und ethische Debatte

Der Widerstand gegen den Gesetzentwurf konzentrierte sich auf den rechtlichen Schutz schutzbedürftiger Personen, wobei Gegner argumentierten, dass der Vorschlag nicht über ausreichende Barrieren gegen Nötigung verfüge. Das Royal College of Psychiatrists warnte vor dem Fehlen spezifischer Schutzmaßnahmen für Personen mit psychiatrischen Erkrankungen. Religiöse Führer, darunter der katholische Erzbischof Richard Moth und die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury Sarah Mullally, drängten die Abgeordneten ebenfalls, den Text abzulehnen. Während der Debatte sprach sich die Labour-Abgeordnete Ashley Dalton, die sich derzeit einer Chemotherapie gegen Brustkrebs im Stadium 4 unterzieht, gemeinsam mit ihren Kolleginnen Meg Hillier und Jess Asato gegen die Maßnahme aus. Die drei Abgeordneten veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie den vorgeschlagenen Text als unsicher und unbrauchbar bezeichneten, während sie die starken Bedenken der Aktivisten anerkannten.

Reaktionen der Aktivisten und Zukunftsaussichten

Unterstützer, die sich vor dem Palace of Westminster versammelt hatten, zeigten sich bestürzt, als das endgültige Ergebnis bekannt gegeben wurde. Da der Vorschlag in dieser parlamentarischen Phase gescheitert ist, verhindern die Regeln, dass die Abgeordneten die Maßnahme während der laufenden Legislaturperiode, die bis Anfang nächsten Jahres dauert, wieder aufgreifen können. Die langjährige Aktivistin Esther Rantzen, bei der Krebs im Endstadium diagnostiziert wurde, sprach mit der BBC nach Abschluss der Abstimmung.

„Ich bin sicher, dass eine Gesetzesänderung kommen wird. Ich bin zutiefst traurig, dass sie nicht bald genug für viele der Menschen kommen wird, die sie brauchen, es ist ein tragischer Tag.“

Esther Rantzen, Langjährige Sterbehilfe-Aktivistin

Ihre Tochter Rebecca Wilcox bezeichnete die Niederlage als eine Demontage der Demokratie nach der früheren Blockade im Oberhaus. Die Aktivistengruppe Dignity in Dying erklärte, dass eine gesetzliche Reform langfristig unvermeidlich sei, während die Gesetzesinitiatorin Lauren Edwards anmerkte, dass sich die parlamentarischen Meinungsverschiedenheiten stark auf Verfahrensmechanismen und weniger auf das grundlegende Prinzip der Wahl am Lebensende konzentriert hätten.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
London

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen